Cottenau (oberfränkisch: GuddenahE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach. S. 199. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „guddenā“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Wirsberg im oberfränkischen Landkreis Kulmbach in Bayern. Cottenau liegt in der Gemarkung Neufang.

Lage Das Kirchdorf liegt auf hügeliger Flur. Unmittelbar westlich erhebt sich die Bühlspitz (). Die Kreisstraße KU 1/HO 22 führt nach Gundlitz (2,3 km östlich) bzw. nach Goldene Adlerhütte (1,3 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Osserich (1,4 km südlich). Wirtschaftswege führen über Einöde nach Schmölz (1 km nordwestlich) und nach Weißenbach (1 km südlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1289 als „Kotenauwe“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Godo/Koto, die Kurzform von Godabald/Cotobald. Als Ortsbezeichnungen sind „Kotenaube“, „Kotenaw“, „Kothnaw“ und „Kotnaw“ bekannt.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 18. Der Ort wurde als Radialhufendorf angelegt mit Waldhufen und einem zentralen Anger mit dem Dorfweiher. Cottenau hatte einen eigenen Ortsadel, der von Herren von Cottenau, die in enger Beziehung zu den Walpoten standen. Nach dem Aussterben der Andechs-Meranier gelangte Cottenau über die Grafen von Orlamünde an die Burggrafen von Nürnberg, die späteren Bayreuther Markgrafen. Die Familie von Cottenau starb um 1500 aus.K. Hahn: Markt Wirsberg, S. 282. Als neuer Besitzer von Cottenau erschien der Wirsberger Amtmann Sebastian von Waldenfels. Ab 1523 wurden die Guttenberger belehnt. Spitalbauern zinsten zum Spital in Kupferberg.K. Hahn: Markt Wirsberg, S. 283. Das vogtländische Geschlecht von Oberländer saß über fünf Generationen auf dem Rittergut.K. Hahn: Markt Wirsberg, S. 285.

Cottenau war eine Realgemeinde. Zu dieser gehörten Einöde und Schlackenmühle. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Cottenau aus 24 Anwesen, einem Schloss mit Schmiede, Gerichtsdienerhaus, Försters- und Pächterswohnung, einer Kirche und ein Pfarr- und Schulhaus. Das Hochgericht übte das bayreuthische Vogteiamt Wirsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Rittergut Cottenau. Grundherren waren das Rittergut Cottenau: 1 Mühlgut, 2 Güter, 3 Gütlein, 12 Tropfhäuser, das St.-Katharinen-Spital Kupferberg: 3 Güter, 2 Tropfhäuser, die Pfarrei Wirsberg: 1 Söldengut.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 587.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Cottenau dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Wirsberg und der im selben Jahr gebildeten Munizipalgemeinde Wirsberg zugewiesen. 1812 erfolgte die Überweisung an das Steuerdistrikt und Ruralgemeinde Neufang.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 768. Am 1. April 1971 wurde Cottenau in die Gemeinde Wirsberg eingegliedert.

Baudenkmäler Haus Nr. 5: Wohnstallhaus Haus Nr. 9/10: St. Peter und Paul mit Kirchhof, seiner Ummauerung und den einbezogenen Gebäuden Haus Nr. 31: Schloss Cottenau

Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 176 143 236 213 224 179 170 195 163 140 97HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 34 27 30 31 32 31 33Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 724.

Religion Cottenau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannis gepfarrt.

Literatur

Karl Hahn: Markt Wirsberg – Häuser- und Familienchronik – Band 3, Wirsberg

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Wirsberg) Kategorie:Ersterwähnung 1289 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)