mini|Bernhard Raupach (1741 von Christian Fritzsch) Bernhard Raupach (* 20. April 1682 in Tondern; † 21. Juni 1745 in Hamburg) war ein deutscher lutherischer Geistlicher und Kirchenhistoriker. Er gilt als bedeutendster Historiker des Protestantismus in Österreich.

Leben Raupach war einer der vier Söhne des Organisten Georg Raupach. Dieser war in Zittau tätig und mit Andreas Hammerschmidt bekannt gewesen.Johann Mattheson: Grundlage einer Ehrenpforte. Hamburg 1740; Neudruck Berlin 1910, S. 282–290. Sowie: Arthur Reichow: Eine alte Stralsunder Musikerfamilie. In: Unser Pommerland, 19, 1934, S. 233–236. Zitiert nach: Joachim Kremer: Das Kantorat des Ostseeraums im 18. Jahrhundert. Frank & Timme, 2007, S. 147, Anm. 40. Christoph Raupach, Organist in Stralsund, war sein jüngster Bruder; Gerhard Christoph Raupach (1708–1759) und Hermann Raupach (1728–1778) waren seine Neffen.

Ab 1701 studierte Bernhard Raupach Evangelische Theologie an der Universität Rostock.Eintrag im Rostocker Matrikelportal Danach war er als Hofmeister für adlige Familien tätig und hielt ab 1710 Vorlesungen an der Universität Kiel. Nach einer Reise nach Kopenhagen 1717 wurde er Prediger an St. Thomas im mecklenburgischen Damshagen. Die Universität Tübingen promovierte ihn in Abwesenheit; er machte von seinem Dr.-Titel jedoch keinen Gebrauch. 1724 wurde er Diaconus (2. Pastor) an der Hauptkirche St. Nikolai in Hamburg. Diese Stelle behielt er bis zu seinem Tode bei. Seine nachwirkende Bedeutung liegt in der umfassenden Bearbeitung der evangelischen Kirchengeschichte Österreichs.

Schriften

Erläutertes Evangelisches Oesterreich, Das ist, Fortgesetzte Historische Nachricht von den vornehmsten Schicksalen der Evangelisch-Lutherischen Kirchen in dem Ertz-Hertzogthum Oesterreich / Gesammlet und in Ordnung gebracht von Bernhard Raupach. 5 Bände. Felginer, Hamburg 1732–1744. Presbyterologia Austriaca Oder Historische Nachricht von dem Leben, Schicksalen und Schriften der Evangelisch-Lutherischen Prediger, welche in Oesterreich unter und ob der Enns, von Zeit zu Zeit, bis zu der grosen Reformation A. 1624 und A. 1627 im öffentlichen Lehr-Ammt gestanden ... Felginer, Hamburg 1741 (digitale-sammlungen.de).

Literatur George Ehrenfried Paul Raupach: Kurze Historische Nachrichten von dem Leben und den Schriften Heinrich Bernhard Raupach’s. Hamburg 1746 (Digitalisat, Staatsbibliothek zu Berlin). Heinrich Döring: Die gelehrten Theologen Deutschlands im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert. Verlag Johann Karl Gottfried Wagner, Neustadt an der Orla 1833, Band 3, S. 470–471 ().

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Lutherischer Geistlicher (18. Jahrhundert) Kategorie:Person (Landkreis Nordwestmecklenburg) Kategorie:Person des Christentums (Mecklenburg) Kategorie:Person des Christentums (Hamburg) Kategorie:Kirchenhistoriker (Theologe) Kategorie:Protestantismus in Österreich Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1682 Kategorie:Gestorben 1745 Kategorie:Mann