mini|Peter Petrowitsch Beljajew mini|Sankt Petersburg: Senatsplatz am 14. Dezember 1825 mini|Nikolai Alexandrowitsch Bestuschew um 1828: Blick auf das Ostrog Tschita Pjotr Petrowitsch Beljajew (; * 1805 im Dorf Jerschowruss. село Ершов, Landkreis Tschembar, Gouvernement Pensa; † 1864 in Saratow) war ein russischer Unterleutnant zur See und Dekabrist.

Leben Der Vater, Pjotr Gawrilowitsch Beljajew (gestorben 1826), Kapitän zur Seeruss. Капитан 1-го ранга, war als Freimaurer einer der Freunde Labsins. Pjotrs Mutter, die Schwedin Charlotte Iwanowna Werenius, war eine Pensaer Gutsbesitzerstochter.

Pjotr wuchs in dem Dorf Jerschow – im Landkreis Tschembar gelegen – auf. Der pensionierte Vater war dort unter Graf Alexei Kirillowitsch Rasumowskiruss. Разумовский, Алексей Кириллович Adelsmarschall.

Beljajew absolvierte 1822 die Sankt Petersburger Seekadetten-Akademieruss. Морской кадетский корпус und trat darauf in die Garde der Kaiserlich Russischen Marine ein.

Der Dekabrist Dmitri Sawalischin nahm Beljajew 1825 in seinen Orden der Restaurationruss. Орден восстановления auf. Für die Beteiligung an der Erhebung der Offiziere im Dezember 1825 auf dem Sankt Petersburger Senatsplatz saß Beljajew vom 3. Januar 1826 bis zum 2. Februar 1827 in der Peter-und-Paul-Festung. Er wurde zu zwölf Jahren Katorga verurteilt. Die Strafe verbüßte Beljajew im Ostrog Tschitaruss. Читинский острог und in der Katorga Peter-Hütte. Marija Nikolajewna Wolkonskaja berichtete, sie habe drei junge Leutnante – Frolow zusammen mit den Brüdern Beljajew – zu der Zeit im Ostrog Tschita gesehen.Wolkonskaja, S. 76, 16. Z.v.o. Am 8. November 1832, also fünf Jahre früher, wurde Beljajew aus der Zwangsarbeit in der Peter-Hütte entlassen. Zunächst wurde er in Ilginskojeruss. Усть-Илгинское муниципальное образование im Gouvernement Irkutsk und dann in Minussinsk im Gouvernement Jenisseisk zwangsangesiedelt. Er und sein Bruder Alexander traten in Minussinsk jahrelang als erfolgreiche Landwirte hervor. Ab 1839 nahm Beljajew am Kaukasuskrieg teil. 1846 durfte er die Truppe als Leutnant verlassen. Bis zur Amnestie vom 26. August 1856 – nach dem Tode Nikolai I. – lebte Beljajew in Saratow unter Polizeiaufsicht und war im zivilen Sektor im dortigen Kontor der Wolga-Dampfschifffahrt tätig. Er war verheiratet und hatte einen Sohn.

Beljajew wurde auf dem Auferstehungsfriedhof Saratowruss. Воскресенское кладбище Саратова beerdigt.

Auszeichnung 7. November 1824 in Sankt Petersburg: Orden des Heiligen Wladimir für die Rettung von Flutopfern.

Literatur Fürstin Maria Wolkonskaja: Erinnerungen. Titel des russischen Originals: Записки княгини М. Н. Волконской. Nachwort, Anmerkungen und ins Deutsche übertragen von Lieselotte Remané. Nachdichtungen: Martin Remané. Buchverlag Der Morgen, Berlin 1978 (1. Aufl., 168 Seiten)

Quellen Eintrag bei hrono.ru/biograf (russisch) Eintrag im Museum der Dekabristen (russisch)

Weblinks Eintrag bei encspb.ru (russisch) Eintrag bei viewmap.org (russisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Dekabristen Kategorie:Militärperson (Russisches Kaiserreich) Kategorie:Träger des Ordens des Heiligen Wladimir Kategorie:Adliger (Russland) Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1805 Kategorie:Gestorben 1864 Kategorie:Mann