120px|mini|Wappen der Herrschaft Lichtenberg 120px|mini|Wappen der Grafschaft Hanau-Lichtenberg seit 1606 120px|mini|Wappen der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt Das Amt Neuweiler war ein Amt der Herrschaft Lichtenberg, später der Grafschaft Hanau-Lichtenberg, von der es an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt überging.
Geschichte Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde das Amt Buchsweiler geteilt und das Amt Neuweiler daraus ausgegliedert.Eyer, S. 238.
Anna von Lichtenberg (* 1442; † 1474), eine der beiden Erbtöchter Ludwigs V. von Lichtenberg (* 1417; † 1474) heiratete 1458 den Grafen Philipp I. den Älteren von Hanau-Babenhausen (* 1417; † 1480), der eine kleine Sekundogenitur aus dem Bestand der Grafschaft Hanau erhalten hatte, um heiraten zu können. Durch die Heirat entstand die Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Nach dem Tod des letzten Lichtenbergers, Jakob von Lichtenberg, eines Onkels von Anna, erhielt Philipp I. d. Ä. 1480 die Hälfte der Herrschaft Lichtenberg. Dazu zählte auch das Amt Neuweiler.
Mit der Reunionspolitik Frankreichs unter König Ludwig XIV. kam das Amt Neuweiler unter französische Oberhoheit. Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III. 1736, fiel das Erbe – und damit auch das Amt Neuweiler – an den Sohn seiner einzigen Tochter, Charlotte, Landgraf Ludwig (IX.) von Hessen-Darmstadt. Mit dem durch die Französische Revolution begonnenen Umbruch wurde das Amt Buchsweiler Bestandteil Frankreichs und in den folgenden Verwaltungsreformen aufgelöst.
Nach einer Zählung vom Mai 1798 hatte das Amt 1.433 Einwohner.Matt, S. 7.
Bestandteile Ortschaften
Ort Herkunft Recht Anmerkung HüneburgKnöpp, S. 14. (Burg)Eyer, S. 238, rechnet die Burg zum Amt Ingweiler. In zwei Schritten erworben: 1288 die Anteile des Ritters von Hüneburg (¾ der Burg)Eyer, S. 29, 57. und 1427Eyer, S. 167. oder 1466Eyer, S. 75. das der Kurpfalz gehörende Viertel. ¾ ReichslehenEyer, S. 128., ¼ kurpfälzisches LehenEyer, S. 166; Knöpp, S. 14.; im 18. Jh. löste dann die Landgrafschaft Hessen das Lehen der Kurpfalz ab.Eyer, S. 167. Zur Burg gehörten auch zwei Mühlen.Eyer, S. 130. Neuwiller-lès-Saverne (Neuweiler, Stadt)Knöpp, S. 14.Eyer, S. 238, rechnet die Stadt zum Amt Ingweiler. Seit 1298 Pfand des Bischofs von MetzEyer, S. 57, 162. Lehen des Bischofs von Metz.Eyer, S. 160; Knöpp, S. 14. Nach einer der bei KnöppKnöpp, S. 14. genannten Quellen zum Amt WolfisheimDie Herren von Lichtenberg besaßen auch die Vogtei des Klosters Neuweiler (Eyer, S. 51).
Weitere Bestandteile Zum Amt Neuweiler gehörten weiter: die BocksmühleKnöpp, S. 14, Matt, S. 7., der Hof FüllengartenKnöpp, S. 14.Nach Eyer, S. 238, war der Hof Füllengarten Mitte des 15. Jhs. Bestandteil des Amtes Ingweiler., die MayenbächelmühleKnöpp, S. 14. (NeumühleMatt, S. 7.) und der Zellerhof mit einer Mahl- und einer SägemühleKnöpp, S. 14; Matt, S. 7.
Literatur
Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6]. Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480–1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.
Anmerkungen
Einzelnachweise
Neuweiler Kategorie:Geschichte (Elsass) Kategorie:Historisches Territorium (Frankreich) Neuweiler