Hugo-Eugen Schönherr, von 1917 bis 1919 Schönherr Edler von Schönleiten (* 28. Mai 1858 in Ried im Oberinntal; † 27. Dezember 1938 in Innsbruck) war ein österreichischer Generalmajor.

Leben

Herkunft Hugo-Eugen Schönherr war ein Sohn von Philipp Schönherr, welcher in Ried Straßenmeister war, und Maria, geb. Würzer.

Werdegang Hugo-Eugen Schönherr war ab 1. November 1880 als Kadett im 8. Bataillon der Landwehr-Fußtruppen. Als Kadet-Offiziers-Stellvertreter des niederösterreichischen Landwehr-Schützen-Bataillons St. Pölten Nr. 3 mit dem Rang vom 1. Mai 1883 wurde er beim Landesschützen-Bataillons Oberinnthal Nr. 3 zum Lieutnant befördert.

Am 1. November 1894 wurde er im Infanterie-Regiment 21 Hauptmann 2. Klasse. Drei Jahre später wurde er hier zum Hauptmann 1. Klasse befördert. In der Landwehr wurde er 1904 mit dem Militärverdienstkreuz ausgezeichnet. 1910 war er als Stabsoffizier für besondere Verwendung im Landes-Schützen-Regiment Innichen Nr. III. Ab April 1914 war er Kommandant des k.k. Landesschützen-Regiments „Innichen“ Nr. III, wo er bereits vorher gedient hatte und im Mai 1911 Oberstleutnant wurde, und wurde in dieser Position zum Oberst befördert. Im September 1914 gab er das Kommando ab. Im November 1914 übernahm er das k.k. Landesschützen-Regiments „Bozen“ Nr. II, blieb aber nur für einen Monat in dieser Kommandierung. 1915 wurde er Ritter III. Klasse des Ordens der Eisernen Krone, nachdem er bereits 1913 das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens erhalten hatte.

Hugo Schönherr wurde am 1. November 1917 innerhalb der k. u. k. Doppelmonarchie Österreich-Ungarns zum Generalmajor befördert und zugleich wegen seiner dreißig Dienstjahre auf Grundlage der Regelungen über den systemmäßigen Adel 1917 in den erblichen Adelsstand erhoben.Antonio Schmidt-Brentano: . In: Österreichisches Staatsarchiv, 2007, (PDF); Eintrag: Schönherr Edler von Schönleiten, Hugo, S. 167. Schönherrs Namenswahl fiel auf den Berg Schönleiten in der Südtiroler Nonsberggruppe, den er im Ersten Weltkrieg in den Isonzoschlachten erfolgreich verteidigen konnte.Kurzvideo mit D. Schönherr: 2008. Nach dem Untergang der österreichisch-ungarischen Monarchie ging der Familie Schönherr von Schönleiten mit dem Adelsaufhebungsgesetz 1919 die Nobilitierung verloren.

Familie Am 11. Jänner 1887 heiratete er in St. Pölten Maria Vitzhum (* 1867). Ihr Sohn war der spätere Generalleutnant der Wehrmacht Otto Schönherr und ihr Enkel war der spätere Schauspieler, Schriftsteller und Sprecher Dietmar Schönherr.

Einzelnachweise

Kategorie:Generalmajor (Österreich-Ungarn) Kategorie:Nobilitierter (Systemmäßiger Adel) Kategorie:Träger des Ordens der Eisernen Krone (III. Klasse) Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens (Ritter) Kategorie:Träger des Österreichischen Militärverdienstkreuzes Kategorie:Edler Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1858 Kategorie:Gestorben 1938 Kategorie:Mann