Paula Monjé (* 11. Juni 1844Civilstand der Stammgemeinde Düsseldorf. Geburten. Den 11. Juni. Clara Pauline Agathe, T. des Divisions-Predigers Hermann Gerhard Monje, Poststr. In: Düsseldorfer Zeitung. (No. 185) vom 5.7.1844 (uni-duesseldorf.de) in Düsseldorf; † 4. Mai 1919 ebenda) war eine deutsche Malerin der Düsseldorfer Schule.

Leben Paula Monjé war die Tochter von Hermann Monjé (1807–1849) aus Wesel,Ab 1836 Pfarrer in Düsseldorf – Vgl. Jochen Gruch (Hrsg.): Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland. Band III, Bonn 2018, Nr. 8800Hermann Gerhard Monjé, genealogisches Datenblatt im Portal heidermanns.net, abgerufen am 4. Oktober 2020 seit 1836 evangelischer Divisionsprediger an der Düsseldorfer Garnisonskirche, und der Maria (* 1809), eine geborene Bölling aus Düsseldorf. Clara Pauline Agathe wurde auf der Poststraße geborenMonje, H., Divisions-Prediger, Poststr. 1317. In: Vollständiger Adreß-Kalender und Wohnungs-Anzeiger der Stadt Düsseldorf, S. 84 (uni-duesseldorf.de) und erhielt ihre künstlerische Ausbildung, nach dem Besuch der Luisenschule, nicht an der Kunstakademie Düsseldorf, sondern privat bei Eduard Gebhardt und Wilhelm Sohn., auf archive.nrw.de, abgerufen am 27. Januar 2017 Ihre Mitstudentinnen waren Julia Schily-Koppers, Sophie Meyer, Margaret Harte und Margarete Loewe.Eine Malerin von hoher Qualität, Heimatverein und Stadtmuseum stellen Schily-Koppers-Raum vor, Pressemitteilung der Stadt Borken, vom 8. Februar 2008, abgerufen am 12. März 2016 In Paris studierte Monjé im Atelier von Jean Baptiste Courtois (1819–1870).In Deutsche Biographische Enzyklopädie, Band 7, Sauer, München, 2007, ISBN 978-3-598-25037-8, S. 179 wird ein Jean Baptiste Courtois genannt, wobei es sich nicht um den italienischen Kirchenmaler und Kupferstecher Jean-Baptiste Courtois mit französischer Herkunft handeln kann. Nachtrag S. 234 nennt Jean Baptiste Courtois frz. Maler (1819–1870). Alternativ kommt Gustave Courtois in Betracht, der an der Académie Colarossi auch weibliche Schüler unterrichtete. Studienreisen führten sie in die Niederlande und nach Italien. Monjé malte vor allem Porträts und Genrebilder. Sie war Mitglied der Allgemeinen Deutschen KunstgenossenschaftMitglieder der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft im Jahre 1890, auf wladimir-aichelburg.at, abgerufen am 12. März 2016 sowie im Verein Düsseldorfer Künstlerinnen und dem Verein der Düsseldorfer Künstler zur gegenseitigen Unterstützung und HülfeKarl Bone: Düsseldorf und seine Umgebung Städtebilder-Verlag, Zürich, 1890. Anhang. Kurzer Fremdenführer. S. 72 und nahm an zahlreichen Ausstellungen teil, darunter von 1878 bis 1884 an den Berliner Akademie-Ausstellungen in der Kunstbaracke und 1894 an der Internationalen Kunstausstellung im Glaspalast München. Seit Ende der 1870er Jahre war sie regelmäßig auf Ausstellungen der Düsseldorfer Galeristen Eduard Schulte und Bismeyer & Kraus vertreten. Seit 1890 orientierte sich Monjé auch nach Berlin, behielt den Wohnsitz und das Schüleratelier weiterhin in Düsseldorf. 1893, 1894, 1895, 1897, 1899 und 1899 stellte sie auf der Großen Berliner Kunstausstellung aus und war von 1890 bis 1894 Mitglied des Vereins der Berliner Künstlerinnen, wo sie 1891 den ersten Preis in einem von dessen Wettbewerben erhielt. Als Mitglied des Malkasten Künstlerverein trug sie für die Jubiläums-Ausstellung in der Kunsthalle mit dem Bildnis von Edmund Henoumont bei.Katalog für die Jubiläums-Ausstellung des „Malkastens“ bei der Gelegenheit seines 50. Stiftungsfestes, Juli 1898, Bildnisse der Mitglieder. S. 13Edmund Henoumont (1831–1910) war Hauptmann a. D., Dichter und Schriftsteller sowie „Ehrenbaas“ des Düsseldorfer Wanderbundes und gehörte mit Otto Erdmann dem „Kaiserfest-Comité des Künstlervereins ‚Malkasten‘“ an, das 1877 den Besuch Wilhelm I. im Künstlerhaus „Malkasten“ vorbereitete. Ihr Atelier befand sich in der Zeit zwischen 1895 und 1901 im Eiskellerberg, zeitgleich mit den Malern Carl Becker Wilhelm Döringer, Heinrich Otto, Rudolf Zahner und Hugo Zieger.Monjé, Paula, Rochusstr. 25, Atelier: Eiskellerberg 1; , Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1901, S. 891 Danach bis zu ihrem Tod zog sie sich an ihre Privatanschrift in der Rochusstraße zurück, wo sie sich eine Wohnung mit ihrer jüngeren Schwester Eugenie (* 1845)Civilstand Geburten 19. September 1845: Eugenie, Emilie, T. des Division-Predigers Monje, Pempelfort., in Düsseldorfer Kreisblatt und Täglicher Anzeiger, Nr. 272, vom 6. Oktober 1845 teilte.

