Die Saison 2016/17 der Österreichischen Eishockeyliga begann am 15. September 2016. Die Vienna Capitals wurden am 7. April 2017 mit drei Sweeps gegen den HC TWK Innsbruck (Viertelfinale), HCB Südtirol (Halbfinale) und den EC KAC im Finale zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte österreichischer Meister.

Im Vorfeld Teilnehmende Mannschaften

Wie in den Jahren zuvor gab es wieder sehr früh Berichte um eine mögliche Erweiterung der Liga. Bereits im Jänner 2016 wurde bekannt, dass der italienische Club SV Ritten um Aufnahme angesucht hatte. Daneben wurden fünf weitere Beitrittskandidaten bekannt. Mit dem MAC Budapest und DVTK Jegesmedvék kamen zwei weitere ungarische Vertreter ins Spiel. Hinzu kam der Kapfenberger Club KSV Eishockey, der bis dato in der Inter-National-League (INL) und damit der zweithöchsten Spielklasse aktiv gewesen war. Zwei weitere Vereine wollten vorerst ungenannt bleiben,, Bericht auf hockey-news.info vom 16. Jänner 2016 jedoch wurde wenig später bekannt, dass es sich dabei um den HC Pustertal und Hockey Milano Rossoblu handelte.Weitere Vereine aus Italien wollen in die EBEL, Bericht auf hockeyfans.at vom 20. Jänner 2016

Nachdem die Kapfenberger ihren Antrag zurückgezogen hattenKapfenberg zieht EBEL-Bewerbung wieder zurück, Bericht auf hockeyfans.at vom 8. März 2016 und Miskolci JJSE in die slowakische Extraliga aufgenommen worden war, verblieben bis April nur zwei Beitrittskandidaten: der slowenische Verein HDD Jesenice (Nachfolger des HK Jesenice, der zwischen 2006 und 2012 bereits in der EBEL aktiv war) und MAC Budapest. Da parallel hierzu die Pläne um eine mögliche EBEL2 konkreter wurden, in welcher die Clubs der italienischen Serie A mit jenen der INL zusammengelegt werden sollten, gab es keine weiteren Bewerber aus Italien.Nur noch zwei Teams im EBEL-Rennen, Bericht auf hockeyfans.at vom 5. April 2016Ligachef schließt EBEL2 nicht mehr aus, Bericht auf hockeyfans.at vom 18. Februar 2016

Im April 2016 wurde schließlich bekannt, dass unabhängig von der endgültigen Lösung und vor dem Hintergrund der anhaltenden finanziellen Probleme des HDD Olimpija Ljubljana in jedem Fall nur zwölf und keinesfalls vierzehn Mannschaften an der Spielzeit teilnehmen würden., Bericht auf hockey-news.info vom 13. April 2016 Das wurde Ende Mai bestätigt. Der HDD Olimpija Ljubljana verblieb unter der Auflage in der Liga, alle offenen Gehälter aus der Vorsaison bis 15. Juni auszuzahlen. Ansonsten wollte sich die Liga vorbehalten, den MAC Budapest zur Teilnahme einzuladen, was letztlich jedoch nicht geschah.Mit Auflagen – Laibach bleibt in der Liga, vorerst keine Erweiterung, Bericht auf hockeyfans.at vom 17. Mai 2016 Das Teilnehmerfeld blieb damit unverändert.

Mannschaft Vorjahresplatzierung Heimarena Kapazität EC Red Bull Salzburg Meister Volksgarten-Arena 3.500 Orli Znojmo Vizemeister Hostan Arena 5.500 EHC Liwest Linz Halbfinal-Out KeineSorgenEisarena 4.863 EC VSV Halbfinal-Out Stadthalle Villach 4.500 Vienna Capitals Viertelfinal-Out Albert-Schultz-Halle 7.022 HC Bozen Viertelfinal-Out Eiswelle 7.000 EC Dornbirn Viertelfinal-Out Messestadion Dornbirn 4.270 EC KAC Viertelfinal-Out Eissportzentrum Klagenfurt 5.088 HC Innsbruck Rang 9 Tiroler Wasserkraft Arena 3.200 Sapa Fehérvár AV19 Rang 10 Eishalle Székesfehérvár 3.500 Graz 99ers Rang 11 Eisstadion Graz-Liebenau 4.050 HDD Olimpija Ljubljana Rang 12 Hala Tivoli 5.000

