mini|Lage des Reservats in South Dakota mini|Spotted Tail (Siŋté Glešká) Nach ihm wurde die Reservation ursprünglich benannt mini|Karte der ursprünglichen Grenzen der Great Sioux Reservation, mit Gebietsverlusten der Indianerstämme. mini|Historische Karte mit den ursprünglichen Grenzen der Rosebud Reservation (in der Karte als Upper Brule Indian Reservation bezeichnet) mini|Anzeige für den Verkauf von Land an Weiße aufgrund des „Dawes Act“ 1911 mini|Eine andere Karte von South Dakota mit den offiziellen Grenzen von Rosebud. Die trust lands sind auf der Karte nicht vermerkt mini|Ben Reifel (1965) mini Rosebud Indian Reservation (Lakota Sicangu Oyate) ist ein Indianerreservat im US-Bundesstaat South Dakota. Ursprünglich Teil der Great Sioux Reservation, wurde es 1889 vom US-Kongress aus diesem herausgelöst und vom Bureau of Indian Affairs als eigenes Reservat geführt. Es umfasst die gesamte Fläche von Todd County. Daneben besitzt es Ländereien (Off-reservation trust land) in Tripp County, Lyman County, Mellette County und Gregory County. Ursprünglich waren die vier letztgenannten Counties Teil des Reservats. Das Reservat wird von Brulé-Lakota-Indianern bewohnt. Die Fläche des Reservats einschließlich der angeschlossenen Gebiete beträgt 5.103 km². Nach einer Volkszählung des Jahres 2010 bewohnten 10.469 Personen das Reservat. Das Reservat grenzt im Süden an den Bundesstaat Nebraska und im Westen an die Pine Ridge Reservation. Der Verwaltungssitz des Reservats befindet sich in der gleichnamigen Siedlung Rosebud. Dort befinden sich Stützpunkte des Indian Health Service, des Bureau of Indian Affairs, der Tribal BIA Police und des BIA Fire Management. Der Name Rosebud (Rosenknospe) kommt von den wilden Rosen, die in der Gegend wachsen. Die größte Gemeinde des Reservats ist Mission, South Dakota. Auf dem Reservats-Gebiet befindet sich heute ein Spiel-Casino, das Rosebud Casino, an der Grenze zu Nebraska. Das Casino ist einer der größten Arbeitgeber des Reservats. Trotzdem beträgt die Arbeitslosenquote 83 %. Die durchschnittliche Lebenserwartung für männliche Bewohner beträgt 47 Jahre. Im Gegensatz wird ein durchschnittlicher Amerikaner 77 Jahre alt. Nach Haiti ist das die geringste Lebenserwartung weltweit. Die Situation im Reservat kann nur als hoffnungslos bezeichnet werden. Die Suizidrate im Reservat liegt 400 % über dem Landesdurchschnitt.Finding hope on the Rosebud Indian Reservation Etwa die Hälfte der Bevölkerung über 40 Jahre leidet an Diabetes, die Rate der an Tuberkulose Erkrankten ist 8 Mal höher als im Landesdurchschnitt. Die Anzahl der Bevölkerung mit Alkohol-Drogenproblemen wird auf 67 % geschätzt. Nur 10 % der Schüler der Todd County Highschool schaffen einen Abschluss.Poverty’s Poster Child. In: The New York Times.Life on the Reservation. “The Rosebud Reservation is economically depressed and ranks second (after the Pine Ridge Reservation) in per capita income on Plains Reservations. Unemployment sometimes reaches over 80%, and the lack of job opportunities leaves a devastating mark on Rosebud families. Many heads of the family are forced to leave the reservation to seek work. Extended families pool their meager resources together in order to try and provide their basic needs.”

Geschichte Im Jahr 1868 entstand durch den zweiten Vertrag von Fort Laramie das Great Sioux Reservat. Dieser Vertrag legte das Gebiet des gesamten heutigen US-Bundesstaates South Dakota westlich des Missouri, einschließlich der Black Hills (von der Nordgrenze in Nebraska bis zum 46. Breitengrad und vom Missouri im Osten bis zum 104. Meridian im Westen) als Indianer-Land zur uneingeschränkten und unbehelligten Nutzung und Besiedlung durch die Great Sioux Nation fest.Vertragstext in Englisch

Dem Vertrag vorausgegangen war der Red-Cloud-Krieg (1866–1868), ein Krieg, welcher vorläufig einen vollständigen Sieg der Lakota bedeutete. Deswegen waren die Sioux-Indianer in einer guten Verhandlungsposition und konnten ein großes Gebiet im heutigen South Dakota für sich „reservieren“. Zusätzlich zu dem Reservatsgebiet erhielten die Indianer weitgehende Jagd- und Fischrechte in den heutigen US-Bundesstaaten Wyoming, Montana und Nebraska. Da das Gebiet von mehreren Indianerstämmen besiedelt wurde, errichtete man mehrere Stützpunkte des Bureau of Indian Affairs (BIA) im Reservatsgebiet.

