Der Rosenbauchfink (Passerina rositae) ist eine in Mexiko vorkommende Singvogelart aus der Familie der Kardinäle (Cardinalidae).
Beschreibung Aussehen mini|Männchen und Weibchen Adulte Rosenbauchfinken erreichen eine Länge von 13,5 bis 14,5 Zentimetern und ein Gewicht von 19,5 bis 20,5 Gramm.D. Brewer: Rose-bellied Bunting (Passerina rositae). In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, E. de Juana (Hrsg.): Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Edicions, Barcelona 2016. (hbw.com abgerufen am 12. April 2016). Zwischen den Geschlechtern besteht ein deutlicher Sexualdimorphismus. Bei den Männchen haben der Kopf, die Kehle, die Wangen und der Nacken eine kräftig blaue Farbe. Der Rücken, die Schultern, die Flügelfedern und die Steuerfedern sind etwas heller blau gefärbt. Das Brustgefieder ist blau und mit einer rötlichen Marmorierung versehen, der Bauch hat eine lachsrote Farbe. Die Weibchen sind am Kopf und der Oberseite graubraun gefärbt. Die Flügelfedern sind matt braun, teilweise hellbraun eingefasst. Kehle, Brust und Bauch sind hell rötlich braun gefärbt. Bei beiden Geschlechtern ist der Oberschnabel schwärzlich, der Unterschnabel blass graublau. Die Füße haben eine bleigraue Farbe. Der Augenring ist weiß und in zwei Halbkreise geteilt, die Iris ist schwarzbraun.
Lautäußerungen Der Gesang der Männchen der Rosenbauchfinken besteht aus einer Abfolge leicht verschwommener und wellenförmig vorgetragener Noten, die die Töne „plik“ oder „plek“ enthalten.
Verbreitung und Lebensraum mini|Verbreitungsgebiet Das Verbreitungsgebiet des Rosenbauchfinken erstreckt sich über ein Gebiet vom Osten des mexikanischen Bundesstaats Oaxaca bis in den Westen von Chiapas. Er lebt in trockenen Dornen- und Laubwäldern, zuweilen auch in sumpfigem Gelände in Höhenlagen zwischen 180 und 800 Metern.
Lebensweise Über die Ernährung der Vögel gibt es zurzeit keine Angaben. Auch über das Brutverhalten ist wenig bekannt. Das tassenförmige Nest wird aus vertrockneten Blättern sowie zerkleinerter Rinde gefertigt und mit feinen Gräsern ausgepolstert. Der Außendurchmesser beträgt 10 bis 12, der Innendurchmesser 4,0 bis 5,5 Zentimeter. Es werden drei bis vier Eier gelegt, die eine weißliche oder hellblaue Farbe haben und einige kleine rotbraune Flecke besitzen.
Gefährdung und Schutz Der Rosenbauchfink wird aufgrund seines kleinen Verbreitungsgebiets und dem teilweisen Verlust seines Lebensraums von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als Datei:NT IUCN 3 1.svg „Near Threatened = potentiell gefährdet“ klassifiziert.[ IUCN Red List] Die Gesamtindividuenzahl wird auf weniger als 50.000 Tiere geschätzt.
Etymologie und Forschungsgeschichte George Newbold Lawrence beschrieb den Rosenbauchfink als Cyanospiza rositae. Das Typusexemplar mit einer Beschreibung bekam er von Adrien Louis Jean François Sumichrast (1829–1882) und stammte aus Tehuantepec.George Newbold Lawrence, S. 397. Schon 1816 hatte Louis Pierre Vieillot die neue Gattung Passerina für den Indigofink (Passerina cyanea , 1766) eingeführt, der auch später der Rosenbauchfink zugeordnet wurde.Louis Pierre Vieillot, S. 30. »Passerinus« ist das lateinische Wort für »Sperlingsähnlich«.James A. Jobling, S. 294. Das Artepitheton »rositae« ist Rosita Sumichrast, der Frau des Entdeckers gewidmet.
Literatur Josep del Hoyo, Andrew Elliott, David A. Christie: Handbook of the Birds of the World, Tanagers to New World Blackbirds. Band 16, Lynx Edicions, 2011, ISBN 978-84-96553-78-1.
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Kardinäle