Werke (Auswahl) hochkant|mini|Bildnis einer Frau in altdeutschem Kostüm, 1878 Patrizierin (Porträt einer alten Dame), 1878Verzeichniss der Werke lebender Künstler ausgestellt im provisorischen Ausstellungsgebäude auf dem Cantianplatz (1878), Nationalgalerie Berlin (verschollen) Bildnis einer Frau in altdeutschen Kostüm, 1878 Lachende Alte, 1878 Deutsches Volksfest im 16. Jahrhundert, 1883Bild: Deutsches Volksfest im 16. JahrhundertVerzeichniss der Werke lebender Künstler ausgestellt im provisorischen Ausstellungsgebäude auf dem Cantianplatz (1884), Nationalgalerie BerlinPaula Monjé: Deutsches Volksfest im 16. Jahrhundert, Bild gelangte als Geschenk der Künstlerin 1888 in die Nationalgalerie, auf smb-digital.de Bildnis einer jungen Dame, 1888, auf Auktionshaus Stahl, abgerufen am 12. März 2016 Puttenkonzert, 1889Puttenkonzert, 1889, auf Lotissimo, abgerufen am 12. März 2016 Portrait of a Noble Woman, Haynes Fine Art at the Bindery GalleriesPortrait of a Noble Woman Edmund Henoumont, 1893 Damenbildnis und Porträt, 1894Illustrierter Katalog der Münchener Jahresausstellung von Kunstwerken Aller Nationen im Glaspalast, Franz Hanfstaengl Kunstverlag, München, 1894 Kniebild von Robert Zelle, Öl auf Leinwand, H 129 cm × B 95 cm, um 1895, Stadtmuseum BerlinBildnis Robert Zelle – Oberbürgermeister von Berlin, Paula Monjé, um 1895 (Inventarnummer GEM 65/23), auf Stadtmuseum Sammlung Online, abgerufen am 4. Dezember 2017Monjé, Paula, Kniebild Robert Zelle, Oberbürgermeister von Berlin, auf Lost Art, abgerufen am 12. März 2016 Porträt einer Dame, 1897, auf Auctionata Männer am Kamin, 1904, Alte NationalgalerieDas Ehepaar Kaupmannsennecke übergab das Gemälde „Männer am Kamin“ von Paula Monjé als großzügige Schenkung an die Sammlung der Nationalgalerie. auf Staatliche Museen zu Berlin (smb.museum/nachrichten), vom 12. Februar 2020

Literatur Monje, Paula. In: Hermann Alexander Müller, Hans Wolfgang Singer (Hrsg.): Allgemeines Künstler-Lexikon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler. Band 6, Rütten & Loening, Frankfurt am Main 1922, S. 200 (Digitalisat).

Monjé, Paula. In: Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie. Band 7: Menghin – Pötel. K. G. Saur, München 2007, ISBN 978-3-598-25037-8, S. 179.

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