Medizin mit Herz, vormals Medizin ohne Grenzen, ist ein Verein mit Sitz in Hennef. Er wird vom Verfassungsschutz NRW als extremistischer salafistischer Verein eingestuft und beobachtet. Der Verfassungsschutz Berlin stellt ihn in eine Reihe mit u. a. Ansaar International und Helfen in Not als „Hilfsvereine mit salafistischer Ausrichtung“.
Aktivitäten Der Verein wurde 2013 unter dem Namen Medizin ohne Grenzen gegründet und später in Medizin mit Herz umbenannt.
Im September 2015 führten Mitglieder des Vereins für 150 Flüchtlingskinder und deren Eltern aus der landeseigenen Erstaufnahmeeinrichtung in Köln-Chorweiler einen Tagesausflug in ein Kinderspielland durch, bei dem die Asylsuchenden gedrängt worden seien, am Deutschunterricht in vereinseigenen Einrichtungen von "Medizin mit Herz" teilzunehmen. Später tauchten Videoaufnahmen der Aktion im Internet auf. Nachdem den Betreibern der Unterkunft, der Johanniter-Unfall-Hilfe, dieser Umstand auffiel, stellten sie sofort die Zusammenarbeit mit den Personen ein.
Auf eine Kleine Anfrage der CDU Opposition zum Umgang mit salafistischen Vereinen in NRW erklärte Landesinnenminister Ralf Jäger: Landtag NRW. Drucksache 16/7654. Antwort auf eine Anfrage des CDU-MdL Serap Güler: "Umstrittene Helfer"
Der Leiter der Verfassungsschutzes Nordrhein-Westfalen Burkhard Freier sagte im Oktober 2015 über die Organisation: „Dieser Verein ist eine überregionale extremistisch-salafistische Organisation in NRW. Sein Ziel ist es, über die vermeintlich humanitäre Hilfe, vor allem jüngere Menschen für eine extremistische Ideologie zu gewinnen. Letztlich ist das eine der Ursachen für Ausreisen nach Syrien. Der Verein will die Flüchtlinge von unseren demokratischen Grundwerten entfernen. Und das ist verfassungsfeindlich. Ein zweites Ziel ist es, Sach- und Geldspenden für Organisationen in Syrien zu sammeln.“
Publikationen über den Verein
Einzelnachweise
Kategorie:Islamistische Organisation Kategorie:Vereinsgründung 2013