Maria Hartmann (* 19. Juni 1958 in Hamburg) ist eine deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin.

Leben Maria Hartmann wurde von Boy Gobert und Peter Striebeck zur Schauspielerin ausgebildet, zudem studierte sie Musik am Hamburger Konservatorium. Ihr erstes Festengagement hatte sie von 1978 bis 1980 am Thalia Theater ihrer Geburtsstadt, ein weiteres von 1980 bis 1993 an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin. Danach wirkte sie weiterhin überwiegend in Berlin, am Deutschen Theater, an der Schaubühne am Lehniner Platz, am Renaissance-Theater und am Theater am Kurfürstendamm. Stationen ihrer Laufbahn waren weitere Bühnen in Deutschland und Österreich. So gastierte Hartmann in Hamburg am Ernst-Deutsch-Theater und der Komödie Winterhuder Fährhaus, am Frankfurter Fritz Rémond Theater, an der Komödie im Bayerischen Hof in München, am Stadttheater Klagenfurt und bei den Salzburger Festspielen, ferner hatte sie Gastverträge bei verschiedenen Tourneetheatern. Hierbei arbeitete sie mit namhaften Regisseuren wie Hans Lietzau, Nicolas Brieger, Wolf-Dietrich Sprenger, Katharina Thalbach, Wilfried Minks oder Niels-Peter Rudolph zusammen.

Seit Beginn der 1980er Jahre arbeitet Maria Hartmann auch umfangreich vor der Kamera. Zwischen 1996 und 1999 wirkte sie in 26 Folgen der Serie Unser Lehrer Doktor Specht mit, sie spielte in verschiedenen Episoden der Reihen Tatort, Der Alte und Siska, war 2008 in Max Färberböcks Filmdrama Anonyma – Eine Frau in Berlin und 2011 in dem mehrfach ausgezeichneten Fernsehfilm Homevideo zu sehen.

Maria Hartmann ist daneben eine gefragte Sprecherin in Produktionen verschiedener Rundfunkanstalten sowie für Hörbücher, ferner veranstaltet sie regelmäßig Lesungen, teils mit Soloprogrammen, teils mit Schauspielkollegen wie Jens Wawrczeck oder Gruppen wie der Hamburger Singakademie oder dem NDR Chor. Bekannte Auftrittsorte waren bislang unter anderem das Schleswig-Holstein Musik Festival, die Liebermann-Villa und das Georg-Kolbe-Museum in Berlin und das Internat Louisenlund.

Maria Hartmann lebt in Hamburg und Berlin.

Filmografie (Auswahl) 1978: Lady Windermeres Fächer 1983: Kommissariat 9 (3 Folgen als Ute) 1984: Die Platzanweiserin 1987: Der gläserne Himmel 1988: Tatort – Einzelhaft 1995: Frauenarzt Dr. Markus Merthin – Abschied 1995: Für alle Fälle Stefanie – In freudiger Erwartung 1996–1999: Unser Lehrer Doktor Specht (26 Folgen als Karoline Anselm) 1996: Wolffs Revier – Das Mädchen Marie 1997: Stadtklinik – Freundschaft 1998: Ein Mord für Quandt – Die Fremde 1998: Wolffs Revier – Ein todsicherer Plan 1999: Lea Katz – Die Kriminalpsychologin: Einer von uns 2000: Der Alte – Der Tod kam um zehn 2000: Küstenwache – Das letzte Ufer 2000: Siska – Sonjas Freund 2001: Der Alte – Das zweite Leben 2002: Siska – Im Schatten des Mörders 2003: Der Mörder ist unter uns 2003: Siska – Der verbrannte Mann 2003: Siska – Am Ende aller Lügen 2003: Der Alte – Späte Rache 2004: Der Landarzt – Loslassen 2004: Engelchen flieg 2004: Tatort – Bienzle und der steinerne Gast 2006: Vier Minuten 2006: Der Landarzt – Punkte für Teschner 2006: Hinter Gittern – Der Frauenknast – Ruths Schweigen 2006: Tatort – Stille Tage 2007: Doppelter Einsatz – Überdosis Warten 2007: SOKO Rhein-Main – Die Büchse der Pandora 2008: Anonyma – Eine Frau in Berlin 2008: Der Alte – Doppelspiel 2009: Notruf Hafenkante – Wo ist Mama? 2009: Der Bergdoktor – Fehler mit Folgen 2009: Die Bergretter – Was bleibt 2010: Drei 2010: Der Alte – Tod im Tierpark 2011: Polizeiruf 110 – Feindbild 2011: Der Kriminalist – Dierhagens Vermächtnis 2011: Homevideo 2012: SOKO Wismar – Kammerflimmern 2013: Tatort – Macht und Ohnmacht 2014: Tatort – Alle meine Jungs 2015: SOKO Wismar – Der Störenfried 2015: Die Kanzlei – Ein großer Fehler seit 2015: Kommissarin Heller 2015: Schattenriss 2016: Hitzschlag 2016: Nachtgang 2017: Verdeckte Spuren 2018: Vorsehung 2019: Herzversagen 2021: Panik 2016: Auf einmal 2018: Beat – POP

