mini|Nikolai Alexandrowitsch Bestuschew anno 1835: Iwan Alexandrowitsch Annenkow mini|Anno 1829: Zelle im Ostrog Tschita: Iwan Annenkow ganz links im Bild, auf dem Bett liegend Iwan Alexandrowitsch Annenkow (, wiss. Transliteration ; *  in Moskau; † in Nischni Nowgorod) war ein russischer Leutnant und Dekabrist.

Leben Der Vater, Staatsratruss. Статский советник Alexander Nikanorowitsch Annenkowruss. Александр Никанорович Анненковruss. Eintrag bei ru.rodovid.org († 1803), entstammte dem russischen Adelsgeschlecht der Annenkowsruss. Adelsgeschlecht der Annenkows. Die Mutter Anna Iwanowna Jakobiruss. Анна Ивановна Якобий († 1842) war die Tochter des Irkutsker Generalgouverneurs Iwan Warfolomejewitsch Jakobiruss. Якоби, Иван Варфоломеевич.

Leutnant Bereits als Kleinstkind verlor Iwan den Vater. Der Junge wuchs im Haus der Mutterruss. das Haus der Annenkows in Moskau in der Moskauer Petrowka-Straßeruss. Petrowka-Straße, Ecke Kusnezker Brückeruss. die Straße Kusnezker Brücke auf. Die Mutter ließ Iwan von Hauslehrern erziehen. 1817 schrieb er sich an der Universität Moskau ein, brach die Studien aber 1819 ab und schlug die militärische Laufbahn ein: Der Junker in der Chevaliergarde wurde Kornett und diente ab 13. März 1823 als Leutnant. In seinem Freundeskreis verkehrten die künftigen Dekabristen Pjotr Nikolajewitsch Swistunowruss. Свистунов, Пётр Николаевич, Fjodor Fjodorowitsch Wadkowskiruss. Вадковский, Фёдор Фёдорович und Alexander Michailowitsch Murawjowruss. Муравьёв, Александр Михайлович.

Dekabrist Iwan trat 1824 in Sankt Petersburg Pawel Pestels Geheimen Südbund der Dekabristenruss. Südbund bei und begeisterte sich für die Russkaja prawdaruss. Русская правда (Пестель), die Verfassung des Südbundes. Er war am 14. Dezember 1825 während des Aufstandes der Offiziere auf der dem Sankt Petersburger Senatsplatz gegenüberliegenden Seite präsent, wurde dafür noch im selben Jahr in die Festung Wiborg eingekerkert, darauf in die Peter-und-Paul-Festung verlegt und am 10. Dezember 1826 für zwanzig Jahre zur Zwangsarbeit nach Sibirien deportiert. Einflussreiche Verwandte erreichten die Reduktion der Strafe auf fünfzehn Jahre. Am 28. Januar 1827 kam Iwan Annenkow im Ostrog Tschitaruss. Читинский острог an. Ein Jahr darauf folgte ihm seine Braut Pauline Gueble freiwillig in die Verbannung. Das Paar ließ sich am 4. April in der Tschitaer Kirche trauen. Die nächste Station auf dem Leidensweg der beiden Annenkows war im September 1830 die Katorga Peter-Hütte. Im Dezember 1835 hatte die Haft eine Ende. Die Familie Iwan Annenkow wurde im Dorf Belskojeruss. Бельское im Gouvernement Irkutsk und dann in Turinsk zwangsangesiedelt. Dem Antrag der Mutter Iwans auf Übernahme des Sohnes in den Turinsker Öffentlichen Dienst wurde im September 1839 entsprochen. Es ging nun aufwärts. Ab Juni 1841 war Iwan Annenkow in der Verwaltung des Gouvernements Tobolsk für die Öffentliche Wohlfahrt und die Verschickung von Verbannten zuständig.

Nach der Amnestie anno 1856 durfte die Familie wieder im europäischen Teil Russlands wohnen. Sankt Petersburg und Moskau waren als Wohnorte untersagt. Die Annenkows entschieden sich für Nischni Nowgorod. Der dortige Gouverneur beschäftigte Iwan Annenkow als seinen Mitarbeiter für Sonderaufgaben. Im April 1861 wurde Iwan Annenkow mit einer Silbermedaille für „Verdienste bei der Bauernbefreiung“ geehrt. In den reichlich zwanzig Jahren seines Lebens und Wirkens in Nischni Nowgorod stand Iwan Annenkow verschiedenen Körperschaften des dortigen Adels vor. 1868 wurde er zum Friedensrichter gewählt.

Iwan Annenkow wurde an der Seite seiner Ehefrau auf dem Nischni Nowgoroder Heiligkreuz-Friedhof beerdigt. 1953 wurden beider sterbliche Überreste auf den dortigen Bugrowskoer Friedhofruss. Красное кладбище überführt.

Familie Die Ehe mit Pauline, so stimmen die Beobachter überein, soll glücklich gewesen sein. Das Paar hatte sieben Kinder: Alexandra (1826–1880) Anna (1829–1833) Olga (1830–1891) Wladimir (1831–1897) Iwan (1835–1876) Nikolai (1838–1873) Natalja (1842–1894) Geschwister Bruder: Grigori, starb 1824 bei einem Duell Schwester: Maria

Weblinks Wikisource: ЭСБЕ/Анненков, Иван Александрович (russisch)

Eintrag bei hrono.ru/biograf (russisch) Eintrag bei dic.academic.ru (russisch) Artikel bei ptiburdukov.ru (russisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Dekabristen Kategorie:Militärperson (Russisches Kaiserreich) Kategorie:Russe Kategorie:Adliger (Russland) Kategorie:Geboren 1802 Kategorie:Gestorben 1878 Kategorie:Mann