mini|hochkant|Das Wüstener Wappen
Die Liste der Straßen in Wüsten führt alle Straßen des Bad Salzufler Ortsteils Wüsten im nordrhein-westfälischen Kreis Lippe in Deutschland.
Wüsten ist mit 18,62 Quadratkilometern der flächenmäßig größte Ortsteil Bad Salzuflens, der Ortsname steht für einen unbewohnten Wald, der sich in wüstem Zustand befindet, plattdeutsch „Woiste“.
Geschichte mini|Posthilfstellenstempel Unterwüsten
Seit 1766 waren die Hofstätten in den Bauernschaften „Ober-“ und „Unterwüsten“ mit Hausnummern gekennzeichnet.
Zu „Oberwüsten“ gehörten die Wohnplätze ‚Bergkirchen‘, ‚Boberg‘, ‚Erdsiek‘, ‚Giershagen‘, ‚Hollenstein‘, ‚Hüttenstraße‘, ‚Kätchenort‘, ‚Kixmühle‘, ‚Krukenplatz‘, ‚Kuhlenholz‘, ‚Langestraße‘, ‚Lehmkuhle‘, ‚Müggenstraße‘, ‚Neuesdorf‘, ‚Pillenbruch‘, ‚Voßhagen‘ und ‚Wiensiek‘, zu „Unterwüsten“ die Wohnplätze ‚Altesdorf‘, ‚Birkenstraße‘, ‚Frettholz‘, ‚Glimke‘, ‚Hellerhausen‘‚ Krutheide‘, ‚Langenberg‘, ‚Loose‘, ‚Pehlen‘, ‚Salze‘, ‚Schwaghof‘, ‚Sundern‘, ‚Sunderschling‘, ‚Vierenberg‘ und ‚Waldemeine‘.
Im Jahr 1866 wurden die lippischen Chausseen vermessen, so auch die Gemeindechausseen im Amt Schötmar. Von der Gemeindechaussee Schötmar–Breden–Hollenstein–Voßhagen zu Oberwüsten im Erdsieke (1464,0 Ruthen von Schötmar (1 Ruthe ≈ 4,63 Meter)) ergaben sich folgende Entfernungen (Auswahl):Fürstlich Lippisches Regierungs= und Anzeige=Blatt, No. 85, 24. Oktober 1866, S. 906 f. 375,5 Ruthen bis Hetlands Stätte, westlich 385,5 Ruthen bis zur Schule Oberwüsten, westlich 516,5 Ruthen bis zum Spritzenhaus, westlich 547,5 Ruthen bis zur Dorfstraße nach der Schule und der Kirche (heute Jobsthardestraße), östlich 593,0 Ruthen bis zur Schmiede in Unterwüsten, westlich 622,0 Ruthen bis zum Anschluss an die Landeschaussee Salzuflen–Vlotho beim Nummernstein 3,25 + 16 Ruthen
Im Zuge der Zusammenlegung „Ober-“ und „Unterwüstens“ zur Gemeinde Wüsten am 1. April 1939, der Einführung erster Straßennamen in den 1950er Jahren und der Eingemeindung Wüstens zu Bad Salzuflen im Jahr 1969 entstanden die heutigen Straßennamen und Hausnummern.Verzeichnis der Hofstätten in Oberwüsten bei woiste.deVerzeichnis der Hofstätten in Unterwüsten bei woiste.deWüstener Straßennamen Alt und Neu bei woiste.de
Straßen A
Datei:Straßenschild "Adalbert-Stifter-Straße".png Benannt nach dem österreichischen Schriftsteller, Lyriker, Maler und Pädagogen Adalbert Stifter (1805–1868), einer der bedeutendsten Autoren des Biedermeiers – verbindet Roseggerweg und Steinweg Hausnummern: 1 bis 22
Datei:Straßenschild "Albert-Schweitzer-Straße".png Benannt nach dem deutsch-französischen Arzt, Philosophen, evangelischen Theologen, Organisten und Pazifisten Albert Schweitzer (1875–1965) – verbindet Steinweg und Stiftweg Hausnummern: 2 bis 21