Hörspiele (Auswahl) 1982: Lear, König – Autor: William Shakespeare – Regie: Rolf Schneider 1983: Hoppla, wir leben – Autor: Ernst Toller – Regie: Willi Schmidt 1986: Am Vorabend – Autor: Iwan Turgenjew – Regie: Willi Schmidt 1998: Cocktail für zwei: Bloody Mary – Autor: Michael Koser – Regie: Rainer Clute 1999: Tödliche Erinnerung – Autorin: Valerie Wilson Wesley – Regie: Patrick Blank 1999: Die Therapeuten-Story – Autor: Carey Harrison – Regie: Norbert Schaeffer 1999: Von Truthahnhals und Zitronenfältchen – Autorin: Petra Reski – Regie: Henry Bernhard 2000: Tief in der Nacht – Autor: Francis Durbridge – Regie: Christoph Dietrich 2000: Landstreicherin himmlischer Herkunft – Autor: Günter Pohlenz – Regie: Jürgen Dluzniewski 2001: Leonies Schirm – Autorin: Irina Wittmer – Regie: Ursula Weck 2001: Radio zappen – Autor: Armando Llamas – Regie: Stefanie Hoster 2003: Chourmo – Autor: Jean-Claude Izzo – Regie: Ulrich Gerhardt 2003: Verschleppung eines polnischen Priesters – Autor: Matthias Brand – Regie: Hein Bruehl 2004: Dust Devils. Oder: Katze aus dem Sack – Autorin: Marietta Schröder – Regie: Alexander Schuhmacher 2005: Naturgewalten – Autor: David Lescot – Regie: Götz Naleppa 2006: Max und Mozart – Autorin: Liese Haug – Regie: Götz Naleppa 2006: Weg ins Leben – Autorin: Mariannick Bellot – Regie: Stefanie Hoster 2006: Die Toten haben es gut – Autor: Wolfgang Hildesheimer – Regie: Stefanie Lazai 2007: Toter Mann – Autor: Andrea Camilleri – Regie: Götz Naleppa 2008: Vernagelt – Autor: Ulrich Land – Regie: Sven Stricker 2008: Schatten des Wahns – Autor: Christian v. Ditfurth – Regie: Andrea Getto 2010: The Beat Goes on oder Die Hölderlin-Akte – Autor: Joy Markert – Regie: Alexander Schuhmacher 2010: Australien, ich komme – Autor: Thilo Reffert – Regie: Oliver Sturm 2010: Radio-Tatort: Casa Solar – Autor: Tom Peuckert – Regie: Sven Stricker 2011: Nebelsturm – Autor: Johan Theorin – Regie: Götz Naleppa 2011: Nächtelang über dem Fluss – Autorin: Sylvia Kabus – Regie: Christine Nagel 2012: Die letzte Instanz – Autorin: Elisabeth Herrmann – Regie: Andrea Getto 2012: To be corrected – wird korrigiert – Autorin: Lívia Páldi – Regie: Andrea Getto 2013: Der Sandmann im Ohr – Autor: Steffen Thiemann – Regie: Andrea Getto 2013: Primetime – Autor: Oliver Bukowski – Regie: Alexander Schuhmacher 2014: Der Mendelssohnriss – Autor: Joy Markert – Regie: Alexander Schuhmacher 2016: Eugénie Grandet – Autor: Honoré de Balzac – Regie: Marguerite Gateau 2020: Der zweite Schlaf (Erika Erricsson) – Autor: Robert Harris – Regie: Leonhard Koppelmann

Auszeichnungen 1981 O.-E.-Hasse-PreisWebsite von Maria Hartmann 2020 Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares für ihre Rolle als Fran in Dinge, die ich sicher weiß am Ernst Deutsch Theater

Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 365.

Weblinks

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Einzelnachweise

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