mini|hochkant|Marie-Luise Stockinger beim Österreichischen Filmpreis 2025 Marie-Luise Stockinger (* 27. September 1992) ist eine österreichische Schauspielerin, die seit 2015 am Wiener Burgtheater engagiert ist.

Leben Stockinger ist die Tochter des Versicherungsmanagers Josef Stockinger und hat drei Geschwister. Sie debütierte 2010 in diversen Rollen von Wedekinds Frühlings Erwachen am Landestheater Linz, Regie führte Holger Schober.Max Reinhardt Seminar: , abgerufen am 21. März 2016 Danach absolvierte sie eine Schauspielausbildung am Wiener Max Reinhardt Seminar, die sie 2015 abschloss. Während ihrer Ausbildung spielt sie am Reinhardt Seminar in Medea und in der Affäre Rue de Lourcine, die Miranda in Shakespeares Der Sturm und die Titelrolle in Wedekinds Lulu, sowie zuletzt in Albert Camus’ Das Missverständnis. Am Theater Nestroyhof war sie 2013 in Handkes Der Ritt über den Bodensee zu sehen. Beim International Theatre Schools Festival in Warschau bekam sie 2015 den „Best Leading Role Award“ für die Darstellung der Lulu.

Seit 2015 gehört sie dem Ensemble des Wiener Burgtheaters an.

Kleinere Rollen übernahm sie auch in der österreichischen Fernsehserie CopStories, Regie führte Michael Riebl, sowie in der TV-Fassung der Burgtheaterinszenierung von Hermann Bahrs Das Konzert, inszeniert von Felix Prader.

Für ihre Darstellung der Irina in Drei Schwestern am Burgtheater ist sie für den Nestroy-Preis 2016 in der Kategorie Bester Nachwuchs weiblich nominiert.

2017 stand sie für den Fernsehzweiteiler Maria Theresia von Robert Dornhelm in der Titelrolle vor der Kamera. Im Rahmen der Romyverleihung 2018 wurde sie dafür in der Kategorie Bester Nachwuchs weiblich ausgezeichnet.Kurier: ROMY-Akademie: Es geht um die Besten der Besten. Artikel vom 3. März 2018, abgerufen am 3. März 2018.Kurier: Die Gewinner der Akademie-Romy 2018. Artikel vom 5. April 2018, abgerufen am 6. April 2018.

In der Fernsehdokumentation Die Unbeugsamen – Drei Frauen und ihr Weg zum Wahlrecht (2019) von Beate Thalberg aus der Reihe Universum History verkörperte sie die Rolle der Hildegard Burjan.

2021 wurde sie für einen Nestroy-Preis für ihre Darstellung einer Kindsmörderin in Lucy Kirkwoods „Das Himmelszelt“ in der Kategorie Beste Hauptrolle nominiert.Marie-Luise Stockinger als Sally Poppy in „Das Himmelszelt“ von Lucy Kirkwood, Burgtheater, auf nestroypreis.at 2022 erneut für Frank Castorfs Bearbeitung von Peter Handkes “Zdenek Adamec”.

Für ihre Darstellung einer alkoholkranken Mutter im Spielfilm Gina von Ulrike Kofler erhielt sie 2025 den Diagonale Schauspielpreis und war für den Österreichischen Filmpreis in der Kategorie „Beste weibliche Darstellerin“ nominiert.

Seit 2025 ist sie Mitglied der European Film Academy. Im August 2026 wurde bekanntgegeben, dass sie ab Herbst 2026 auf Vorschlag ihrer Vorgängerin Karin Bergmann die künstlerische Leitung des Literatur- und Theaterprogramms der Salzkammergut Festwochen Gmunden übernehmen soll.

