Radio Ostallgäu war ein Lokalradio im Sendebereich des Ostallgäus. Der Sendebetrieb wurde 2009 eingestellt. Der letzte Standort des Senders war in Kaufbeuren-Neugablonz, Wiesenstraße 20.

Geschichte Vor der Gründung von Radio Ostallgäu gab es in den 1980er Jahren für die Stadt Kaufbeuren zwei konkurrierende Radiosender: Radio Tele Allgäu (RTA) und die Neue Welle Ostallgäu (NWO).

1984 war es durch ein neues bayerisches Medienerprobungs- und entwicklungsgesetz (MEG) möglich, dass auch örtliche Kabelgesellschaften gegründet werden konnten. In Kaufbeuren fanden sich etwa 20 interessierte Bürger um den SPD-Politiker und Zahnarzt Helmut Simon zusammen, um den Grundstein für die Neue Welle Ostallgäu zu legen. Ab Februar 1986 sendete die NWO 24 Stunden täglich im Kabelnetz. Radio Tele Allgäu hingegen wurde von Kempten aus gegründet. Beide Radiosender waren außerhalb Münchens die ersten deutschen Privatradiosender.

Ab Dezember 1986 starteten die beiden konkurrierenden Radiosender dann eine Arbeitsgemeinschaft unter dem neuen Namen Radio Ostallgäu.

Zunächst hatte Radio Ostallgäu seine Studio- und Produktionsräume jahrelang in der Johannes-Haag-Str. 17 in Kaufbeuren, in einem inzwischen abgerissenen Gebäude. Betreiber des Senders war die Radio Ostallgäu Programmanbieter GmbH & Co. KG. In den 2000er Jahren lautete der Slogan "eine Region, ein Sender".

2008 wurde Radio Ostallgäu vom Lokalsender RSA gekauft. Daraufhin wurde ein Jahr unter dem Namen „RSA/Radio Ostallgäu“ gesendet. Im Jahr 2009 wurde das Mantelprogramm von RSA übernommen.

Ehemalige Empfangsmöglichkeiten Radio Ostallgäu war über folgende UKW-Frequenzen terrestrisch zu empfangen: Kaufbeuren 88,2 MHz Eisenberg 106,3 MHz Füssen 98,0 MHz Marktoberdorf 97,9 MHz Obergünzburg 105,2 MHz Daneben gab es den Sender Radio Ostallgäu 2, der in den Kabelnetzen Kaufbeuren und Nesselwang verbreitet wurde. Es handelte sich nach Eigenbeschreibung um ein "älteres und ruhigeres" Musikprogramm.

Moderatoren (Auswahl) Moderatoren bei Radio Ostallgäu waren unter anderem (in alphabetischer Reihenfolge): Marion Daltrozzo Alexander Hauk Stefan Grudnik Wolfgang Krebs (u. a. als Studioleiter) Olaf A. Krätke (1985–1986) Detlef Kuschka Helmer Litzke (2003–2007) Katja Maraj Claus Rank Frank Rickal Philipp Schmid Lars Peter Schwarz (1991–1993, 2001–2003) Wolfgang Wichmann Dietmar Wischmeyer („Wischmeyers Logbuch“)

Weblinks Kurzes Imagevideo von Radio Ostallgäu fmkompakt – Anfänge des privaten Hörfunks in Bayern

Einzelnachweise

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