Billy Toffel (* 19. Juni 1916 als André-Robert Toffel in Lausanne; † unbekannt; heimatberechtigt in La Roche FR und Pont-la-Ville FRhttps://familysearch.org/ark:/61903/3:1:939X-453R-R?mode=g&i=55&wc=QS81-W38%3A1019547801%2C1020170501%3Fcc%3D1932363&cc=1932363) war ein Schweizer Jazz- und Unterhaltungsmusiker (Gitarre, Gesang, Kontrabass) und Schauspieler.
Toffel wurde in Lausanne als Sohn des Célestin Toffel und der Blanche geb. Oberhänsli geboren. Er trat zunächst in Paris als Singer-Songwriter auf.Billboard vom 20. August 1949 Er sang dann Mitte der 1930er-Jahre im Orchester von Ray Ventura,Zappy Max: Jacques Hélian et son orchestre: une saga fabuleuse, 2006. S. 93. bevor er ab 1936 zunächst in Berlin, dann in der Schweiz Mitglied von Teddy Stauffer und seinen Original-Teddies war. Auf mehreren Aufnahmen, die von 1937 bis 1939 entstanden, ist Toffel auch als Refrainsänger zu hören, u. a. mit den Cole-Porter-Titeln Who Knows? (Telefunken A2534) und Ridin’ High (A2199) sowie Jeepers Creepers (A2896), Did I Remember (A2107), A Sailboat in the Moonlight (A2307), Slim Gaillards The Flat Foot Floogee (A2838) und dem damals populären Song Goody Goody (A2027) von Matty Malneck und Johnny Mercer. Stauffer ließ „Billy Toffel die Songs kühn auf Englisch vortragen, trotz der beiden Aufpasser, die das Propagandaministerium jeden Abend hinschickte“.Paul Hubschmid: Schöner Mann, was nun?. 1994, S. 46Der Sänger Billy Toffel In: Zürcher Illustrierte, Bd. 16, Heft 38, 1940, S. 1030
Toffel nahm außerdem mit Coleman Hawkins (1936 begleitet von The Berries um Ernest BernerErnst Höllerhagen (cl,as), Hugo Peritz (cl,ts) oder Omer de Cock (ts), Coleman Hawkins (ts,vcl), Ernest Berner (p), Billy Toffel (git), James Gobalet oder Fred Jaquillard (kb), Berry Peritz (dr)), dem Orchester von Paul Misraki (Insensiblement, Polydor 560.005), Buddy Bertinat, Eddie Brunner, Bob Wagner und dem Jerry Thomas Swingtet auf. 1944 bis 1946 spielte er für Elite und Decca Records unter eigenem Namen mehrere französische Gesangstitel ein wie Ma Sérénade oder Hello, Baby, Mademoiselle, begleitet von Jack Trommer and His Orchestra bzw. von Tony Bell (Radio Geneve). Im Bereich des Jazz war er zwischen 1936 und 1949 an 111 Aufnahmesessions beteiligt.Tom Lord: The Jazz Discography (online, abgerufen am 22. März 2016) Um 1947 spielte er für Decca Records den Filmsong Tout le long des rues ein;Decca 27.088. Der Song stammt aus dem Film Le chanteur inconnu (1947), vorgetragen von Tino Rossi. 1948 nahm er mit Zarah Leander den Song Triste Serenade auf. 1949 trat er im New Yorker Cafe Wienecke auf, Mitte der 1960er-Jahre tourte er noch in Europa.Billboard vom 14. November 1964, S. 44 Nach seiner Auswanderung nach Mexiko produzierte er dort u. a. Werbefilme, TV-Shows und Schallplatten. Er war verheiratet und hatte drei Söhne.
Weblinks
J. T. Schmid: Billy Toffel. swissjazzorama.ch
Einzelnachweise
Kategorie:Jazz-Gitarrist Kategorie:Sänger Kategorie:Jazz-Bassist Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1916 Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert Kategorie:Mann