The Viola in My Life ist ein vierteiliger Kompositionszyklus des US-amerikanischen Komponisten Morton Feldman.
Geschichte Feldman begann den Zyklus 1970 in Honolulu, wo er das erste Stück für Karen Philips, Bratschistin an der Universität von Honolulu, schrieb. Feldman, der zuvor mit offenen grafischen Notationen experimentiert hatte, kehrte mit diesem Stück zur traditionell-präzisen Notation zurück.
Er nutzt darin Stille und leise gespielte Töne, um einen mystischen, kargen Effekt am unteren Rand des Hörbaren zu erzeugen, bei dem der Hörer aufgefordert oder gar gezwungen wird, der Musik seine volle Aufmerksamkeit zu widmen.allmusic.com Die Uraufführung erfolgte am 19. September 1970 in London; Karen Philips spielte die Viola, begleitet wurde sie von den Pierrot Players unter Dirigent Peter Maxwell Davies.
Die Teile II und III komponierte Feldman dann im Oktober desselben Jahres; Teil IV folgte im März 1971.
Feldman, der sich für seine Musik zuweilen als von der „flachen Oberfläche“ der amerikanischen Avantgarde-Maler seiner Generation beeinflusst sah, beschrieb sein Werk wie folgt:
Aufnahmen Feldman selbst dirigierte die Erstaufnahme von The Viola in My Life (I–III) am 7. Dezember 1970 in der CAMI Hall, NYC. Die Besetzung dabei war:
Karen Philips: Viola Anahid Ajemian: Violine Seymour Barab: Cello David Tudor: Piano Paula Robinson: Flöte Arthur Bloom: Klarinette Raymond DesRoches: Percussion
Die Aufnahme wurde im Jahr 1971 von Composers Recordings Inc. (CRI) als Schallplatte veröffentlicht; die B-Seite bildete dabei die längere Komposition False Relationships And The Extended Ending, ebenfalls von Morton Feldman.
1992 wurde The Viola in My Life (I-IV) von CRI in der Reihe American Masters zusammen mit False Relationships And The Extended Ending und Why Patterns? unter dem Titel The Music of Morton Feldman auf CD veröffentlicht.discogs.com
Einzelnachweise
Kategorie:Werk (Neue Musik)