Helmuth Speer (* 23. März 1921 in Seidenberg; † 17. Juni 1992 in ChemnitzFritz Helmuth Speer In: myheritage.de., abgerufen am 11. März 2017.) war ein deutscher Funktionär der DDR-Blockpartei LDPD. Er war Vorsitzender des Bezirksvorstandes Dresden, Sekretär des Zentralvorstandes und Vorsitzender der Zentralen Revisionskommission der LDPD sowie Abgeordneter der Länderkammer der DDR.
Leben Speer besuchte die Volks- und Mittelschule. Er absolvierte eine Lehre als Textilkaufmann und arbeitete im Beruf. Am 12. März 1939 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde zum 1. September desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.179.879).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/42010675Olaf Kappelt: Braunbuch DDR. Berlin, 2. Auflage, 2009. S. 526 Während des Zweiten Weltkrieges leistete er Kriegsdienst in der Wehrmacht und geriet in Kriegsgefangenschaft.
Nach der Entlassung in die Sowjetische Besatzungszone trat er 1947 in die LDP ein. Er wurde 1948 Fachprüfer für Bilanzbuchhaltung. Ein späteres Studium der Wirtschaftswissenschaften schloss er als Diplom-Wirtschaftler ab. Speer wurde 1952 Stadtrat für Arbeit und Sozialwesen in Riesa, war dann stellvertretender Vorsitzender des LDPD-Kreisvorstandes Görlitz und bis 1955 stellvertretender Oberbürgermeister der Stadt Dresden. Von 1956 bis 1958 fungierte er als Sekretär des LDPD-Zentralvorstandes für „Westarbeit“. 1958 war er kurzzeitig Mitglied der Länderkammer der DDR. 1958/59 wirkte er als Vorsitzender des Bezirksvorstandes Dresden und war Mitglied des Politischen Ausschusses des Zentralvorstandes der LDPD.Aussprache der LDPD-Führung mit Walter Ulbricht. In: Neues Deutschland, 23. Juli 1960, S. 2. Gleichzeitig übte er die Funktion eines stellvertretenden Vorsitzenden des Rates des Bezirkes Dresden aus. Von 1963 bis 1967 war er Vorsitzender der Zentralen Revisionskommission der LDPD (Nachfolger von Horst Prescher). Anschließend war er stellvertretender Vorsitzender, später Mitglied des Sekretariats des LDPD-Bezirksvorstandes Karl-Marx-Stadt. Nach seiner hauptamtlichen Parteiarbeit war er Direktor des VEB Ingenieurbüro für Rationalisierung bzw. stellvertretender Fachdirektor und Leiter des Wissenschaftlich-Technischen-Zentrums des VEB Dienstleistungskombinat Karl-Marx-Stadt.
Literatur Gerd-Rüdiger Stephan, Andreas Herbst, Christine Krauss, Daniel Küchenmeister (Hrsg.): Die Parteien und Organisationen der DDR : Ein Handbuch, Karl Dietz Verlag Berlin 2002, ISBN 3-320-01988-0. S. 1093.
Einzelnachweise
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