mini|Lazar Muromski (Murmanski) mini|Lazarus-Kirche auf Kischi Lazarus von Murom (* angeblich 1286 in Konstantinopel, Byzantinisches Reich; † 8. Märzjul./20. Märzgreg. 1391 im Kloster Murom, Republik Nowgorod) bzw. Lazar(us) Muromski (russisch Лазарь Муромский), gelegentlichLazarus hatte weder mit der zentralrussischen Stadt Murom noch mit der (erst 1915/16 entstandenen) nordrussischen Hafenstadt Murmansk zu tun, sondern mit dem Murom-See (Teil des Onegasees) und der in diesem See befindlichen Insel Murma. auch Larazus von Murmansk (Lazarus Murmanski, russisch: Лазарь Мурманский), war ein griechisch-orthodoxer Missionar in NordrusslandGeoffrey Parker (Hrsg.): Weltbild Atlas zur Weltgeschichte, Seite 41. Bechtermünz, Augsburg 1998 (Karelien) und wird in der Russisch-Orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt (Gedenktag 8. März).Orthodox Church in America: Lives of the Saints – Venerable Lazarus of Murom
Er gilt als der erste Missionar unter den östlichen Samen.Wiktorija Bakula (2016): "Vokalizm p'ervogo sloga v kil'dinskom dialekte saamskogo jazyka po dannym Jevang'elija ot Matfeja (1878)". In: Uralo-altajskije issledovanija 22:3, S. 13–33; Zitat: Первым крестителем саамов по праву считается Лазарь Муромский
Murom-Kloster Nach einer Zeit als Mönch in den Klöstern auf Athosoldbelievernews livejournal: Mt. Athos history wurde Lazarus 1343 nach Nowgorod gesandt, um russischen Missionaren bei der Bekehrung der Karelier und der übrigen finnougrisch-sprachigen („finnischen“) Völker zu helfen.Gregor von Helmersen, Leopold von Schrenck: Beiträge zur Kenntnis des Russischen Reiches und der angrenzenden Länder Asiens, Zweite Folge, Seiten 299–302. Akademie der Wissenschaften, St. Petersburg 1884René Gothóni, Graham Speake: The Monastic Magnet – Roads to and from Mount Athos, Seite 80. Peter Lang, Bern 2008
Zusammen mit anderen griechischen und russischen Mönchen und Missionaren errichtete Lazarus 1352 bei Olonez auf der Insel Mucha (Murma) im Murom-See (am Ostufer des Onegasees, südlich der Wodla-Mündung und nördlich der Andoma-Mündung) das Uspenski-Kloster Murom (Muromskij-Kloster)Hubert Jedin, Jochen Martin: Atlas zur Kirchengeschichte, Seite 81. Herder, Freiburg 1987Michael Klimenko: Ausbreitung des Christentums in Russland seit Vladimir dem Heiligen bis zum 17. Jahrhundert, Seite 213. Lutherisches Verlagshaus, Berlin/Hamburg 1969, wo er im legendären Alter von 105 Jahren verstorben sein soll.
Das Kloster wurde im 18. Jahrhundert zunächst geschlossen, dann aber Ende des 19. Jahrhunderts wieder geöffnet und 1918 erneut geschlossen, woraufhin es verfiel. Erst 1991 wurde es erneut in Betrieb genommen.Russia beyond the headlines: Karelien – Russland nordisch herb
Lazarus-Kirche Die erhalten gebliebene Lazarus-Kirche (Kirche der Auferstehung des heiligen Lazarus) des Klosters wurde 1959 auf die nahegelegene Onegasee-Insel Kischi versetzt. Ob die Kirche tatsächlich im Jahr 1390 noch von Lazarus selbst erbaut wurde, ist umstritten.Andreas Sternfeldt: Flusskreuzfahrten Russland – Unterwegs auf Wolga, Don, Enisej, Lena und Amur, Seite 128. Trescher, Berlin 2014
Anmerkung
Einzelnachweise
Siehe auch Stefan von Perm
Kategorie:Person (Russisch-Orthodoxe Kirche) Kategorie:Geboren 1286 Kategorie:Gestorben 1391 Kategorie:Mann Kategorie:Samische Studien Kategorie:Heiliger (14. Jahrhundert)