mini|alternativtext=|Rita Schmutzler (2024) Rita Katharina Schmutzler (* 1958) ist eine deutsche Medizinerin und Hochschullehrerin. Sie ist Gynäkologin und spezialisiert auf die Betreuung von Personen mit einer familiären Belastung für Tumorerkrankungen. Schmutzler ist ferner Sprecherin des Deutschen Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs und Vorstandsmitglied des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO). Bis Herbst 2025Abschiedsvorlesung: „Von der Prädiktion zur Prävention“ war sie Direktorin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs sowie des Nationalen Centrums Familiäre Tumorerkrankungen (NCFT®) am Universitätsklinikum Köln. Seit 2026 ist Schmutzler Präsidentin der Stiftung Deutsche Krebshilfe.
Leben Von 1979 bis 1984 absolvierte Rita Schmutzler ihr Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. Dort promovierte sie 1984. Im darauffolgenden Jahr 1985 und 1988 schloss sie die Amerikanischen Medizinischen Examina FMGEMS und FLEX erfolgreich ab. Von 1986 bis 1992 absolvierte Schmutzler eine Weiterbildung in Gynäkologie und Geburtshilfe an der Universität Bonn, wo sie ab 1994 auch den Aufbau und die Leitung des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs an der Frauenklinik übernahm. Seit 2003 ist sie Universitätsprofessorin und seit 2012 Direktorin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs des Universitätsklinikums Köln.Prof. Dr. Rita K. Schmutzler - Curriculum Vitae. Stand 2024
1984 startete Schmutzler ihren wissenschaftlichen Werdegang als Assistentin am Institut für Biochemie der Universität Bonn. Im darauffolgenden Jahr 1985 erhielt sie ein DAAD-Stipendium auf dem Gebiet der gynäkologischen Endokrinologie an der Eastern Virginia Medical School, Norfolk, USA. Von 1989 bis 1990 bekam sie ein DFG-Stipendium zum Thema Genvarianten des Östrogenrezeptors beim Mammakarzinom an der Mount Medical School, New York, USA.
Von 1994 bis 1997 folgte ein DFG-Habilitationsstipendium mit der anschließenden Habilitation im Fachgebiet Gynäkologie und Geburtshilfe sowie zum Thema Molekulargenetische Alterationen beim sporadischen Mammakarzinom im Jahr 1997. 2003 wurde Schmutzler zur Stiftungsprofessorin der Deutschen Krebshilfe für Molekulare Gynäko-Onkologie an der Frauenklinik der Universität zu Köln ernannt. Seit 2005 koordiniert sie die 23 Zentren für Familiären Brust- und Eierstockkrebs in Deutschland. Als Leiterin mehrerer Drittmittel-geförderter Projekte zur Identifikation und diagnostischen, präventiven und therapeutischen Bedeutung Brustkrebs-assoziierter Risikogene durch die Stiftung Deutsche Krebshilfe, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das BMBF hat sich Schmutzler seit 1994 einen Namen gemacht. Am 9. Oktober 2025 hielt sie in Köln ihre öffentliche Abschiedsvorlesung und wurde anschließend emeritiert.
Soziales Engagement Rita Schmutzler ist seit 2010 Gründungsmitglied des gemeinnützigen Vereins BRCA-Netzwerk – Hilfe bei familiären Krebserkrankungen.
Seit Februar 2026 ist sie Präsidentin der Stiftung Deutsche Krebshilfe. Vorgängerin in diesem Amt war Anne-Sophie Mutter.
Forschungsschwerpunkte Schmutzlers Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Krebsprävention, risikoadaptierte Prävention, Gynäkologische Onkologie, speziell Molekulargenetik des Mamma- und Ovarialkarzinoms, hereditäre gynäkologische Tumorerkrankungen. Ziel ihrer Forschungsarbeit ist es, die genetischen Ursachen für die Veranlagung aufzuschlüsseln und betroffenen Patientinnen und Patienten vorbeugende Maßnahmen anzubieten, um entweder das Ausbrechen der Erkrankung zu verhindern oder die Krankheit so früh zu erkennen, dass sie heilbar ist.
Preise und Auszeichnungen 1998: Walther-Hohlweg-Preis der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, abgerufen am 13. März 2016. 1999: Ingrid-zu-Solms-Preis des Deutschen ÄrztinnenbundesIngrid zu Solms-Stiftung – Preisträgerinnen, abgerufen am 16. März 2016. 2010: Gunther-Bastert-Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe 2020: Deutscher Krebspreis 2020 (translationaler Teil) der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebsstiftung 2021: Universitätspreis 2020 in der Kategorie Forschung der Universität zu Köln 2021: Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen (Kategorie: Innovation) 2023: Deutscher Preis für Krebspräventionsforschung des Deutschen Krebsforschungszentrums, DKFZ 2024: Wilhelm-Warner-Preis 2023 für das Lebenswerk im Bereich der Forschung und Versorgung bei familiär, genetisch bedingtem Mamma- und Ovarialkarzinom.Prof. Schmutzler erhält Wilhelm-Warner-Preis konsortium-familiaerer-brustkrebs.de 11. Juni 2024
Gremien und Ehrenämter (Auswahl) Seit 2002: Mitglied der AGO Mamma der Deutschen Krebsgesellschaft. ago-online.de; abgerufen am 17. März 2016. 2004–2013: Mitglied im Fachausschuss der Stiftung Deutsche Krebshilfe. krebshilfe.de; abgerufen am 17. März 2016. Seit 2007: Sachverständige der S3-Leitlinienkommission für Brustkrebsfrüherkennung und für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und der Deutschen Krebsgesellschaft. 2008–2016: Fachkollegiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft Seit 2009: Mitglied des Expertengremiums zum Nationalen Krebsplan und verantwortlich für das Papier zur risiko-adaptierten Früherkennung im Handlungsfeld 1 Seit 2009: Sachverständige der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in der Gendiagnostikkommission beim Robert-Koch-Institut Berlin für die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. 2010–2012 Vorstandsmitglied der DGGG (Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe). 2011–2016: Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Erbliche Tumorerkrankungen (AET) der Deutschen Krebsgesellschaft.Arbeitsgemeinschaft Erbliche Tumorerkrankungen(AET) der Deutschen Krebsgesellschaft; abgerufen am 16. März 2016. Seit 2012: Mitglied des Ethikbeirats der Nationalen Kohorte gefördert durch das BMBF.Ethikbeirat der Nationalen Kohorte. nako.de; abgerufen am 16. März 2016. Seit 2021: Mitglied im Senat der Helmholtz-GemeinschaftMitglieder des Senats der Helmholtz-Gemeinschaft (Stand: September 2024) helmholtz.de Seit 2022: Mitglied im Beirat des Zentrums für Registerdaten (ZfRD) am Robert Koch Institut (RKI), berufen durch das BMG
Patente und eingetragene Marken 2014: TruRisk® Genpanelbundesgesundheitsministerium.de: PDF 2015: NCFT®, Nationales Zentrum Familiäre Tumorerkrankungen 2021: HRD Test, Method for assessing homologous recombination deficiency in ovarian cancer cells European patent application No.; BVK Reference: RIS-01/20-EPA; WJS Reference: UN23A01/P-EP
Weblinks
Publikationen von Rita Schmutzler in der US National Library of Medicine National Institutes of Health Website des Deutschen Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs Kölner Frauen*Stadtplan: Rita Schmutzler.
Einzelnachweise
Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert) Kategorie:Gynäkologe, Geburtshelfer Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln) Kategorie:Absolvent der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1958 Kategorie:Frau