Xenia Stolz, auch Ksenia, geb. Atschkinadze, auch Aschkinadze oder Achkinadze, (* 14. Januar 1989 in Anapa, Russische SFSR, Sowjetunion) ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin, die sich auf den Weitsprung spezialisiert hatte. Sie trat auch bei Sprintwettbewerben an.

Berufsweg Ab 2009 nutzte Stolz die Duale Karriere der Sportfördergruppe der hessischen PolizeiUwe Marti: , vom 23. September 2015, abgerufen am 29. März 2016. und zog für ihre Ausbildung an der HfPV nach Wiesbaden. Sie ist Polizeikommissarin.

Sportliche Karriere Schon in Russland hatte Stolz mit Laufen und Springen begonnen und war im Alter von elf Jahren nach Deutschland gekommen.Achim Dreis: Weitspringerin Xenia Achkinadze startet bei Hallen-EM in Prag, 6. März 2015, abgerufen am 28. März 2016.

2008 wurde sie Deutsche Jugendvizemeisterin im Weitsprung und verpasste bei den U20-Weltmeisterschaften die Bronzemedaille um acht Zentimeter. In der Qualifikation hatte sie eine persönliche Bestleistung von 6,43 m aufgestellt, mit der sie im Finale Bronze erreicht hätte. Bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften errang sie Silber mit der Mannschaft.Bettina Schardt: , auf: eintracht-frankfurt.de, vom 31. August 2008, abgerufen am 29. März 2016.

2011 kehrte sie nach Erfolgen in Hessen und bei Hochschulmeisterschaften nach langer, verletzungsbedingter Weitsprungabstinenz erfolgreich in die Grube zurück und wurde mit 6,32 m Deutsche Hochschulmeisterin.Bettina Schardt: , auf: eintracht-frankfurt.de, vom 9. Februar 2011, abgerufen am 29. März 2016.

2012 sprang Stolz in der Karlsruher Europahalle mit 6,56 m zum deutschen Meistertitel.

2013 erzielte sie ihre Bestleistung von 6,66 m bereits im Mai, erreichte mit etwas zu viel Rückwind sogar 6,69 m, konnte auf Grund ständiger Verletzungen ihre Form aber nicht halten.Tammo Lotz: Xenia Achkinadze – Volle Kanne von Beginn an, Hallen-EM, auf: leichtathletik.de, 4. März 2015, abgerufen am 28. März 2016.

2014 lief nach eigener Aussage „einiges durcheinander und nicht optimal“, und der absolute Tiefpunkt war erreicht, als sie bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm beim Aufwärmen erfuhr, dass sie ohne einen Sprung die Heimreise antreten müsse, da sie von ihrem Trainer nicht ordnungsgemäß zum Wettkampf angemeldet worden war. Ihre Karriere drohte unvollendet auszulaufen, bis sie 2015 zum Wiesbadener LV wechselte.

2015 qualifizierte sich Stolz für die Teilnahme an der Halleneuropameisterschaften 2015 in Prag und stellte im Juli beim 22. TMP-Weitsprung-Meeting in Bad Langensalza mit einer persönlichen Bestleistung von 6,74 m einen neuen Hessenrekord im Weitsprung auf.

2016 verbesserte sie beim ISTAF indoor Berlin im Februar ihre persönliche Bestleistung in der Halle auf 6,63 m und nahm an der Hallenweltmeisterschaften 2016 in Portland (Oregon) teil.

2017 holte Stolz Bronze bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig. Mitte des Jahres ging sie in die Babypause.Pamela Ruprecht: Flash-News des Tages – Xenia Stolz erwartet ein Baby, Notizen, auf: leichtathletik.de, vom 17. Juni 2017, abgerufen am 31. Dezember 2019.

2018 meldete sich Stolz beim 1. Abendsportfest in Wiesbaden aus der Babypause zurück und hatte die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio zum Ziel.Lisa Marie Christ: Wiesbadens Weitsprungass Xenia Stolz will nach Babypause wieder angreifen, auf: wiesbadener-kurier.de, vom 7. Juli 2018, abgerufen am 31. Dezember 2019.Silke Bernhart: Flash-News des Tages – Sieg von Wester und Comeback von Stolz, Notizen, auf: leichtathletik.de, vom 23. August 2018, abgerufen am 31. Dezember 2019.

