mini|Synagoge in Landsberg an der Warthe, Postkarte Beginn 20. Jahrhundert mini|Zeichnung der Synagoge, um 1860 Die Synagoge in Landsberg an der Warthe (polnisch Gorzów Wielkopolski), einer Stadt in der Woiwodschaft Lebus in Polen, wurde 1853/54 errichtet.

Beschreibung Die Synagoge im neoromanischen Stil wurde nach Plänen des Berliner Architekten Carl Tietz (1831–1874) erbaut.W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande. Berlin 1861, S. 464–469. Die Synagoge in der Badergasse, der heutigen Łazienki-Straße, verfügte über 150 Männer- und fast ebenso viele Frauenplätze. Das aus Ziegeln gemauerte Synagogengebäude wurde auf einem rechteckigen Grundriss errichtet. An den Ecken befanden sich behelmte Fialen, die mit Davidsternen bekrönt waren. Die äußere Gestaltung erinnerte an mittelalterliche Festungsbauten.

Im Inneren, im westlichen Teil, befand sich ein Vestibül, von dem aus man in die Hauptgebetshalle gelangte, die auf drei Seiten von Emporen für Frauen umgeben war. Die Wände waren mit Zitaten aus dem Talmud verziert. Die Hauptgebetshalle war auf drei Seiten von Frauenemporen umgeben.

Beim Novemberpogrom 1938 wurde das Synagogengebäude in Brand gesetzt und zerstört. Christa Wolf beschreibt in ihrem Buch Kindheitsmuster den Brand der Synagoge in ihrem Geburtsort.

Siehe auch Liste der im Deutschen Reich von 1933 bis 1945 zerstörten Synagogen Liste von Synagogen in Polen

Literatur Klaus-Dieter Alicke: Lexikon der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum. Band 2: Großbock – Ochtendung. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2008, ISBN 978-3-579-08078-9 (Online-Ausgabe).

Weblinks Beschreibung Virtuelles Schtetl (abgerufen am 20. Februar 2022)

Einzelnachweise

Landsberg Landsberg Landsberg Kategorie:Bauwerk des Historismus in der Woiwodschaft Lebus Kategorie:Erbaut 1854 Landsberg Kategorie:Gorzów Wielkopolski Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Polen