Der Opel Commodore ist ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse,Eckhart Bartels, Rainer Manthey: Opel: Fahrzeug-Chronik Band 2: 1952–1990. Podszun, Brilon 2012, ISBN 978-3-86133-620-4, S. 8/9 und 50. das die damals zum US-amerikanischen Automobilkonzern General Motors (GM) gehörende Adam Opel AG ab März 1972 verkaufte. Vom Rekord D unterscheidet er sich durch einen Sechszylindermotor und eine bessere Ausstattung. In Südafrika wurde er als Chevrolet, in der Schweiz als Ranger B angeboten.
Modellgeschichte Allgemeines Opel stellte Anfang 1972 den neuen Commodore B vor. Wie schon beim Vorgänger nutzte der Commodore Karosserie und Technik des Opel Rekord, in dieser Generation die des Rekord D. Vom simpler ausgestatteten Vierzylinder-Mittelklasse-Bestseller Rekord unterscheidet sich der Sechszylinder-Opel nur durch optische Details wie Kühlergrill und Rückleuchten unter mattschwarzer Blende mit Chromstreifen. Dafür sorgt ausschließlich ein Reihensechszylinder für den Vortrieb. Dieser leistet zwischen 85 (115) und 118 kW (160 PS) und beschleunigt den luxuriös ausgestatteten Commodore auf bis zu 200 km/h. Neben der viertürigen Limousine war auch wieder ein Coupé verfügbar. Die zweitürige Limousine wurde nicht mehr angeboten. Nach mehr als 140.000 Einheiten endete die Produktion dieses Modells im Juli 1977.
Neben der Limousine und dem zweitürigen Coupé entstanden einige Prototypen mit dem 2,8-l-Einspritzmotor als fünftüriger Kombi (beispielsweise für den Deutschen Ski-Verband) sowie ein dreitüriger Lieferwagen mit dem GS/E Motor. Trotz Sechszylindermotor galten sie offiziell aber als Rekord-Modelle.
Zwischen Januar 1972 und Juli 1977 wurden 140.827 Fahrzeuge produziert, davon 42.279 Coupés.
Motorvarianten Commodore 2.5, 1972–1977: Sechszylinder-Reihenmotor, 1 Registervergaser, 85 kW (115 PS) Commodore GS 2.5, 1972–1973: Sechszylinder-Reihenmotor, 2 Registervergaser, 96 kW (130 PS) Commodore 2.8, 1973–1977: Sechszylinder-Reihenmotor, 1 Registervergaser, 96 kW (130 PS); ab 03/1975: 95 kW (129 PS) Commodore GS 2.8, 1973–1975: Sechszylinder-Reihenmotor, 2 Registervergaser, 104 kW (142 PS); ab 03/1975: 103 kW (140 PS) Commodore GS/E 2.8, 1972–1977: Sechszylinder-Reihenmotor, elektronische Einspritzung Bosch D-Jetronic, 118 kW (160 PS); ab 03/1975: 114 kW (155 PS)
Der 2.8 GS/E war das Spitzenmodell mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h (Coupé) bzw. 195 km/h (Limousine). Als Einspritzanlage wurde die elektronische D-Jetronic von Bosch verwendet. Zunächst wird nur der GS/E serienmäßig mit einer Servolenkung ausgestattet, ab 08/1975 enthalten alle Fahrzeuge die Servolenkung als Serienbestandteil.
Technische Daten Technische Daten des Opel Commodore B Opel Commodore 2500 S GS 2500 H 2800 SC GS 2800 HC GS/E 2800 EC Motor 6-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt) Hubraum 2490 cm³ 2784 cm³ Bohrung × Hub 87 × 69,8 mm 92 × 69,8 mm Leistung bei 1/min 85 kW(115 PS)bei 5200 96 kW(130 PS)bei 5300 95–96 kW(129–130 PS)bei 5000 103–104 kW(140–142 PS)bei 5200 114–118 kW(155–160 PS)bei 5400–5600 Max. Drehmoment bei 1/min 174 Nm bei 3800 176 Nm bei 4250 204–206 Nm bei 3800 214–218 Nm bei 3600 217–228 Nm bei 4200 Verdichtung 9,0, später 8,8 : 1 9,0 : 1 9,5, später 9,0 : 1 Gemischaufbereitung 1 Register-Fallstromvergaser2 Register-Fallstromvergaser1 Register-Fallstromvergaser 2 Register-Fallstromvergaser Elektronische EinspritzanlageBosch D-Jetronic Ventilsteuerung Hängende Ventile, Hydrostößel und Kipphebel (obenliegende Nockenwelle, Duplexkette) Kühlung Wasserkühlung Getriebe 4-Gang-Getriebe, Knüppelschaltung (a. W. Dreigangautomatik (Opel)) Radaufhängung vorn Einzelradaufhängung an Doppelquerlenkern, Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer Radaufhängung hinten Starrachse an 4 Längslenkern und Panhardstab, Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer Karosserie Stahlblech, selbsttragend Spurweite vorn/hinten 1434–1450/1400 mm Radstand 2668 mm Länge: 4607 mm Leergewicht 1210–1305 kg Höchstgeschwindigkeit 170–175 km/h 180–184 km/h 175–180 km/h 185–190 km/h 190–200 km/h 0–100 km/h 13–14,5 s 12–13,5 s 10,5–11,5 s 9,5–11 s Verbrauch (Liter/100 Kilometer) 13,5–14,5 S 14,5–15,5 S 15,5–16,5 S 16,5–17,5 S
Literatur Werner Oswald: Deutsche Autos 1945–1990. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-02116-1, S. 251–257.
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Einzelnachweise
Kategorie:Limousine Kategorie:Coupé