mini|Andrzej Klamt, 2012 Andrzej Klamt (* 8. Oktober 1964 in Bytom, Polen) ist ein polnisch-deutscher Dokumentarfilmer.

Leben Als 15-Jähriger siedelte Klamt 1979 mit seinen Eltern in die Bundesrepublik um. Nach dem Abitur studierte er von 1985 bis 1990 Filmwissenschaft und Slavistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. 1989 verbrachte er ein Studienjahr in der UdSSR (Moskau/Nowosibirsk).

Seit 1990 lebt und arbeitet Andrzej Klamt in Wiesbaden als freier Autor und Regisseur im Dokumentarfilmbereich. 1994 gründete er die „Halbtotal Filmproduktion“ in Wiesbaden.

Von 1995 bis 2013 schrieb und produzierte Klamt als freier Autor Beiträge für die TV-Magazine „Kulturzeit“, „Aspekte“ und „Foyer“.

Von 2006 bis 2007 übernahm Klamt einen Lehrauftrag im Fachbereich Film-Gestaltung an der FH Wiesbaden. 2007 bis 2009 erhielt Klamt das „Grenzgänger“-Stipendiat der Robert-Bosch-Stiftung.

Filmografie (Auswahl) 1993: Baldajew – Zeichner des GULagDancik S. Baldajew: In: Baldajew *1925 – Der Gulag in Zeichnungen, 1992. Mit Video-Anfang, 4 Minuten. Auf Detopia.de, abgerufen am 30. September 2020. 1996: Der strahlende Sarg 1998: Pelym 2000: „… Verzeihung, ich lebe“ 2001: Tanz der Feuerräder – Das ukrainische poetische Kino des Juri IIjenko 2004: Wer bin ich? Schlesische Lebensläufe 2004: Carpatia 2003–07: Theaterlandschaften Stuttgart/Wiesbaden/München u. a. 2007: Das gelobte Land – Ein sibirisches Utopia 2007: Spurlos verschwunden 2007: Theaterlandschaften spezial „Dreiländereck“ 2009: In fremder Haut 2009: Für Danzig sterben? 2011: Momente der Geschichte 2011: Die geteilte Klasse 2012: Bis zum Tod und weiter 2013: Kampf ums Überleben – Polen unter deutscher Besatzung 2014: Das Glück des abchasischen Hirten 2014: Mörder unter uns – Fritz Bauers einsamer Kampf 2014: Gloria und Exodus – Die Geschichte des schlesischen Adels 2014: Zweiter Weltkrieg 2015: Anne Frank und Kinder des Krieges 2015: LIMIT SOS 2016: mit Zofia Kunert und Gordian Maugg: Die Deutschen und die Polen – Geschichte einer NachbarschaftDie Deutschen und die Polen – Geschichte einer Nachbarschaft. Eine Filmreihe von Andrzej Klamt, Zofia Kunert und Gordian Maugg. 2016. Auf Halbtotalfilm.de, abgerufen am 30. September 2020. 2018: Kulturrevolution auf polnisch 2020: Blackbox Syrien – Der schmutzige Krieg 2020: Der Kniefall von Warschau 2022: Zurück in die Ukraine – Die Heimkehr des Fotografen Juri Kosin 2023: Kunstfront – Ukrainische Kulturschaffende im Ausnahmezustand

Preise und Auszeichnungen Für „LIMIT SOS“ lobende Erwähnung LICHTER FILMFEST 2015 Prädikat FBW „wertvoll“

Für „Die geteilte Klasse“ Spezialpreis des Neiße-Film Festivals 2012 Teilnahme an der 7. Berlin Biennale 2012

Für „Für Danzig sterben?“ Nominierung für den Deutsch-Polnischen Journalistenpreis 2010

Für „Theater im Dreiländereck D/PL/CZ“ Deutsch-Polnischer Journalistenpreis 2008 Kategorie Fernsehen

Für „Carpatia“ „Cinemambiente 2004“ Hauptpreis, Torino, Italien „Bester Film“ Festival dos Festivais, 2006 Goias/Brasilien Prädikat FBW „Besonders wertvoll“ Nominierung „Beste Kamera“ – Deutscher Kamerapreis 2005 Nominierung „Bester Schnitt“ – Schnitt Preis 2005 (Festivalteilnahme: u. a. Nyon, Wien, Barcelona, Oslo, Kopenhagen, San Francisco)

Für „… Verzeihung, ich lebe“ „Hessischer Filmpreis 2000“ „Dokumentarfilm des Jahres 2000“ epd film (Jury der evangelischen Filmarbeit) (Festivalteilnahme an der Berlinale, Kasseler DokFest, Filmfest Melbourne)

Für „PELYM“ „Preis für den besonderen Dokumentarfilm“ bei dem Internationalen Dokumentarfilmfestival in München 1998 arte Filmpreis für den besten deutschen Dokumentarfilm des Jahres 1998, Duisburger Filmwoche (Festivalteilnahme an der Berlinale, IDFA Amsterdam, Oslo, Taipei, IDFF München)

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Einzelnachweise

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