Datei:Straßenschild "Alte Dorfstraße".png Die Straße durch das ehemalige „Alte Dorf“ im Bereich der heutigen Abzweigung Vlothoer Straße/Alte Dorfstraße bis zum Kätchenort – verbindet Vlothoer Straße und Kätchenort; nach ‚Nr. 9‘ Berkenstraße links abzweigend; Tempo-30-Zone Hausnummern: 1 bis 21 Nr. 3: ehemals „Unterwüsten 28“, 1590 erstmals erwähnt die Torbogeninschrift des Bauernhauses lautet Erbaut von August Dethard und seiner Mutter Wilhelmine geb Winter aus Spork am 16 Juli 1893 die Torbogeninschrift des Kötterhauses lautet ANNO 1730 DEN 8 JULIUS HAT HANS HENRICH SCHOCKMANN UND ANNA ELISABETH KRUGERS DIES HAUS LASSEN BAUEN PS CXXVII WO DER HERR NICHT DAS HAUS BAUET SO ARBEITEN UMSONST DIE DARAN BAUEN M(eister) BEREND PRUSENER I.W.S.H.WTD.DN Nr. 7: ehemals „Unterwüsten 41“ die Inschrift des Torbogens lautet ANO 1783 DEN 28 JUNIUS HABEN BERND HENRICH SCHALCK UND ANNA ILSABEIN WIECHMANS DIESES HAUS AUFBAUEN LASSEN WIE ES IHRE SELIGE ELTERN JOH HENR OBERKROME UND ANNA MARIA ELIES STURHANEN BEY IHREN LEBEN NOCH ANGEORDNET HABEN. AN GOTTES SEGEN IST ALLES GELEGEN – M(eister) HERRN DEPPE Nr. 12: ehemals „Unterwüsten 38“ die Torbogeninschrift lautet IM JAHR 1839 HAT ALBERT KLEINE UND SCHARLOTTE KLUKHUHN AUS EHRSEN DIESES HAUS LASSEN BAUEN. WIR BAUEN HÄUSER UND PALASTE UND SIND DOCH HIER NUR FREMDE GESTE. WOHL DEM DER IN DER HIMMELSTADT EINE SCHONE WOHNUNG HAT. / MD MARTEN Nr. 15: ehemals „Unterwüsten 34“, heute Bautischlerei/Zimmerei „Berkemeier“ die Torbogeninschrift lautet Anno 1778 den 15 Augustus haben Hans Henrich und Anna Maria Ilsab Frodermans und ihr Sohn Johann Jobst Meyse dieses Haus bauen lassen. Fange alles mit Gott an. M(eister) Jobst Brinkmeyer Nr. 17: ehemals „Unterwüsten 25“ die Inschrift des Torbogens lautet ANNO 1759 DEN 16 JUNIUS JOHAN BERNDT MEISE UND ANNA MARRIA ILSABEIN EGERS HABEN DIS HAUS LASSEN BAUEN. WER GOTT VERTRAUT HAT WOHL GEBAUT – D.M.S.H. Nr. 19: ehemals „Unterwüsten 30“ die Torbogeninschrift lautet ANNO 1812 DEN 6 JULIUS HAT HERRN HENRICH MEISE UND ANNA SAFIA PECHERS DIESES HAUS LASSEN BAUEN. MIT GOTT GERET DER ANFANG WOL FOR ENDE MAN GOT DENCKEN SOL – M(eister) HANS HERRN PRUSNER
Datei:Straßenschild "Am Bismarckturm".png mini|hochkant|Bismarckturm Benannt nach dem nahen, 1900 erbauten Bismarckturm auf dem Vierenberg – nach ‚Nr. 37a‘ von Neue Dorfstraße als Sackgasse links abzweigend Hausnummern: 1 bis 18
Datei:Straßenschild "Am Hang".png – ehemals x20px – verbindet Salzufler Straße und Steinkuhlenstraße; nach ‚Nr. 3‘ Roseggerweg links abzweigend Hausnummern: 1 bis 16
Datei:Straßenschild "Am Stumpfen Turm".png – ehemals x20px mini|hochkant|Stumpfer Turm Benannt nach dem nahen Stumpfen Turm (15. Jh.), ein Wartturm an der Salzufler Landwehr – nach ‚Nr. 2‘ von Im Frettholz als Sackgasse rechts abzweigend Hausnummern: 2 bis 8
Datei:Straßenschild "Annette-von-Droste-Hülshoff-Straße" (kurz).png Benannt nach der deutschen Schriftstellerin und Komponistin Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848) – nach ‚Nr. 17‘ vom Steinweg links abzweigend; durchlässige Sackgasse für Fußgänger und Radfahrer Richtung Langenbergstraße und Stiftweg Hausnummern: 2 bis 16
