Die Präsidentschaftswahl auf den Philippinen 2016 fand am 9. Mai statt. Neben dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten wurden die Abgeordneten des Repräsentantenhauses, zwölf Senatoren und alle landesweiten Gouverneure und Vizegouverneure gewählt.Auswärtiges Amt: Philippinen. Innenpolitik

Kandidaten Präsidentschaft Vize-Präsidentschaft Kandidaten Partei Kandidaten Partei 80px Rodrigo Duterte PDP–Laban Alan Peter Cayetano unabhängig / Nationalistische Partei 80px Manuel „Mar“ Roxas II Liberal Party Maria Leonor „Leni“ Robredo Liberal Party 80px Grace Poe unabhängig Francis Joseph Escudero unabhängig 80px Jejomar Binay United Nationalist Alliance Gregorio „Gringo“ Honsasan II United Nationalist Alliance 80px Miriam Defensor Santiago People’s Reform Party Ferdinand „Bongbong“ Marcos Jr. unabhängig / Nationalistische Partei kein Antonio Trillanes unabhängig / Nationalistische Partei

Roy Señeres (Partido ng Manggagawa at Magsasaka): verstorben.

Wahlverfahren Sowohl Präsident als auch Vizepräsident werden direkt vom Volk gewählt, die beiden Wahlen sind unabhängig voneinander. Die Präsidentschaftskandidaten können zwar einen „Running Mate“ benennen und die Vizepräsidentschaftskandidaten einen Präsidenten benennen, unter dem sie bevorzugt amtieren würden, dies ist aber für die Wähler nicht bindend.

Bei beiden Wahlen genügt die einfache Mehrheit, es gibt also keine Stichwahl.

Wahlkampf mini|hochkant|Gewählter Präsident Rodrigo Duterte Knapp zwei Jahre vor der Wahl galt der 71-jährige Oppositionsführer und amtierende Vizepräsident Jejomar Binay als aussichtsreichster Kandidat.Wilfried Arz: Stürmische Zeiten in Manila. In: Eurasisches Magazin, 31. August 2014. Abgerufen am 10. Mai 2016.

Rodrigo Duterte, Kandidat der populistischen PDP-Laban und bisheriger Bürgermeister von Davao City, kündigte an, als Präsident die öffentlich vollstreckte Todesstrafe wieder einzuführen. auf philippinen-nachrichten.info, vom 28. Dezember 2015. Abgerufen am 10. Mai 2016. Bis zu 100.000 Kriminelle sollten Duterte zufolge sterben. Während seiner Amtszeit als Bürgermeister kooperierte er – wie er selbst zugibt – mit Paramilitärs (sogenannten „Todesschwadronen“), die mehr als 1400 außergerichtliche Tötungen verübt haben sollen.Rodrigo Duterte: Mit der Waffe in der Hand in den philippinischen Präsidentenpalast, DerStandard.at, 9. Mai 2016. Abgerufen am 10. Mai 2016. Auf diese Weise, so sein Versprechen, könne er innerhalb von sechs Monaten die Kriminalität auf den Philippinen besiegen. Er fiel im Wahlkampf mit vulgären Äußerungen gegen Vergewaltigungsopfer und Papst Franziskus auf, den er als „Hurensohn“ bezeichnete. Zudem drohte er den USA mit einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen.Holger Senzel: Rodrigo Duterte – Der philippinische Pöbel-Populist. Deutschlandradio Kultur, 9. Mai 2016. Abgerufen am 10. Mai 2016. Sollte im Fall seiner Wahl die Parlamentsmehrheit nicht mit ihm kooperieren, so hat er die Auflösung des Parlaments und Einsetzung einer „Revolutionsregierung“ angekündigt.

Am 5. Oktober 2015 erklärte Ferdinand R. Marcos Junior (bekannt als Bongbong Marcos), Sohn des ehemaligen philippinischen Diktators Ferdinand Marcos, seine Kandidatur für das Amt des Vizepräsidenten. Er ist einer von drei Mitgliedern der Nacionalista Party, die sich um dieses Amt bewarben, von denen aber keiner durch die Partei nominiert wurde.Bongbong to run for VP auf abs-cbn.com, 5. Oktober 2015. Abgerufen am 10. Mai 2016.

Ergebnis Wähler: 44.979.151 (davon Inland: 44.549.848) Wahlberechtigte: 55.736.801 (davon Inland: 54.363.844)

Präsidentschaft

Roy Señeres ist vor der Wahl gestorben. Für ihn abgegebene Stimmen wurden als ungültig gewertet.

Vizepräsidentschaft

Einzelnachweise

#2016 Philippinen