Kirsten Walther (* 31. August 1933 in Kopenhagen; † 19. Februar 1987 in Holte, Rudersdal Kommune) war eine dänische Schauspielerin.

Leben Kirsten Walther war die Tochter des Offiziers Christian Thomas Walther (1892–1956) und seiner Frau Esta Frederikke Thomsen (1903–1975). Schon früh entdeckte sie ihr komödiantisches Talent und die Leidenschaft zum Theater und studierte nach dem Besuch des Christianshavns Gymnasiums von 1953 bis 1956 an der Privatteatrenes elevskole, der Schauspielschule des Neuen Theaters Kopenhagen. Nach einem ersten Filmauftritt 1956 wurde sie 1957 durch ihre Rolle als Tjenestepige in Annelise Reenbergs Film Tre piger fra Jylland bekannt. Obwohl sie in fast drei Jahrzehnten in vielen Kinofilmen und in zwei Fernsehserien, Huset på Christianshavn (Oh, diese Mieter!, 1970–1977) und Smuglerne (1970) mitwirkte, blieb sie dem Theater – und insbesondere dem Kopenhagener ABC Teatret – immer treu. Kirsten Walther wirkte als Schauspielerin vor der Kamera von 1956 bis zum Jahr 1984 in über 70 Film-und-Fernsehproduktionen mit. Gelegentlich war sie auch als Synchronsprecherin für Zeichentrickfilme tätig.

Beliebt und besonders in der DDR bekannt wurde Kirsten Walther an der Seite von Ove Sprogøe, Morten Grunwald und Poul Bundgaard in der dänischen Filmreihe Die Olsenbande, die unter der Regie von Erik Balling entstand. Hier spielte sie von 1968 bis 1981 in 13 von insgesamt 14 Filmen die Rolle der Yvonne Jensen, der etwas naiven und stets nörgelnden Ehefrau des Kleinganoven Kjeld, die im Laufe der Filmreihe immer mehr zur weiblichen Hauptrolle wurde.

Im Jahr 1984 zog sie sich vom Schauspiel zurück, um sich ganz ihrer Familie widmen zu können. Am 19. Februar 1987 starb Kirsten Walther plötzlich und unerwartet in ihrem Haus in Holte im Alter von 53 Jahren an einem Herzinfarkt, der durch einen Thrombus verursacht wurde. Ihre Grabstätte befindet sich auf dem Vedbæk-Kirkegård im Norden von Kopenhagen. Neben ihrem Grab wurde der im Jahr 2018 verstorbene Morten Grunwald beigesetzt. Nach Walthers Tod schien es zunächst unmöglich die Olsenbande-Reihe fortzusetzen. Erst im Jahr 1998 wurde der letzte Teil dieser beliebten Reihe schließlich ohne sie gedreht.

Kirsten Walther war seit dem 26. September 1959 mit dem Regisseur und Produzenten Palle Ruben Wolfsberg (1931–2019)https://danskefilm.dk/skuespiller.php?id=4724 verheiratet. Beide hatten ab 1966 einen Adoptivsohn namens Ole (1964–2007), der gebürtig aus Grönland stammte.

mini|Kirsten Walthers Weg in Valby

Im südlichen Teil des Kopenhagener Stadtteils Valby wurde in einem 2006 neu erschlossenen Viertel am 1. Mai 2013 der „Kirsten Walthers Vej“ (Kirsten Walther Weg) nach der Schauspielerin benannt.

Filmografie (Auswahl) 1957: Tre piger fra Jylland 1959: Sjove år 1960: Frihedens pris 1961: Ullabella 1964: Paradis retur 1964: Selvmordsskolen 1965: Landmandsliv 1967: Die Ferien meiner Frau (Min kones ferie) 1968: Die Olsenbande 1968: I den grønne skov 1968: Det var en lørdag aften 1969: Die Olsenbande in der Klemme 1969: Helle for Lykke 1969: Mordskab 1969: Ta’ lidt solskin 1970–1977: Oh, diese Mieter (Huset på Christianshavn) (Fernsehserie, 70/84 Folgen) 1971: Die Olsenbande fährt nach Jütland 1971: Fine mand, Den 1971: Ballade på Christianshavn 1972: Die Olsenbande und ihr großer Coup 1972: Hotel Paradiso 1973: Die Olsenbande läuft Amok 1974: Der (voraussichtlich) letzte Streich der Olsenbande 1975: Die Olsenbande stellt die Weichen 1976: Die Olsenbande sieht rot 1976: Spøgelsestoget 1977: Die Olsenbande schlägt wieder zu 1978: Die Olsenbande steigt aufs Dach 1979: Liebe einen Sommer lang (Kärleks sommar) 1979: Die Olsenbande ergibt sich nie 1981: Die Olsenbande fliegt über die Planke 1981: Polledreng kommer hjem 1981: Die Olsenbande fliegt über alle Berge 1983: I Johannes verden 1984: Operatoren

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Einzelnachweise

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