2019 startete sie nicht in der Hallensaison und kam bei den Deutschen Meisterschaften auf den 5. Platz. Kurz danach entschied der Beirat der Sportfördergruppe der hessischen Polizei Stolz nicht mehr zu fördern, woraufhin sie das Ende ihrer sportlichen Karriere erklärte, da es für sie nicht möglich sei neben dem Beruf Leistungssport zu betreiben.Silke Bernhart: Flash-News des Tages – Xenia Stolz vor Abschiedsspringen, Notizen, auf: leichtathletik.de, vom 8. August 2019, abgerufen am 31. Dezember 2019. Ende August 2019 gewann sie das Weitspringen der 37. Deutschen Polizeimeisterschaften.

Vereinszugehörigkeiten Stolz startete seit 2015 für den Wiesbadener LV.Lothar Schattner: Wechselkarussell der Leichtathleten, auf: hna.de, 26. Dezember 2014, abgerufen am 28. März 2016. Bis 2006 war sie beim ESV Jahn Treysa, von 2007 bis 2011 bei der LG Eintracht Frankfurt und von 2012 bis 2014 beim Sportclub Gelnhausen. Ihre Trainer waren Peter Rouhi, Harry Letzelter und Jürgen Sammert.

Trivia Seit Mai 2015 ist sie mit Manuel Stolz verheiratet. Mitte Juni 2017 gab Xenia Stolz bekannt, dass sie Nachwuchs erwarten.Pamela Ruprecht: , Notizen, vom 17. Juni 2017, abgerufen am 6. Februar 2018.

Erfolge national 2008: 4. Platz Deutsche Jugendhallenmeisterschaften

2008: Hessische Vizemeisterin

2008: Deutsche Jugendvizemeisterin

2008: 2. Platz Deutsche Mehrkampfmeisterschaften

2010: Hessische Hallenmeisterin (4 × 200 m)Arndt Götze: auf: eintracht-frankfurt.de, vom 18. Januar 2010, abgerufen am 5. April 2016.

2010: Deutsche Hochschulvizemeisterin (60 m)Arndt Götze: , auf: eintracht-frankfurt.de, vom 4. Februar 2010, abgerufen am 29. März 2016.

2011: Hessische Hallen-VizemeisterinJulia Nestle: Martin Günther startet mit 2,19 Metern, auf: leichtathletik.de, 16. Januar 2011, abgerufen am 30. März 2016.

2011: Deutsche Hallenhochschulmeisterin

2011: 6. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften

2011: 3. PlatzPetra Schenten: , auf: eintracht-frankfurt.de, vom 30. Mai 2011, abgerufen am 29. März 2016. Deutsche Hochschulmeisterschaften

2011: Hessische MeisterinBettina Schardt: , auf: eintracht-frankfurt.de, vom 20. Juni 2011, abgerufen am 30. März 2016. (100 m, Weitsprung)

2011: 3. Platz Deutsche Juniorenmeisterschaften

2012: Deutsche Hallenmeisterin 2012: 3. Platz Deutsche Meisterschaften 2014: Hessische Meisterin

2015: Deutsche Hallenvizemeisterin 2015: 6. Platz Deutsche Meisterschaften 2016: 4. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften 2016: 6. Platz Deutsche Meisterschaften 2017: 3. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften 2019: 5. Platz Deutsche Meisterschaften 2019: 1. Platz Deutsche Polizeimeisterschaft

international 2008: 4. Platz U20-Weltmeisterschaften 2016: 12. Platz Hallenweltmeisterschaften

Weblinks

Philipp Licht: Xenia Stolz bei der Hallen-WM, auf: wiesbadenerlv.de, vom 20. März 2016, abgerufen am 28. März 2016 Athletenportrait in HLV-Jahrbuch 2011

Einzelnachweise

Kategorie:Weitspringer (Deutschland) Kategorie:Teilnehmer an den World University Games (Deutschland) Kategorie:Teilnehmer der Sommer-Universiade 2013 Kategorie:Deutscher Meister (Leichtathletik) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1989 Kategorie:Frau