Ein Hologramm für den König (Originaltitel: A Hologram for the King) ist eine Filmkomödie des Regisseurs Tom Tykwer aus dem Jahr 2016. Vorlage für den Film ist der gleichnamige Roman von Dave Eggers.

Handlung Der 54-jährige Vertriebsmanager Alan Clay aus Boston soll in Saudi-Arabien dem König Abdullah ein holografisches Telefonkonferenzsystem verkaufen. Er steht von allen Seiten unter Druck: Alan will das College für seine Tochter finanzieren, sein Chef setzt – vergebliche – Hoffnungen auf die von Alan offensichtlich zu optimistisch dargestellten Beziehungen zu einem Neffen des Königs, der Auftrag in der Wüste in der zu bauenden Kings Metropolis of Economy and Trade stellt wahrscheinlich seine letzte Chance im gehobenen Management dar. Seine Perspektiven haben sich nach der Finanzkrise und nach seinen persönlichen Krisen mit gescheiterter Ehe, weit unter Wert verkauftem Haus und durch seine Mitverantwortung für die letztendlich ruinöse Outsourcing-Strategie seines früheren Arbeitgebers Schwinn dramatisch reduziert. Zusätzlich zu diesen Problemen ist er vom Jetlag, einer Zyste am Rücken und seinem Alkoholmissbrauch beeinträchtigt.

Während des tagelangen Wartens auf Termine mit Geschäftspartnern lernt er seinen Fahrer Yousef und eine attraktive Ärztin, Dr. Zahra Hakeem kennen. Beeindruckt von diesen Begegnungen und unter dem Einfluss der neuen kulturellen Eindrücke wird das Verkaufs-Treffen mit dem König immer mehr zur Nebensache für Alan.

Produktion Der Film wurde 2014 in Marokko, Ägypten, den Vereinigten Staaten und Deutschland gedreht; seine teils animierte Eröffnungssequenz wurde vom österreichischen Studio Neuer Österreichischer Trickfilm unter der Leitung von Benjamin Swiczinsky produziert, im fertigen Film aber erheblich gekürzt.

Filmmusik Die Filmmusik von Johnny Klimek und Tom Tykwer spielte das MDR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Kristjan Järvi ein.

Hintergrund mini|Tom Hanks (li.) am Set im März 2014 Die Premiere fand am 20. April 2016 auf dem Tribeca Film Festival in New York statt. In Deutschland kam der Film am 28. April 2016 in die Kinos und hatte ca. 213.000 Besucher.

Rezeption Kritiken

Auszeichnungen Deutscher Filmpreis 2016 Ausgezeichnet in der Kategorie Beste Tongestaltung (Roland Winke, Matthias Lempert und Frank Kruse) Nominiert in der Kategorie Programmfüllende Spielfilme Nominiert in der Kategorie Bester Schnitt (Alexander Berner)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2016 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Literaturverfilmung Kategorie:Tom Tykwer