Dziechlino ( Ober Lischnitz, früher Dzechlin) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Pommern. Es gehört zur Gmina Nowa Wieś Lęborska im Powiat Lęborski.
Geographische Lage Die Ortschaft liegt in Hinterpommern, etwa sieben Kilometer südwestlich der Stadt Lębork.
Geschichte Mit Dzenzelitz oder Dzechlin und weiteren Ortschaften belehnten im Jahr 1527 die Herzöge von Pommern die beiden Brüder Klaus und Stephan von Thadden.Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon, Band 4, Leipzig 1837, S. 264. Von 1575 bis 1621 saß auf dem Gut Dzechlin die Familie Tarmen.Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon, Band 9, Leipzig 1870, S. 135. Um 1784 war Ernst Ludwig von Weiher der Gutsbesitzer, Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 1069, Absatz (22). um 1836 Hermann von Weiher.Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon, Band 2, Leipzig 1836, S. 63.
Im Jahr 1874 wurde das Gut Dzechlin dem Amtsbezirk Lischnitz zugeordnet, zu dem außerdem noch das Gut Chotzlow, das Gut Vitröse, die Gemeinde Vitröse und das Gut Lischnitz gehörten.Extra-Blatt zum Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Cöslin vom 16. März 1874, S. 2.
Bis 1945 bildete das nun Ober Lischnitz genannte Dorf einen Ortsteil der Gemeinde Lischnitz im Landkreis Lauenburg i. Pom.,. Regierungsbezirk Köslin, der Provinz Pommern des Deutschen Reichs.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Bald darauf wurde der Ort zusammen mit ganz Hinterpommern unter polnische Verwaltung gestellt. Es begann danach die Zuwanderung polnischer Zivilisten. Ober Lischnitz erhielt den polnischen Ortsnamen Dziechlino. Die deutschen Einwohner des Dorfs wurden in der darauf folgenden Zeit vertrieben.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner Anmerkungen 1854 124 Wilhelm Hoffmann (Hrsg.): Enzyklopädie der Erd-, Voelker- und Staatenkunde, eine geographisch-statistische Darstellung. Band 1, Leipzig 1862, S. 679 1864 311 zusammen mit Gut Lischnitz, einschließlich MilitärDie Ergebnisse der Grund- und Gebäudesteuerveranlagung im Regierungsbezirk Köslin (Kgl. Finanzministerium, Hrsg.) Berlin 1866, 5. Abschnitt: Kreis Lauenburg, S. 2, Nr. 33. 1867 106 Preußisches Statistischen Landesamt: Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung (Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Pommern). Berlin 1873, S. 168–169, Nr. 95. 1871 94 darunter 93 Evangelische und ein Katholik 1905 564 zusammen mit Gut LischnitzOstpommern e.V.: (März 2008).
Kirchspiel bis 1945 Die Evangelischen aus Ober Lischnitz gehörten zum Kirchspiel Krampkewitz.
Literatur Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 1069, Absatz (22). Franz Schultz: Geschichte des Kreises Lauenburg in Pommern. Lauenburg i. Pom. 1912, S. 387–388.
Weblinks Der Wohnort Ober Lischnitz in der ehemaligen Gemeinde Lischnitz im Kreis Lauenburg (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011) Amtsbezirk Lischnitz (Rolf Jehke, 2011)
Fußnoten
Kategorie:Ort in Pommern Kategorie:Ort der Woiwodschaft Pommern Kategorie:Gmina Nowa Wieś Lęborska