Carsten Müller-Tidow (* 1968 in RemscheidMHH Info: Krebsforscher, Prädikat: Ausgezeichnet, Ausgabe Februar/März 2006, Seite 30.) ist ein deutscher Hämatologe und Onkologe und Professor an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Leben Nach dem Abitur studierte Müller-Tidow Humanmedizin an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen und an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Nach dem Staatsexamen war er von 1994 bis 1996 am Universitätsklinikum in Münster tätig und legte in dieser Zeit auch seine Promotion ab. 1996 unternahm er mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft einen dreijährigen Forschungsaufenthalt in Los Angeles, wo er sowohl an der University of California als auch an der University of Southern California tätig war.Universitätsklinikum Halle (Saale): , abgerufen am 8. März 2016. Anschließend kehrte er nach Münster zurück, wo er 2003 die Facharztbezeichnung und die Venia legendi für Innere Medizin erhielt sowie seine Habilitation ablegte. 2004 wurde er zum Oberarzt und 2009 zum Universitätsprofessor für den Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie ernannt. 2014 wurde er zum Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin IV am Universitätsklinikum Halle ernannt und auf eine Professur für Innere Medizin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg berufen.

Wirken Müller-Tidow beschäftigt sich in seiner klinischen Forschung vor allem mit Leukämien, Lymphomen und verwandten Erkrankungen des blutbildenden oder lymphatischen Systems. Im experimentellen Rahmen erforscht er die Tumorentwicklung und -metastasierung sowie die dabei involvierten epigenetischen Mechanismen. Ziel ist dabei die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze. Die wissenschaftliche Arbeit von Müller-Tidow wird unter anderem von der Deutschen ForschungsgemeinschaftDeutsche Forschungsgemeinschaft: Professor Dr. Carsten Müller-Tidow, abgerufen am 8. März 2016., der Stiftung Deutsche KrebshilfeMagazin der Deutschen Krebshilfe: , Ausgabe 2/2015, Seite 11., der Deutschen José Carreras Leukämie-StiftungDeutsche José Carreras Leukämie-Stiftung: , abgerufen am 8. März 2016., der Wilhelm-Sander-Stiftungpressrelations – presseportal: , abgerufen am 8. März 2016., der Fresenius-Stiftung und der Europäischen Union gefördert.

Auszeichnungen 2001: Novartis-Stipendium für therapeutische Forschung 2004: Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin 2006: Johann-Georg-Zimmermann-Medaille 2005: Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster 2004: Heisenberg-Stipendium 2008: Leukemia Clinical Research Award der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie 2008: Karin-Nolte-Wissenschaftspreis 2011: Förderpreis für geriatrische Onkologie

Weblinks Übersicht über die Publikationen von Carsten Müller-Tidow auf PubMed Carsten Müller-Tidow auf der Website des Universitätsklinikum Halle (Saale)

Einzelnachweise

Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert) Kategorie:Hämatologe Kategorie:Onkologe Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1968 Kategorie:Mann