thumb | 220x124px | right | alt= Porträt von Dionyz Milch im Erwachsenenalter | Dionyz MilchDionys Milch (* 6. Juli 1854 in Kotteso, Ungarn;Eisenberg 1893, S. 357. - Bei Kotesso handelt es sich um das heutige Kötcse im Komitat Somogy, Ungarn. † 1941) war ein österreichisch-ungarischer Architekt.

Dionys Milch wurde 1854 in einem Dorf im Komitat Somogy im Südwesten Ungarns geboren. In der Literatur wird er auch unter dem ungarischen Namen Dezsö Milch oder dem slowakischen Namen Dionýz Milch angeführt. Seine Ausbildung erhielt Milch an der Technischen Hochschule Wien sowie an der dortigen Akademie der bildenden Künste als Schüler von Theophil von Hansen.Eisenberg 1893, S. 357.

Seine Architektur war stark vom Historismus und Eklektizismus geprägt. Eine Ausnahme bildeten die Synagogen, die er im maurischen Stil entworfen hat. Sie weisen jedoch auch Merkmale vom Historismus auf.Julia Palýoová: Die virtuelle Rekonstruktion der reformierten Synagoge in Bratislava (Rybné námestie/Fischplatz), S. 20.

Er hatte seit 1880 ein Architekturbüro in Wien am selbst erbauten Deutschmeisterplatz 2.Franz Baltzarek, Alfred Hoffmann, Hannes Stekl: Wirtschaft und Gesellschaft der Wiener Stadterweiterung. Band 5 von Die Wiener Ringstrasse: Bild einer Epoche, Franz Steiner, Stuttgart 1975, ISBN 978-3-515-02098-5, S. 318 und Fußnote 144 ebd. (). Anfangs arbeitete er mit Heinrich Hellin zusammen (Milch & Hellin), der aber spätestens 1890 ausschied.

Werke 1880: Wohn- und Geschäftshaus Deutschmeisterplatz 2, Wien-InnenstadtDeutschmeisterplatz 2 Identanschriften: Maria Theresien Straße 26. ViennaGIS: Kulturgut.Renate Wagner-Rieger (Hrsg.): Die Steine der Wiener Ringstrasse, ihre Technische und Künstlerische Bedeutung. Band 4 von Die Wiener Ringstrasse, Bild einer Epoche. Verlag H. Böhlaus Nachf., 1972, Deutschmeisterplatz 2 – Maria Theresien Straße 26. S. 350 f (). – später Sitz ÖGB Privatangestellte 1882: Mietshaus Friedrich-Schmidt-Platz 2, Wien (mit Heinrich Hellin; eines der Arkadenhäuser im Rathausviertel) – seit 1971 Amerika-Haus 1886: Mietshaus Kolingasse 4, Wien-InnenstadtKolingasse 4. ViennaGIS: Kulturgut (unter der Falschschreibung Dyonis eingetragen). 1886: Mietshaus Maria-Theresien-Straße 3, Wien-InnenstadtMaria-Theresien-Straße 3. ViennaGIS: Kulturgut (unter der Falschschreibung Dyonis eingetragen). 1887: Mietshaus Reichsratsstraße 11–13, Wien-Innenstadt (1883 von Emil von Förster begonnen; eines der Arkadenhäuser im Rathausviertel) 1890: Zinshaus in der Lichtenfelsgasse Nr. 9, Wien-Innenstadt. (Milch & Hellin)Wiener Bauten-Album, 7. Jg., Blatt Nr. 39 (1890) 1892: Palais Auspitz (Schwarzenbergstraße 1–3), Wien-InnenstadtSchwarzenbergstraße 1 Identanschriften: Schellinggasse 16 Seilerstätte 21. ViennaGIS: Kulturgut. 1892: Direktion der Staatsbahnen (Schwarzenbergplatz 3), Wien-Innenstadt – 1945 zerstört, 1983 rekonstruiert; Raiffeisen 1893/94: Neologe Synagoge, Preßburg, Ungarn (heute Slowakei) – 1969 abgerissen 1898: Neologe Synagoge, Považská Bystrica, Ungarn (heute Slowakei) – 1976 abgerissen 1899: Orthodoxe Synagoge, Galanta, Ungarn (heute Slowakei) – 1976 abgerissen

Literatur Ludwig Eisenberg: Das geistige Wien. Künstler- und Schriftsteller-Lexikon, Bd. 1. Daberkow, Wien 1893, S. 357 Julia Palýoová: Die virtuelle Rekonstruktion der reformierten Synagoge in Bratislava (Rybné námestie/Fischplatz). Diplomarbeit TU Wien 2017 (Download Volltext)

Einzelnachweise

Kategorie:Architekt (Wien) Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Architekt des Historismus Kategorie:Geboren 1854 Kategorie:Gestorben 1941 Kategorie:Mann