Claude Guillaumot de la BergerieSchreibweise bei Rotermund: de la Bergerie (Claude Guillaume), in der „Personen- und Korrespondenz-Datenbank der Leibniz-Edition“: Claude Guillaumot de La Bergerie. (* 1658 in Vaux Jaucourt; † 3. August 1743 in Hannover) war ein französisch-kurhannoverscherKarin Kürten: Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Hannover. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 168ff, (Digitalisat). Hofprediger und Pfarrer der französisch-reformierten Gemeinde in Hannover. Leben Claude Guillaumot begann sein theologisches Studium 1682 an der protestantischen Académie de Die.E. Arnaud: Histoire de l'Académie protestante de Die. 1683 setzte er das Studium an der theologischen Fakultät der Académie de Genève, wie sich zu dieser Zeit die Universität in Genf nannte, fort.Es gibt Hinweise auf einen früheren Studienbeginn: 10. Dezember 1681. Quelle: S. Stelling-Michaud, Le Livre du Recteur de l'Académie de Genève (1559–1878). Sie war 1559 von Johannes Calvin gegründet worden und sehr angesehen. Ein oder zwei Jahre später übersiedelte er nach Heidelberg, wo er seine Studien 1687 an theologischen Fakultät der Universität abschloss. Ab 1689 war er Feldprediger bei der brandenburgischen Leibgarde der Musketiere, deren oberster Dienstherr Friedrich III. Markgraf von Brandenburg, der spätere König Friedrich I. von Preußen war, der in zweiter Ehe Sophie Charlotte von Hannover geheiratet hatte.Guillaumot schilderte in eigenen Aufzeichnungen ihren Tod. Hierzu gibt es mehrere Quellen, u. a.: und Sie vermittelteRotermund (Zitat): „Auf Empfehlung dieses Hofes ...“ Guillaumot 1692 als PfarrerDie bei Rotermund verwendeten Bezeichnungen „Hofprediger“ und „Prediger“ sind heute nicht mehr gebräuchlich. an den Hof ihrer Mutter Sophie Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg und Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg. Nachdem die Hugenotten ihre französisch-reformierte Gemeinde 1697 in Hannover gegründet hatten, wurde er am 16. Dezember 1702 Pfarrer an deren Kirche. Er behielt das Amt bis zu seinem Tode 1743 inne. Unter ihm erlebte die hannoversche Hugenottengemeinde ihre Blütezeit.

Der Vater Théodore Guillaumot de la Bergerie war Sekretär des Prinzen von Condé gewesen. Seine Mutter Marie Thaurois heiratete nach dem Tode ihres Mannes um 1668 Etienne Jordan des Traverses.Borel D’Hauterive: Annuaire de la noblesse de France, Dentu Libraire, Paris 1856, S. 220, (französisch). Claude Guillaumot war in zweiter Ehe mit der Kammerfrau Ester Graton (1665–1737) verheiratet. Eine Tochter hieß Louise und war mit Bernhard Texier verheiratet.

Quellen Guillaumot de la Bergerie, Thèodore (VIII. HA, C Nr. 297) Stammtafeln im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Familienarchive und Nachlässe, Einzelstücke Buchstabe G

Literatur 419. Claude Guillaumot de la Bergerie. In: Historischer Verein für Niedersachsen (Hrsg.): Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens, Bände 58–60, Verlag August Lax, Hildesheim 1960, S. 76.

Frauke Geyken: Die Hugenottengemeinde in Hannover. In: Jahrbuch der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte, Bd. 95 (1997), Frauke Geyken: 300 Jahre Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde Hannover. 1703 - 2003. Festschrift zum Jubiläum, unter Mitarbeit von Karin Kürten und Burghardt Sonnenburg hrsg. vom Presbyterium der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Hannover, Hannover: Presbyterium der Evang.-Reformierten Kirchengemeinde, 2003, ISBN 3-00-010631-6

Anmerkungen

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