mini|hochkant=0.5|Wappen derer v. Woyrsch. Woyrsch ist der Name eines alten böhmischen Adelsgeschlechts. Zweige der Familie bestehen bis heute.
Geschichte Das böhmische Uradelsgeschlecht von Woyrsch stammt ursprünglich vom Stammhaus Protivetz bei Písek (Südböhmen). Es trat erstmals am 22. Februar 1417 urkundlich mit Bohuslav von Protivetz (um 1370–1417) auf,Fürstlich Schwarzenberg. Archiv in Wittingau, Urk. Nr. 187 B. Vgl. Die Archive des fürstlichen Hauses Schwarzenberg ä. L. Beiträge zur Geschichte und Statitik derselben. Wien 1873. mit dem auch die direkte Stammreihe beginnt.
Von dessen Söhnen Bohuslav und Peter von Protivetz (1400–1463) nahm erstmals Peter den Namen Woyrsch an (altslavisch Wojierz/Wojirz für den deutschen Taufnamen Hoier). Nikolaus Woyrsch von Protivetz übersiedelte um 1500 in die Region um Troppau in Mährisch-Schlesien.
mini|hochkant=0.5|Wappenvariante der v. Woyrsch aus dem schlesischen Wappenbuch.
Wappen Das Wappen zeigt in Rot zwei schrägrechts-aufwärts gerichtete silberne Pfeile; auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein offener, je von einem schräg-einwärts gerichteten silbernen Pfeil durchbohrter roter Flug. mini|hochkant=0.5|Besitz i. Krs. Brieg: Schloss Schwanowitz. (2013). Heute: Zwanowice (Skarbimierz). Namensträger Karl Wilhelm Remus von Woyrsch (1814–1899), deutscher Politiker Felix Woyrsch (1860–1944), deutscher Komponist Remus von Woyrsch (1847–1920), preußischer Generalfeldmarschall u. Mitglied des Preußischen Herrenhauses Günther von Woyrsch (1858–1923), deutscher Rittergutsbesitzer, Verwaltungs- u. Hofbeamter und Politiker Udo von Woyrsch (1895–1983), deutscher SS- und Polizei-General, Mitglied des NS-Reichstages u. später des Preußischen Staatsrats
Einzelnachweise
Literatur Marcelli Janecki (Red. zug.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Band 3, Hrsg. Deutsches Adelsgenossenschaft (D.A.G.), Vaterländische Verlagsanstalt-Verlag von W. T. Bruer, Berlin 1899, S. 838 f. B. Clemenz: Generalfeldmarschall v. Woyrsch und seine Schlesier. Glogau 1919. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1938. (Erstaufnahme: Mit Stammreihe und älterer Genealogie). Jahrgang 37, Justus Perthes, Gotha 1937, S. 629 ff. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1942. (Letztausgabe). Jahrgang 42, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 620 ff. Hans Friedrich von Ehrenkrook, Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler, u. v. a.: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser A (Uradel). Band VII, Band 34 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1965, , S. 401 f.; ff. Ausgabe 2013.
Kategorie:Deutsches Adelsgeschlecht Kategorie:Böhmisches Adelsgeschlecht