Anita Spada (eigentlich Anneliese Kambeck; * 26. April 1913Anita Spada in den Akten der Reichskulturkammer in EssenSchiller-Nationalmuseum und Deutsches Literaturarchiv: Marbacher Magazin, Ausgaben 111–116, 2005Bärbel Schrader: „Jederzeit widerruflich“: Die Reichskulturkammer und die Sondergenehmigungen im Theater und Film des NS-Staates 1933–1945. Metropol Verlag, 2008; † nach 1944) war eine deutsche Sängerin.

Leben Spada trat in Varietés und Operetten auf.Rosa Sala Rose: Lili Marlene: The Biography of a Song. 2013 Ab 1935 trat sie im Berliner Theater Scala auf,Josef Donderer: ..und abends in die Scala: Fotografien. Nicolai, Berlin 1991 u. a. mit Georg Alexander.Scala: „Festspiele“; Georg Alexander und Anita Spada; (dahinter Girls) Fotografie im Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg Sie gastierte u. a. auch im Stuttgarter Friedrichsbau. In den späten 1930er-Jahren nahm Spada mehrere Songs auf, mit Peter Kreuder und seinen Solisten Fräulein Niemand (Telefunken),Fräulein Niemand (feat. Anita Spada), Peter Kreuder mit seinen Solisten. Aus dem Album Sensation am Broadway (Schlager und Tanzmusik der Telefunken 1935–1936) und 1941, begleitet vom Orchester Heinz Munsonius, eine Coverversion von Lili Marleen (Imperial 17358) (Lied eines jungen Wachtpostens).Das Lied von der Lili und der anderen. In: Die Zeit, Nr. 39/1978

Im Oktober 1939 wurde sie auf Anordnung von Joseph Goebbels zusammen mit dem Scala-Pressechef Will Meyer, dem Kapellmeister Otto Stenzel und dem Conferencier Heinz Heimsoth vorübergehend verhaftet.Wolfgang Jansen: Das Variété: die glanzvolle Geschichte einer unterhaltenden Kunst. Edition Hentrich, 1990, S. 219 Im Rahmen der Truppenbetreuung reiste Anita Spada – neben anderen Künstlern wie Delia Reinhardt, Edith Schollwer oder Karl Fochler – im Februar 1941 nach Italien. Zur selben Zeit, als Lale Andersen mit dem Lied Lili Marleen in Ungnade gefallen war, heiratete Spada im Jahr 1942 Hans Hinkel, der im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda als Sonderbeauftragter für „Kulturpersonalien“ zuständig war und in den letzten Jahren des NS-Regimes als ihr Beschützer fungierte.Michael H. Kater: Different Drummers: Jazz in the Culture of Nazi Germany. 2003, S. 142. Spada stand 1944 auf der Gottbegnadeten-Liste.

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Einzelnachweise

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