Trainer Mehrere Mannschaften trennten sich Ende der Vorsaison von ihren Trainern. Bei den Vienna Capitals beendete Jim Boni sein Engagement, Bericht auf hockey-news.info vom 7. März 2016, während beim EC KAC Alexander Mellitzer wieder in den Nachwuchsbereich des Clubs zurückkehrte, Bericht auf hockey-news.info vom 24. März 2016. Kurz nach Ende der Saison wurde der Belgier Mike Pellegrims als neuer Headcoach verpflichtet. Der HC Innsbruck verpflichtete bereits im Februar Rob Pallin als neuen Headcoach, der zuvor bei Sapa Fehérvár AV19 aktiv gewesen war. Bei Meister Salzburg beendet Dan Ratushny sein Engagement und wechselte stattdessen zum HC Lausanne in die Schweiz.Dan Ratushny verlässt Meister Salzburg, Bericht auf hockeyfans.at vom 26. April 2016 Am 25. Mai 2016 wurde Greg Poss als neuer Chefcoach vermeldet. Bei einigen anderen Clubs sind bis dato (Stand: 3. Juni 2016) keine Entscheidungen bekanntgegeben worden. Bei Székesfehérvár bat Headcoach Tyler Dietrich im August 2016 um vorzeitige Vertragsauflösung, um eine besser dotierte Stelle im kanadischen Verband annehmen zu können; er wurde durch Benoît Laporte ersetzt.Székesfehérvár hat einen neuen Trainer, Bericht auf hockeyfans.at vom 25. August 2016

Der erste Trainerwechsel während der laufenden Saison fand bei den Graz 99ers statt, wo Ivo Jan und sein Co-Trainer Teppo Kivelä Mitte Dezember nach zehn Niederlagen aus den elf vorangegangenen Spielen ausgetauscht wurden. Als Ersatz wurde Doug Mason verpflichtet, der ein Jahr zuvor beim EC KAC durch Alexander Mellitzer ersetzt worden war., Bericht auf hocke-ynews.info vom 15. Dezember 2016 Kurz vor Silvester feuerte Orli Znojmo Jiří Režnar und ersetzte ihn durch Roman Šimíček.Vizemeister Znojmo feuert seinen Trainer, Bericht auf hockeyfans.at vom 29. Dezember 2016

Mannschaft Trainer Anmerkungen EC Red Bull Salzburg Greg PossGreg Poss neuer Head-Coach der Red Bulls Salzburg, Bericht auf ecrbs.redbulls.com vom 25. Mai 2016 Seit Mai 2016 Vienna Capitals Serge AubinSerge Aubin ist neuer Caps-Headcoach, Bericht auf vienna-capitals.at vom 7. Juni 2016 Seit Juni 2016 EHC Liwest Linz Rob Daum Seit Sommer 2011 EC KAC Mike PellegrimsMike Pellegrims neuer Head Coach des EC KAC, Bericht auf kac.at vom 29. April 2016 Seit April 2016 Orli Znojmo Jiří Režnar Roman Šimíček Sommer 2013 bis Dezember 2016Seit Dezember 2016 Sapa Fehérvár AV19 Benoît Laporte Seit August 2016 EC VSV Greg Holst Seit November 2015 HC Bozen Tom Pokel Seit August 2015 Graz 99ers Ivo Jan Doug Mason Oktober 2015 bis Dezember 2016Seit Dezember 2016 EC Dornbirn Dave MacQueen Seit Juni 2012 HC Innsbruck Rob PallinRob Pallin neuer Headcoach in Innsbruck, Bericht auf hockeyfans.at vom 19. Februar 2016 Seit Februar 2016 HDD Olimpija Ljubljana Bojan ZajcNeuigkeiten bei Olimpija Ljubljana, Bericht auf eishockey-online.com vom 27. Juni 2016 Seit Juni 2016

Modus Der Modus blieb verglichen zu den Vorjahren unverändert. Die Mannschaften spielten zunächst eine doppelte Hin- und Rückrunde (44 Spiele), ehe das Teilnehmerfeld in zwei Gruppen geteilt wurde. Die sechs bestplatzierten Mannschaften spielten in einer einfachen Hin- und Rückrunde das Heimrecht für die Playoffs (Top vier) bzw. das Wahlrecht ihres Viertelfinalgegners (Top drei) aus, während die übrigen sechs Teams in der Hoffnungsrunde um die verbliebenen beiden Playoff-Plätze spielten. Die Playoffs wurden anschließend als Viertelfinale, Halbfinale und Finale in jeweils einer Best-of-seven-Serie ausgetragen.

Nachwuchsligen Die folgenden supranationalen Nachwuchsligen werden wie in den früheren Jahren von der Erste Bank Eishockey Liga organisiert: Liga Vorjahresmeister Saisonstart Teilnehmer U20 Erste Bank Young Stars League EC Red Bull Salzburg 4. September 2016 18 U18 Erste Bank Juniors League SAPA Fehérvár AV19 3. September 2016 15

Saisonvorbereitung Wie in den vorangegangenen Saisonen bildete auch in diesem Jahr die Champions Hockey League das wichtigste Turnier zur Saisonvorbereitung. Aus der EBEL waren hierfür der amtierende Meister EC Red Bull Salzburg, Vizemeister Orli Znojmo, sowie die Vienna Capitals und der EHC Linz qualifiziert. Darüber hinaus bestritten die Mannschaften eine Reihe von Clubturnieren.

