Die Burg Tanaka (, Tanaka-jō) befindet sich in der Stadt Fujieda, Präfektur Shizuoka. In der Edo-Zeit residierten dort nacheinander zwölf kleinere Fudai-Daimyō.

Burgherren in der Edo-Zeit

Geschichte mini|Die Burganlage vor 1868 mini|Die Burganlage 1975 Im Jahr 1570 nahm Takeda Shingen im Kampf den Imai aus der Provinz Suruga die Nebenburg Tokuishiki (, Tokuitchiki-jō) ab. Er nannte sie in Burg Tanaka um und wies seinen Hausverwalter Baba Nobufuki (; 1514–1575) an, diese auszubauen. Nach dem Aussterben der Takeda kam die Burg an Tokugawa Ieyasu. Sie, die als Nebenresidenz der von Nakamura Kazuuji (; † 1600) geführten Burg Sumpu diente, wurde 1601 von Sakai Tadatoshi (; 1559–1627) übernommen. Tadatoshi wurde bereits 1609 nach Kawagoe in der Provinz Musashi versetzt.

Als sich Ieyasu 1607 von seinen Ämtern zurückgezogen hatte und in Sumpu residierte, übernahm er ab 1609 Tanaka selbst und ließ sich dort eine Nebenresidenz errichten. Denn er war öfters dort, um der Falkenjagd nachzugehen. Es war dann auch in Tanaka, als Ieyasu 1616 nach einer Fischmahlzeit zusammenbrach und starb.

Erst 1633 wurde die Burg wieder an einen Daimyō vergeben, zunächst an Sakurai-Matsudaira Tadashige (; 1601–1639), der jedoch bereits nach zwei Jahren nach Kakegawa versetzt wurde. Und so ging es im Wechsel weiter, bis dann 1730 ein Zweig der Honda die Burg übernahm und dort bis 1868 residierte.

Die Anlage Die Burg Tanaka lag auf einem flachen Hügel und bestand aus einem quadratischen innersten Bereich, dem Hommaru, um den kreisförmig der zweite und dritte Burgbereich (Ni-no-maru und San-no-maru) angelegt war. Diese konzentrische Anlage mit ihrem Durchmesser von 600 m ist einmalig unter den japanischen Burgen. Es lässt sich nicht mehr feststellen, ob bereits Takeda Shingen die Burg so angelegt hatte, auf jeden Fall ist es eine Anlage ohne tote Winkel, die Verteidigung ist mit minimaler Besetzung möglich. Im Hommaru gab es keinen Burgturm, aber eine Residenz, sie war dem Shogun vorbehalten. Die Residenz des Burgherrn befand sich im San-no-maru.

Nach dem Abriss der Burg mit all ihren Gebäuden wurde dort die Grund- und Mittelschule Nishimashizu errichtet, nur ein ganz kleiner Teil der Gräben und der Erdwälle existiert noch. In den letzten Jahren wurden einige kleinere Gebäude als „Historische Stätte Nebenresidenz der Burg Tanaka“ (, Shiseki Tanaka-jō shimo-yashiki) nachgebaut.

Literatur Owada, Yasutsune: Tanaka-jo in: Miura, Masayuki (Hrsg.): Shiro to jinya. Tokoku-hen. Gakken, 2006. ISBN 978-4-05-604378-5, S. 100.

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