Hans Helmut Speidel (* 30. August 1938 in Mannheim) ist ein deutscher Brigadegeneral außer Dienst des Heeres der Bundeswehr.
Leben Speidel wurde als Sohn des Wehrmachts- und späteren Generals der Bundeswehr Hans Speidel geboren. Er absolvierte das Abitur in Freudenstadt und besuchte das Leibniz Kolleg der Eberhard Karls Universität Tübingen. 1957 trat er in die Bundeswehr ein.Henning Sußebach: Hans H. Speidel, Berlins neuer oberster Soldat. In: Berliner Zeitung, 29. September 1995. Er wurde zum Infanterieoffizier ausgebildet, war Zugführer, Jugendoffizier der 10. Panzerdivision, Hörsaalleiter an der Heeresoffizierschule II, Kompaniechef der 2. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 292 und S1-Offizier (Personal) der Panzerbrigade 29.
Von 1969 bis 1971 absolvierte Speidel den 12. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde.Detlef Bald, Wilhelm Nolte, Hans-Heinrich Steyreiff: Generalstabsausbildung zwischen Gesellschaft und Militär. Das Jahresarbeiten-Archiv. Hrsg. von der Führungsakademie der Bundeswehr und der Clausewitz-Gesellschaft, Mittler, Herford u. a. 1991, ISBN 3-8132-0375-1, S. 145. Anschließend war er stellvertretender Heeresattaché an der Deutschen Botschaft Washington, D.C., Generalstabsoffizier für Personal (G 1) der 5. Panzerdivision, Bataillonskommandeur des Jägerbataillons 112 in Regen, Referent im Referat I 5 im Führungsstab des Heeres im Bundesministerium der Verteidigung, G 1 des III. Korps in Koblenz, Heeresattaché an der Deutschen Botschaft London, Gruppenleiter in der Führerausbildung im Heeresamt in Köln, Leiter Arbeitsbereich im Planungsstab des Bundesministers der Verteidigung in Bonn, G 1 im Bundeswehrkommando Ost in Strausberg sowie Verteidigungs- und Heeresattaché an der Deutschen Botschaft Paris.
Ab Oktober 1995 war Speidel Kommandeur des Verteidigungsbezirkskommandos 100 und Standortkommandant Berlin.Barbara Junge: Der oberste Soldat der Stadt. In: die tageszeitung, 16. März 1998. Mit Ablauf des September 1998 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Von 2001 bis 2013 war Speidel Leiter des Regionalkreises Berlin der Clausewitz-Gesellschaft.Viktor Toyka, Rüdiger Kracht: Clausewitz-Gesellschaft. Chronik 1961–2011. Hrsg. durch die Clausewitz-Gesellschaft, Hamburg 2011, ISBN 978-3-9810794-6-3, S. 271. 1998 wurde er Präsident des Landesverbandes Berlin der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft;Ex-General neuer Präsident der DLRG. In: die tageszeitung, 14. Dezember 1998, S. 21. später wurde er Ehrenpräsident.
Speidel ist verheiratet, evangelisch und Vater von drei Töchtern und einem Sohn.
Auszeichnungen 1998: Commandeur de l’Ordre national du MériteFranzösischer Orden für Brigadegeneral Speidel. In: Der Tagesspiegel, Nr. 16249, 13. Februar 1998, S. 12. 2011: Ehrenabzeichen des Präsidenten des Technischen HilfswerksHans Helmut Speidel geehrt. thw.de, 25. November 2011.
Siehe auch Führungsakademie der Bundeswehr/Absolventen Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Person (Zivil-militärische Zusammenarbeit) Kategorie:Brigadegeneral (Heer der Bundeswehr) Kategorie:Deutscher Heeresattaché Kategorie:Deutscher Militärattaché Kategorie:Person (Bundesministerium der Verteidigung) Kategorie:Absolvent der Führungsakademie der Bundeswehr Kategorie:Träger des französischen Nationalverdienstordens (Kommandeur) Kategorie:Mitglied der Clausewitz-Gesellschaft Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1938 Kategorie:Mann