Datei:Straßenschild "Auf der Heide".png – ehemals x20px mini|Ortstafel auf der Heide (1964) – verbindet die Wüstener Ortsmitte (Kirchheider-, Salzufler- und Vlothoer Straße) mit Hellerhauser Straße, Loose- und Waldemeinestraße; Oberer Steinbecker Weg (l) und Steinweg (l, nach ‚Nr. 21‘) abzweigend Hausnummern: 2 bis 95 bei Nr. 2: x17px Turmstation der Stadtwerke Bad Salzuflen Nr. 19: ehemals „Unterwüsten 79“ die Torbogeninschrift lautet Anno 1870/71 haben Otto August Göhner u Luise Göhner geb. Meise dieses Haus bauen lassen. Wer Gott vertraut hat wohlgebaut im Himmel und auf Erden, wer sich verlest auf Jesum Christ dem muß der Himmel werden am „kleinen Eingang“ lautet die Inschrift Wer durch die Thür geht aus und ein der soll daran erinnert sein daß unser Heiland Jesu Christ die rechte Thür zum Himmel ist Nr. 30: ehemals „Unterwüsten 85“ die Inschrift des Torbogens lautete Bete und arbeite. Ehre sei Gott in der Höhe. Anno 1881 den 23 ten April hat Heinrich Deppe und seine Ehefrau Henriette Schuttkästing dies Haus bauen lassen. Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Der Herr lasse seine Augen offenstehen über dies Haus Tag und Nacht. Nr. 31: ehemals „Unterwüsten 36“ die Torbogeninschrift des Bauernhauses lautet Im Jahre 1877 den 3 August hat Heinrich Stuckmann und sein Sohn Siemon Stuckmann dieses Haus bauen lassen Wer Gott vertraut hat wohlgebaut im Himmel und auf Erden, wer sich verlest auf Jesum Christ den muß der Himmel werden – M. A. Göhner der Torbogen der inzwischen abgerissenen Leibzucht zeigte die Inschrift Im Jahr 1854 hat Johann Heinrich Meise und Anna Margaretha Stuckmann dieses Haus lassen bauen durch M. H. H. Prüsner. Befiel den Hern deine Wege und hoffe auf ihn er wird es wohl machen. Gott mit uns. Nr. 34: ehemals „Unterwüsten 40“ die Torbogeninschrift lautet YM JAHR 1873 DEN 20 JUNI HAT BERND AUGUST ALTROGE UND KAROLINE WILHELMINE STRATEMAN DIESES HAUS LASSEN BAUEN: WER ZU DIESER THÜR GEHET AUS UND EIN DER SOL DARRAN ERRINNERD SEIN DAS UNSER HEILAND JESUS KRISTDIE RECHTE THÜR ZUM HIMMEL IST. – M. F. PRÜSZNER Nr. 37: ehemals „Unterwüsten 56“; das Haus war Sitz einer Seitenlinie der hier aussterbenden Herren von Exter, die hier auch zur Sicherung der Grenze tätig waren die Inschrift des „Jägerhauses“ über dem Torbogen lautet Anno 1730 den 12 Julius hat Simon Diederich von Exter und Anna Ilsabein Scheipers dieses Haus lassen bauen durch M.I.B. LimbergErwin Schubert: Ortsnamen, Torbogen und Grabinschriften. Wüsten, Mai 1990. mini|„Auf der Heide 75“ Nr. 39: ehemals Unterwüsten 55 die Torbogeninschrift lautet ANNO 1834 DEN 24 JUNIUS HAB JOHAN FRIEDERRICH BERND MEISE UND SEINE FRAU ANNA LOISE TIELKEN DIESES HAUS LASSEN BAU UNSERE HÜLFE STEHT IM NAMEN DES HERRN DER HIMMEL UND ERDE GEMA – GOTT ALLEIN DIE EHR Nr. 42: ehemals „Unterwüsten 55“, dann „Heide 39“ Bei Nr. 54: → siehe Hauptartikel „Baudenkmal Meierjohann’sche Quellen“ Nr. 75: → siehe Hauptartikel „Baudenkmal Auf der Heide 75“ Nr. 77: „Stratemanns Hof“, ehemals „Unterwüsten 36“ Bei Nr. 79: → siehe Hauptartikel „Baudenkmal Thiesmeiersche und Meiersche Quellen“ Bei Nr. 79: → siehe Hauptartikel „Baudenkmal Windmühlenstumpf“ Nr. 91: „Lambrachts Hof“, ehemals „Unterwüsten 40“ Die Inschrift des Torbogens lautet IM JAHR 1873 DEN 20 JUNI HAT BERND AUGUST ALTROGGE UND KAROLINE WILHELMINE STRATEMAN DIESES HAUS LASSEN BAUEN. WER ZU DIESER THÜR GEHET AUS UND EIN DER SOL DARRAN ERINNERD SEIN, DAS UNSER HEILAND JESUS KRIST DIE RECHTE THÜR ZUM HIMMEL IST. M.F. PRÜSZNER Nördlich der Straße Auf der Heide liegt das 2005 ausgewiesene, 29,32 Hektar große Landschaftsschutzgebiet „Wüstener Bach“
Datei:Straßenschild 'August-Dingersen-Platz'.png – zwischen Vlothoer- und Kirchheider Straße keine Hausnummern; das Parkgelände um das Kriegerdenkmal wurde im Frühjahr 2024 zu Ehren des Wüstener Kommunisten und Antifaschisten August Dingersen (1885–1964) benannt.
B mini|hochkant|Trauerhalle auf Neuem Friedhof (1965) Datei:Straßenschild "Berkenstraße".png – zweigt von Alte Dorfstraße ab; durchlässige Sackgasse für Fußgänger und Radfahrer Richtung Kätchenort und Vlothoer Straße Hausnummern: 1 bis 16 Nr. 1: ehemaliges „Haus Albert“, „Unterwüsten 73“, dann „Altes Dorf 5“ Nr. 11: „Neuer Freidhof“ Nr. 16: Hof „Lütkepohl oder Berkemeier“, ehemals „Unterwüsten 54“ die Torbogeninschrift der Leibzucht lautet „JOHANN HENDERRIG DRAKES LUTKEPOL UND ELIESABETH TIELKEN HABEN DIESES HAUS LASSEN BAUEN DEN 13 JULIUS 1822“
Datei:Straßenschild "Bieberstraße".png mini|„Bieberstraße 1a“ – verbindet Kirchheider Straße (vor ‚Nr. 11‘) und Pillenbrucher Straße (zwischen ‚Nr. 49‘ und ‚Nr. 51‘) Hausnummern: 1, 1a und 2 Nr. 1: ehemals „Oberwüsten 36“ die Torbogeninschrift lautete IM JAHRE 1865 DEN 12 AUGUST HAT DER WITWER MÜGGE UND DER ANERBE FRANZ HENRICH KIXMÖLLER DIESES HAUS MIT GOTTES HÜLFE BAUEN LASSEN • NUN MEIN GOTT BIN ICH ZUFRIEDEN MIT DEM MIR BESTIMMTEN TEIL WELCHEN DU MIR HAST BESCHIEDEN ALLES DIENT ZU MEINEM HEIL. DARUM WILL ICH DIR VERTRAUEN UND AUF DEINE HÜLFE BAUEN Nr. 1a: ehemals „Oberwüsten 42“; → siehe Hauptartikel „Baudenkmal Bieberstraße 1a“; erbaut 1663
G Datei:Straßenschild "Gebrüder-Grimm-Straße".png Benannt nach den Sprachwissenschaftlern und Volkskundlern Jacob (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859); die Brüder Grimm gelten gemeinsam mit Karl Lachmann und Georg Friedrich Benecke als „Gründungsväter“ der Germanistik. – verbindet als Einbahnstraße die Albert-Schweitzer-Straße mit dem Stiftweg Hausnummern: 1 Nr. 1: „Kindertagesstätte der AWO“
Datei:Straßenschild "Glimbachstraße".png Benannt nach der bei Pillenbruch entspringenden und in die Salze mündenden „Glimke“, auch „Glimbach“ genannt – Kreisstraße K 36 , verbindet Vlothoer Straße mit Hellerhauser Straße; Hellerhausen (l) und Glimke (dreimal) abzweigend Nr. 3: ehemals „Hof Hüdepohl“, „Unterwüsten 17“