Die SMS-Briefmarke (, ) war ein digitales Frankierungsverfahren der Schweizerischen Post, mit dem A-Post-Briefe innerhalb der Schweiz mittels Mobiltelefon frankiert werden konnten. Hierzu wurde per SMS ein numerischer Code angefordert, der handschriftlich auf die Sendung geschrieben wurde.

Die SMS-Briefmarke wurde ab 2013 getestet und zum 1. September 2014 regulär eingeführt.Tages-Anzeiger: Die Post testete die SMS-BriefmarkeThurgauer Zeitung: Am 30. Juni 2023 wurde der Dienst eingestellt und durch den appbasierten Service «DigitalStamp» ersetzt.SRF: Ende Juni ist Schluss mit der SMS-Briefmarke

Im Unterschied zum deutschen Handyporto beziehungsweise zur späteren Mobile Briefmarke der Deutsche Post AG handelte es sich bei der SMS-Briefmarke um ein eigenständiges Schweizer System mit eigener technischer und tariflicher Entwicklung.

Geschichte 2013 startete die Post eine Probephase der SMS-Briefmarke,Tages-Anzeiger: Die Post testete die SMS-Briefmarke auf den 1. September 2014 wurde sie, nachdem das Angebot während der Probephase über 100'000 Mal genutzt worden war, definitiv eingeführt.Thurgauer Zeitung:

Auf den 30. Juni 2023 wurde die SMS-Briefmarke aufgrund der ständig sinkenden Nachfrage eingestellt. Seither wird in der Post-App der Service «DigitalStamp» angeboten.SRF: Ende Juni ist Schluss mit der SMS-Briefmarke

Funktionsweise Es wurde eine SMS an eine von der Post bereitgestellten Mehrwertdienst-Kurznummer geschickt. Die Post antwortete mit einem Code, der von Hand rechts oben an den Brief geschrieben wurde.

Die SMS-Briefmarke galt nur für A-Post-Briefe im Inland bis Format B5, bis 100 g und bis 2 cm Dicke. Die anfallenden Kosten wurden über das Mobiltelefon-Abonnement oder das Prepaid-Guthaben abgebucht.

Kritik Als Konsumentenschutzorganisation kritisierte das Konsumentenforum bei der Einführung den erhöhten Preis einer SMS-Briefmarke gegenüber einer normalen Briefmarke.SRF: SMS soll Briefmarke ersetzen

Ulrich Giezendanner (SVP) thematisierte in einer Interpellation einerseits die erhöhten Kosten einer SMS-Briefmarke (1.20 Franken zum Zeitpunkt der Interpellation) im Vergleich zu einer Briefmarke auf Papier (1 Franken) und anderseits, dass einer der drei nationalen Mobilfunkanbieter diese Dienstleistung nicht anbietet. Der Bundesrat stellt sich auf den Standpunkt, dass sowohl die Kosten, die durch Mehrwertdienst-Kurznummern entfallen, wie auch das Anbieten von solchen «Premium-SMS» den Mobilfunkanbietern überlassen ist.Curia vista: Interpellation 13.4064: Diskriminierung beim Kauf von A-Post-Briefmarken per SMS

Auf diese Kritik reagierte die Post und glich per 1. Januar 2017 den Betrag dem normalen Porto für A-Post-Briefe auf 1.00 Franken an.

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