Rollen am Burgtheater 2015: (Übernahme) Das Konzert von Hermann Bahr, Regie: Felix Prader, Rolle: Fräulein Wehner – Akademietheater 2015: Antigone von Sophokles, Regie: Jette Steckel, Rolle: Chor – Burgtheater 2015: Die Hamletmaschine von Heiner Müller, Regie: Christina Tscharyiski, Rolle: Ophelia – Vestibül 2015: Der eingebildete Kranke von Molière, Regie: Herbert Fritsch, Rolle: Angélique – Burgtheater 2016: Drei Schwestern von Anton Tschechow, Regie: David Bösch, Rolle: Irina – Burgtheater 2016: Über meine Leiche von Stefan Hornbach, Regie: Nicolas Charaux – Kasino 2016: Hexenjagd von Arthur Miller, Regie: Martin Kušej, Rolle: Mary Warren – Burgtheater 2017: Drei sind wir von Wolfram Höll, Regie: Valerie Voigt-Firon – Vestibül 2017: Liebesgeschichten und Heiratssachen von Nestroy, Regie: Georg Schmiedleitner, Rolle: Fanny Fett – Burgtheater 2017: Schlechte Partie von Alexander Nikolajewitsch Ostrowski, Regie: Alvis Hermanis, Rolle: Larissa Dimitrijewna 2017: Vor Sonnenaufgang von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann, Regie: Dušan David Pařízek, Rolle: Helene Krause 2018: Europa flieht nach Europa von Miroslava Svolikova; Regie: Franz – Xaver Mayr 2018: Schöne Bescherung von Alan Ayckbourn, Regie: Barbara Frey, Rolle: Pattie – Burgtheater 2019: Die Ratten von Gerhart Hauptmann, Regie: Andrea Breth, Rolle: Walburga – Burgtheater 2019: Faust von Johann Wolfgang von Goethe, Regie: Martin Kušej, Rolle: Hexe – Burgtheater 2019: Don Carlos von Friedrich Schiller, Regie: Martin Kušej, Rolle: Elisabeth von Valois – Burgtheater 2019: Edda von Thorleifur Örn Arnasson und Mikael Torfason, Regie: Thorleifur Örn Arnasson, Rolle: Thor – Burgtheater 2020: This is Venice (Othello & Kaufmann von Venedig), Regie: Sebastian Nübling, Rolle: Desdemona – Burgtheater 2020: Das Himmelszelt von Lucy Kirkwood, R: Tina Lanik, Rolle: Sally Poppy - Burgtheater 2021: Zdeněk Adamec von Peter Handke, R: Frank Castorf - Burgtheater 2021: Lärm. Blindes Sehen. Blinde Sehen. von Elfriede Jelinek, R: Frank Castorf-Akademietheater 2022: Am Ende Licht von Simon Stephens, Regie: Lilja Rupprecht - Akademietheater 2022: Ingolstadt von Marieluise Fleißer, Regie: Ivo van Hove - Salzburger Festspiele, Rolle: Olga, Burgtheater 2022: Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth, Regie: Mateja Koležnik, Rolle: Karoline, Burgtheater 2023: Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare, R: Barbara Frey, Rolle: Lysander/Schnock, Co-Produktion Ruhrtriennale 2023: Dantons Tod von Georg Büchner, R: Johan Simons, Rolle: Lucile, Burgtheater 2023: Heldenplatz von Thomas Bernhard, R: Frank Castorf, Burgtheater 2024: Hamlet von William Shakespeare, R: Karin Henkel, Burgtheater 2025: Herr Puntila und sein Knecht Matti von Bertolt Brecht, R: Antú Romero Nunes, Rolle: Eva, Burgtheater 2026: Glaube Liebe Hoffnung, R: Lucia Bihler, Rolle: Elisabeth

Weitere Rollen 2022: Ingolstadt nach Marieluise Fleißer, bei den Salzburger Festspielen, Regie Ivo van Hove 2025: Die Letzten Tage der Menschheit von Karl Kraus, bei den Salzburger Festspielen, Regie Dušan David Pařízek

Filmografie 2017: Maria Theresia 2018: Zauberer 2019: Universum History – Die Unbeugsamen – Drei Frauen und ihr Weg zum Wahlrecht 2021: Stadtkomödie (Fernsehfilmreihe, Man kann nicht alles haben) 2023: Schnee (Fernsehserie) 2024: Kafka! (Fernsehserie) 2024: Gina (Spielfilm: FilmAg) 2025: AMS – Arbeit muss sein (Spielfilm), Regie: Sebastian Brauneis 2025: Braunschlag (Fernsehserie)

Siehe auch Burgtheaterbesetzungen ab 2014

Auszeichnungen 2015: International Theatre Schools Festival-Award in der Kategorie Best Leading Actress 2017: Nominierung Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie Bester Nachwuchs weiblich 2018: Romy in der Kategorie Bester Nachwuchs weiblich 2021: Nominierung Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin 2022: Nominierung Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin 2024: Nominierung Nestroy-Theaterpreis Publikumpreis 2025: Diagonale-Schauspielpreis für Gina 2025: Nominierung Österreichischer Filmpreis als Beste Hauptdarstellerin für Gina

Weblinks

Marie Luise Stockinger bei Theapolis, abgerufen am 14. Juni 2025 Max Reinhardt Seminar, Interview mit der Schauspielerin Die Presse: , 18. September 2015 (von Daniel Kalt) Marie-Luise Stockinger auf den Webseiten des Wiener Burgtheaters

Einzelnachweise

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