Das heutige Reservat hat seine Ursprünge in der Whetstone Indian Agency, einem Stützpunkt des BIA, der für die Brulé-, Oglala- und Miniconjou-Sioux zuständig war. Gegründet 1869, zog die Agentur mehrmals um, 1871 an den Big White Clay Creek und 1875 an den White River im Grenzgebiet zwischen den Nebraska und dem Dakota-Territorium. 1978 wurde die Spotted Tail Indian Agency, benannt nach dem Brulé-Lakota-Indianer-Häuptling Spotted Tail, aus der Whetstone Indian Agency herausgelöst und als eigene Agentur geführt, die später an den Rosebud Creek in South Dakota umzog. Im gleichen Jahre wurde die Agentur in Rosebud Agency umbenannt.The Spotted Tail Agency was the successor to the Whetstone Agency. “It received its name from the leader of the band of Brulé Sioux which it served. In 1878, the agency was moved to a location on Rosebud Creek near its confluence with the South Fork of the White River and the name was changed to the Rosebud Agency.” Zur gleichen Zeit erhielten die Oglala-Sioux auch ihre eigene Agentur, die Red Cloud Agency, dem heutigen Pine Ridge.

Die Black Hills gelten den Lakota-Sioux als heilige Berge. Zudem stellen sie den Gegenstand zahlreicher Mythen der Lakota dar. Noch heute besuchen einige Stammesangehörige die spirituellen Orte in den Bergen, um ihre Religion auszuüben. Ursprünglich waren sie großteils Teil der Great Sioux Reservation. Eine nach dem Vertrag illegale Expedition unter George Armstrong Custer erkundete 1874 die Black Hills und fand in den Bergen Gold. Nach den Goldfunden versuchte die Regierung, die Lakota zu einer Abtretung der Bergkette zu bewegen, allerdings ohne Erfolg. Goldsucher drangen rechtswidrig in das Gebiet ein, es entwickelte sich ein Goldrausch. Konflikte im Winter 1875/76 führten zum erneuten Einsatz Custers und des 7. Kavallerie-Regiments und der Schlacht am Little Bighorn im Juni 1876. Nach der endgültigen Niederlage der Indianer im Herbst desselben Jahres wurden 1877 die Black Hills den Sioux entzogen.“The said parties hereby agree that the northern and western boundaries of the reservation defined by article 2 of the treaty between the United States and different tribes of Sioux Indians, concluded April 29, 1868, and proclaimed February 24, 1869, shall be as follows: The western boundaries shall commence at the intersection of the one hundred and third meridian of longitude with the northern boundary of the State of Nebraska; thence north along said meridian to its intersection with the South Fork of the Cheyenne River; thence down said stream to its junction with the North Fork; thence up the North Fork of said Cheyenne River to the said one hundred and third meridian; thence north along said meridian to the South Branch of Cannon Ball River or Cedar Creek; and the northern boundary of their said reservation shall follow the said South Branch to its intersection with the main Cannon Ball River, and thence down the said main Cannon Ball River to the Missouri River; and the said Indians do hereby relinquish and cede to the United States all the territory lying outside the said reservation, as herein modified and described, including all privileges of hunting; and article 16 of said treaty is hereby abrogated.” digital.library.okstate.edu. Dieses Gesetz der Bundesregierung wird von der Rosebud Reservation bis heute nicht anerkannt, da die erforderlichen 3/4 der männlichen Bewohner dem Vertrag nicht zugestimmt haben. Dies war aber nach dem Vertrag von Fort Laramie 1868 vorgeschrieben.“No treaty for the cession of any portion or part of the reservation herein described which may be held in common, shall be of any validity or force as against the said Indians unless executed and signed by at least three-fourths of all the adult male Indians occupying or interested in the same, and no cession by the tribe shall be understood or construed in such manner as to deprive, without his consent, any individual member of the tribe of his rights to any tract of land selected by him as provided in Article VI of this treaty.” pbs.org.

Ursprünglich war das Reservat Teil der Great Sioux Reservation. Diese wurde am 2. März 1889 durch den Kongress der Vereinigten Staaten in mehrere kleine Reservate geteilt. Aus der Agentur entstand ein eigenständiges Reservat.“That the following tract of land, being a part of the said Great Reservation of the Sioux Nation, in the Territory of Dakota, is hereby set apart for a permanent reservation for the Indians receiving rations and annuities at the Rosebud Agency, in said Territory of Dakota, namely: Commencing in the middle of the main channel of the Missouri River at the intersection of the south line of Brule County; thence down said middle of the main channel of said river to the intersection of the ninety-ninth degree of west longitude from Greenwich; thence due south to the forty-third parallel of latitude; thence west along said parallel to a point due south from the mouth.” . Dabei gingen den Indianern 36.000 Quadratkilometer verloren. Rosebud war aber davon nicht direkt betroffen. Rosebud umfasste weiterhin die Gebiete der heutigen Todd, Tripp, Lyman, Mellette und Gregory Counties.