Die Burg Sasayama (, Sasayama-jō) befindet sich in der japanischen Stadt Sasayama, Präfektur Hyōgo. In der Edo-Zeit residierten dort zuletzt die Aoyama als kleinere Fudai-Daimyō.

Burgherren in der Edo-Zeit

Geschichte mini|links|Plan der Burg1: Hommaru2: Ni-no-maru3: San-no-maruRot: Burgturm-BasisOrange: ResidenzGrau: nicht mehr vorhanden Die Burg Sasayama wurde 1609 an der Vereinigung der Straßen aus den Landesteilen San’indō und San’yōdō nach Kyōto und Osaka angelegt. Katō Kiyomasa, Fukushima Masanori und weiteren 20 Daimyō aus 15 Provinzen wurden zum Bau herangezogen.

Erster Burgherr war Matsudaira (Matsui) Yasushige, wohl ein Sohn Tokugawa Ieyasus. Geplant wurde die Burg auf Ieyasus Anordnung von dem Kommissar für Bauten (, Fushin-bugyō) Ikeda Terumasa und dem Kommissar für Burganlagen (, Nawabari bugyō) Tōdō Takatora.

Die Anlage Der Burganlage entspricht dem Stil Tōdō Takatoras: ein klarer Aufbau, eine Mitte, umgeben von zentral auf einander folgenden Bereichen, getrennt durch Burggräben, so, wie man es bei der Burg Imabari und an anderen Orten sehen kann. Die hohen Mauern haben bis oben durchgehend denselben Anstieg, werden nicht steiler, zeigen also kein sogenanntes Kaeri (). Der innerste Bereich, das Tenshu-maru (), war durch spezielle Wachtürme (Yagura) als Langhaus-Bastionen (, Tamon-yagura) geschützt. An der Südost-Ecke befindet sich eine Basis für den Burgturm (, Tenshu) von 20 × 20 m. Dieser wurde jedoch nie gebaut, so dass dieser Bereich später in Hommaru () umbenannt wurde.

Das ursprüngliche Hommaru wurde später entsprechend Ni-no-maru () genannt. Hommaru und Ni-no-maru sind von einem gemeinsamen Graben umgeben. Das Haupttor (Mon), das Kurogane-Tor (, Kurogane-mon), befindet sich im Norden, ein weiterer Zugang, das Uzumi-Tor (, Uzumi-mon), im Süden des Ni-no-maru. Das ehemalige Ni-no-maru wurde zum San-no-maru (). Es ist von einem 40 m breiten Graben umgeben. Alle Mauern sind nur in der Nähe der Tore mit großen Steinen sorgfältig ausgeführt. Die anderen Mauerbereiche bestehen aus ziemlich regellos geschichteten Steinen.

Eine Besonderheit dieser Burg ist, dass alle drei äußeren Tore durch vorgebautem Wall und Graben als geschützter „Auslass für Pferde“ gebaut wurden, als Umadashi-Tore (, Umadashi-mon). Zwei von den drei Ausgängen haben sich bis heute erhalten.

Nach der Meiji-Restauration 1868 wurden die meisten Gebäude der Burg abgerissen. Überbaut wurde auch das Umadashi-Tor im Norden der Burg. Die erhaltene Residenz im Ni-no-maru, hier Daishoin () genannt, brannte 1944 ab. Das Gebäude wurde im Jahr 2000 wieder errichtet und dient als Museum. Der östliche Teil des San-no-maru wird heute von einer Schule genutzt, der andere Bereich ist öffentlicher Park. Im Hommaru befindet sich ein kleiner Schrein, in dem die Aoyama-Familie verehrt wird.

Bilder

Literatur Kato, Masafumi: Sasayama-jo in: Miura, Masayuki (Hrsg.): Shiro to jinya. Saikoku-hen. Gakken, 2006, ISBN 978-4-05-604379-2. Nishigaya, Yasuhiro (Hrsg.): Sasayama-jo. In: Nihon meijo zukan, Rikogaku-sha, 1993, ISBN 4-8445-3017-8.

Weblinks

Sasayama Kategorie:Bauwerk in der Präfektur Hyōgo Kategorie:Rekonstruiertes Bauwerk in Japan Kategorie:Erbaut in den 1600er Jahren Sasayama Kategorie:Sasayama