Krönkenhagen ist ein Ortsteil der Gemeinde Barnekow im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern.

Geografie und Verkehrsanbindung Krönkenhagen liegt südwestlich des Kernortes Barnekow. Die Landesstraße L 012 verläuft nördlich und die A 20 östlich. Südöstlich vom Ort hat die Köppernitz ihre Quelle.

Orts- und Gutsgeschichte Krönkenhagen gilt nach jetzigem Quellenstand als 1230 in einem alten Zehntregister als ersterwähnt.Peter Donat, Heiuke Reimann, Cornelia Willich: Slawische Siedlung und Landesausbau im nordwestlichen Mecklenburg. In: Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mitteleuropa. Band 8, Steiner, Stuttgart 1999, S. 124. Des Weiteren folgten um 1356 bis 1361 Urkunden. Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern (Hrsg.): Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern. Jahrbuch 50. Schwerin 2002, S. 213. Später entwickelte sich im Ort ein kleines gutsherrliches Vorwerk, welches fast ausschließlich als Nebengut von Barnekow galt.Archiv für Landeskunde. Achtzehnter Jahrgang 1868, A. W. Sandmeyer, Schwerin 1868, S. 317.

Am 21. Juli 1859 war Krönkenhagen an der Cholera-Epidemie des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin beteiligt.Theodor Ackermann: Die Choleraepidemie des Jahres 1859 im Grossherzogthum Mecklenburg-Schwerin. Nach officiellen Mittheilungen. G. B. Leopold Universitäts-Buchhandlung Ernst Kuhn, Rostock 1860, S. 50.

Nach dieser Epidemie wechselte bald das Gut in Barnekow und somit auch Gut Krönkenhagen den Eigentümer. Mit mehreren Generationen, ab 1789, war die briefadelige Familie von Ladiges in den Besitz gelangt, die dann 1855/1856 gesondert in dem mecklenburgischen Adel Aufnahme fanden, konkret in die mecklenburgische Ritterschaft. VertreterGrosherzoglich Me(c)klenburg-Schwerinscher Staats-Kalender. 1837. Hofbuchdruckerei, Schwerin 1837, S. 70. wurden Gustav von Ladiges (1802–1869) und sein Sohn Karl von Ladiges (1838–1894).Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil B (Briefadel). 1935. Justus Perthes, Gotha 1934, S. 333 ff. 1881 lebten 69 Seelen in Krönkenhagen.Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin. Amtliche Beilage. No. 20, Jahrgang 1881, Ausgegeben, Schwerin, Dienstag, den 31. Mai 1881, S. 110. Krönkenhagen war schon früh nach Gressow eingekircht.Herzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Staats-Kalender. 1804. Hof-Buchdruckerey, Schwerin 1804, S. 149.

Von ungefähr 1888 bis zur Bodenreform blieben Barnekow und die Nebengüter in den Nachbardörfern im Besitz der Familie von Behr-Negendanck. Der jeweilige Gutsherr musste dann den Lehn-Eid auf den Landesherrn abgeben.Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin. Amtliche Beilage. No. 4, Jahrgang 1895, Ausgegeben, Donnerstag, den 31. Januar Schwerin 1895, S. 25. Zwischenzeitlich agierten Pächter vor Ort. Die letzten Gutsbesitzer waren Oberleutnant Heino von Behr-Negendanck (1865–1932) und dann sein Neffe und Adoptivsohn Leutnant Hans-Jaspar von Behr-Negendanck, der 1901 in Torgelow geboren wurde.Siehe FamilySearch: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G., Teil A (Uradel). 1941. Vierzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1940, S. 33. Die Familie von Behr blieb bis 1945 in Barnekow und Krönkenhagen.

Trivia Friedrich Schlie schrieb 1899 über zwei eingemauerte Wappen der Krönkenhagener Familien Burmeister und Elmhof an einem Haus in der damaligen Lübschen Straße in Wismar, Haus Nr. 6.Friedrich Schlie: Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. Band 2: Die Amtsgerichtsbezirke Wismar, Grevesmühlen, Rehna, Gadebusch und Schwerin. Zweite Auflage, Komm. K. F. Köhler-Leipzig, Bärensprung, Schwerin 1899, S. 209.

Literatur Krönkenhagen bei Wismar., In: Johann Friedrich Kratzsch: Neuestes und gründlichstes Alphabetisches Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der deutschen Bundesstaaten. Vollständiges Handbuch. Zweite Abteilung erster Band, Verlag Eduard Zimmermann, Naumburg 1845, S. 804.

Einzelnachweise

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