Katharina Huber (* 3. Oktober 1995 in Leoben) ist eine österreichische Skirennläuferin. Sie ist auf die Disziplinen Slalom und Riesenslalom spezialisiert. Ihr bislang größter Erfolg ist der Gewinn der Goldmedaille in der Team-Kombination bei den Olympischen Winterspielen 2026.

Biografie Huber stammt aus St. Georgen am Reith in Niederösterreich. Als 15-Jährige nahm sie ab Dezember 2010 an FIS-Rennen teil, zunächst noch in allen Disziplinen. Ihre ersten Einsätze im Europacup hatte sie im Januar 2013. Im selben Monat wurde sie österreichische Riesenslalom-Juniorenmeisterin. Allmählich begann sie sich auf Slalom und Riesenslalom zu konzentrieren. Im Dezember 2014 fuhr sie im Europacup erstmals in die Punkteränge, einen Monat später gewann sie ihr erstes FIS-Rennen.

Ihr Debüt im Weltcup hatte Huber am 28. November 2015 in Aspen. Dort fuhr sie im Slalom überraschend auf den 18. Platz und gewann damit auf Anhieb Weltcuppunkte. Einen Tag später folgte ein 17. Platz, was in der Saison 2015/16 das beste Ergebnis war. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2016 in Sotschi gewann sie die Bronzemedaille im Slalom.

Huber konnte sich nach und nach im Weltcup etablieren, Punkte sammelte sie überwiegend im Slalom, aber auch im Riesentorlauf geht sie manchmal an den Start. Sie wurde bei den Weltmeisterschaften 2019 in Åre für den Slalom nominiert und wurde starke Siebente. Ihr bis zu diesem Zeitpunkt bestes Weltcupergebnis erzielte Huber mit dem achten Platz im Slalom in Levi zu Saisonbeginn 2019/20. Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking gewann sie nach Platz 12 im Slalom gemeinsam mit Michael Matt, Johannes Strolz, Stefan Brennsteiner, Katharina Truppe und Katharina Liensberger die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb, wobei sie wie Matt ohne Einsatz blieb.

In den beiden darauffolgenden Saisonen hatte Huber mit durchwachsenen Leistungen zu kämpfen. So konnte sie sich zwar immer wieder in den Weltcuppunkte klassieren, jedoch blieben absolute Spitzenresultate aus. Die Saison 2023/24 brachte schließlich eine Trendwende. Sie konnte sich in nahe zu allen Slaloms in den Top 10 klassieren. Ihr bisher bestes Weltcupergebnis erzielte sie dabei am 16. März 2024 beim Weltcupfinale in Saalbach mit Rang fünf im Slalom. Auf die drittplatzierte Anna Swenn-Larsson fehlten ihr am Ende nur knapp zwei Zehntelsekunden. An diese Leistungen konnte sie zunächst im Winter 2024/25 anknüpfen. Bei den Weltmeisterschaften im Februar 2025 in Saalbach belegte sie gemeinsam mit Cornelia Hütter den sechsten Platz in der erstmals ausgetragenen Team-Kombination. Auf die Bronzemedaille ihrer Teamkolleginnen Stephanie Venier und Katharina Truppe fehlten auch hier nur knapp zwei Zehntelsekunden.

In der Saison 2025/26 konnte sich Huber nach beständigen Leistungen für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo qualifizieren. Bei den auf der Olimpia delle Tofane ausgetragenen Alpinbewerben gewann die 30-jährige Steirerin am 10. Februar überraschend gemeinsam mit der Vorarlbergerin Ariane Rädler die Goldmedaille in der Team-Kombination. Es war dies die erste Goldmedaille bei den Damen für den ÖSV seit Anna Fenninger, welche 2014 die Goldmedaille im Super-G gewann. Am 18. Februar wurde sie als zweitbeste Österreicherin Sechste im Slalom.

Erfolge

Olympische Spiele Peking 2022: 1. Mannschaftswettbewerb, 5. Alpine Kombination, 12. Slalom Mailand-Cortina 2026: 1. Teamkombination, 6. Slalom

Weltmeisterschaften Åre 2019: 7. Slalom Cortina d’Ampezzo 2021: 13. Alpine Kombination, DNF Slalom Courchevel 2023: 11. Slalom, 13. Alpine Kombination, 33. Parallelrennen Saalbach-Hinterglemm 2025: 6. Team-Kombination, 14. Slalom

Weltcup 12 Platzierungen unter den besten zehn in Einzelrennen 1 Podestplatz bei Mannschaftswettbewerben

Weltcupwertungen Saison Gesamt Riesenslalom Slalom Parallel Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte 2015/16 90. 38 – – 34. 38 – – 2016/17 111. 11 – – 48. 11 – – 2017/18 82. 43 – – 31. 43 – – 2018/19 65. 76 – – 24. 76 – – 2019/20 61. 100 39. 18 20. 71 33. 11 2020/21 58. 92 – – 22. 92 – – 2021/22 42. 194 28. 63 16. 131 – – 2022/23 67. 74 43. 8 30. 66 – – 2023/24 31. 272 – – 10. 272 – –2024/25 44. 189 – – 14. 189 – –2025/26 52. 134 – – 15. 134 – –

Europacup Saison 2015/16: 6. Slalomwertung Saison 2017/18: 6. Slalomwertung Saison 2018/19: 8. Slalomwertung 2 Podestplätze, davon 1 Sieg: Datum Ort Land Disziplin 4. Februar 2019 Obdach Österreich Slalom

Australia New Zealand Cup Saison 2016: 3. Slalomwertung, 7. Gesamtwertung 2 Podestplätze, davon 1 Sieg

Juniorenweltmeisterschaften Hafjell 2015: 2. Mannschaftswettbewerb, 12. Slalom, 28. Riesenslalom Sotschi 2016: 3. Slalom

Weitere Erfolge 1 österreichischer Juniorenmeistertitel (Slalom 2013) 1 Sieg im Australia New Zealand Cup 2 Siege in FIS-Rennen

Weblinks

Offizielle Website von Katharina Huber

Einzelnachweise

Kategorie:Alpiner Skirennläufer (Österreich) Kategorie:Olympiasieger (Ski Alpin) Kategorie:Olympiateilnehmer (Österreich) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2022 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2026 Kategorie:Teilnehmer einer Alpinen Skiweltmeisterschaft Kategorie:Sportler (Waidhofen an der Ybbs) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1995 Kategorie:Frau