Anmerkung: EBEL-Mannschaften sind fett dargestellt.

Turnier Teilnehmer Ergebnisse Vinschgau-Cup12. bis 14. August 2016, Bericht auf der Homepage des EHC Linz EHC LinzERC Ingolstadt (DEL)SCL Tigers (NLA) 1. ERC Ingolstadt (2 Siege)2. SCL Tigers (1 Sieg)3. EHC Linz (0 Siege)ERC Ingolstadt gewinnt Vinschgau-Cup, Bericht auf hockeyweb.de vom 15. August 2016, Bericht auf vinschgerwind.it vom 23. August 2016 Rudi Hiti-Cup10. bis 13. August 2016, Bericht auf der Homepage der Stavanger Oilers (auf Norwegisch) Vienna CapitalsGraz 99ersStavanger Oilers (GET-ligaen)Rapaces de Gap (Ligue Magnus) 1. Stavanger Oilers (2 Siege)2. Vienna Capitals (1 Sieg)3. Graz 99ers (1 Sieg)4. Rapaces de Gap (0 Siege) Dolomiten-Cup12. bis 14. August 2016 auf www.dolomitencup.com EC KACAugsburger Panther (DEL)Nürnberg Ice Tigers (DEL)HC Kometa Brno (Tipsport Extraliga) 1. Augsburger Panther2. Thomas Sabo Ice Tigers3. EC KAC4. HC Kometa Brno

Grunddurchgang Hauptrunde Der Grunddurchgang der Saison begann am 15. September 2016 mit der Begegnung zwischen den Vienna Capitals und dem EHC Linz, die gleichzeitig das erste durch den Pay-TV-Sender Sky Österreich übertragene Spiel seit der Saison 2009/10 war. Der Sender hatte mit Saisonbeginn und gemeinsam mit dem ServusTV die TV-Verwertung der Spiele übernommen.

In den folgenden Wochen entwickelte sich an der Tabellenspitze ein Dreikampf zwischen den Vienna Capitals, dem EHC Linz und dem EC Red Bull Salzburg, den letzten Endes erstere für sich entscheiden konnten. Im Mittelfeld konnten sich der HC Bozen und der HC Innsbruck behaupten. Die Graz 99ers fielen etwa zur Mitte der Hauptrunde aufgrund einer Niederlagenserie in der Tabelle zurück, was schließlich zur Entlassung des Cheftrainers Ivo Jan führte. Auch der VSV hatte nicht zuletzt aufgrund vieler Verletzter große Probleme und rutschte trotz einer guten Phase zur Saisonmitte aus den Top sechs. Umgekehrt gelang es dem EC KAC, sich rechtzeitig zum Ende der Hauptrunde auch dank einer 13 Spiele andauernden Siegesserie in der oberen Tabellenhälfte zu platzieren.

Der Vorjahres-Vizemeister Orli Znojmo konnte nicht an den Erfolg anschließen und verlor rasch den Anschluss an die vorderen Plätze. Zwar verbesserten sich die Leistung nach der Rückkehr einiger Spieler (unter anderem verstärkte Topscorer Colton Yellow Horn die Mannschaft wieder, nachdem er im Sommer zum HC Plzeň gewechselt war), aber dies änderte nichts mehr am Tabellenrang.

Ebenfalls Probleme hatte der EC Dornbirn, bei dem sich über einen Großteil der Saison praktisch die gesamte Defensive aus Legionären und aufgrund von Verletzungen aus zum Teil nur fünf Spielern zusammensetzteBernd Freimüller checkt die Qualification Round, Bericht auf laola1.at vom 20. Jänner 2017. Darüber hinaus konnte Torhüter Florian Hardy nicht an seine Leistungen der Vorsaison anschließen, sodass die Mannschaft regelmäßig eine hohe Zahl an Gegentreffern hinnehmen musste.

Auch Sapa Fehérvár AV19 verblieb die meiste Zeit über im hinteren Tabellendrittel und konnte nur wenige Akzente setzen. Erwartungsgemäß am Tabellenende fand sich der HDD Olimpija Ljubljana, wo es weiterhin gravierende Probleme mit Budget und Schulden gab, sodass erneut viele Spieler die Mannschaft aufgrund ausstehender Gehaltszahlungen während der laufenden Saison verließen.

Kreuztabelle