Das Gebiet Höwenegg ist ein mit Verordnung vom 24. Juni 1983 durch das Regierungspräsidium Freiburg ausgewiesenes Naturschutzgebiet (NSG-Nummer 3.128) in der Gemeinde Immendingen im baden-württembergischen Landkreis Tuttlingen in Deutschland.

Lage Das rund 21 Hektar große Naturschutzgebiet „Höwenegg“ gehört zum Naturraum „Hegaualb“. Es liegt ungefähr 2,7 Kilometer südlich der Immendinger Ortsmitte auf einer Höhe von etwa 774 bis zu Top25 Viewer - [Top. Karte 1:25000 Baden-Württemberg (Süd)] und erstreckt sich um den namensgebenden Höwenegg, den nördlichsten der HegauvulkaneBürgerservice Immendingen, Infotafel der Gemeinde Immendingen 'vor Ort', mit dem markanten Kratersee und der Ruine der Burg Immendingen.

Schutzzweck Wesentlicher Schutzzweck ist „die Erhaltung des Vulkankomplexes Höwenegg als geologisches Dokument mit einzigartigen Einblicken in die vulkanische Genese und als Lebensraum seltener Tiere und Pflanzen“.Schutzzweck im

Zusammenhängende Schutzgebiete Mit dem Naturschutzgebiet „Höwenegg“ ist das Vogelschutzgebiet „Höwenegg“ (SG-Nr. DE-8018-401) als zusammenhängendes Schutzgebiet ausgewiesen.

Flora und Fauna Das Schutzgebiet einschließlich mit dem ehemaligen Steinbruch und der angrenzenden Wälder stellt einen reich strukturierten Biotop dar, Lebensraum für teils seltene Pflanzen- und Tierarten.

Flora Vegetationskundlich besonders interessant sind am Höwenegg vor allem die Standorte an den Steinbruchwänden und -sohlen und auf den Basaltblockschutthalden. mini|Deutscher Fransenenzian Folgende Pflanzenarten (Auswahl) sind im Schutzgebiet belegt: Acker-Leinkraut (Linaria arvensis) Acker-Lichtnelke (Silene noctiflora), auch „Nachtblühendes Leimkraut“ oder „Nachtnelke“ genannt Deutscher Fransenenzian (Gentianella germanica) Gras-Platterbse (Lathyrus nissolia) Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) Orientalisches Zackenschötchen (Bunias orientalis) Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea) Türkenbund (Lilium martagon) Weißes Waldvöglein (Cephalanthera damasonium) Zweiblättrige Waldhyazinthe (Platanthera bifolia)

Fauna mini|Grasfrosch mini|Berg-Sandlaufkäfer mini|Aurorafalter mini|Uhu Folgende Tierarten (Auswahl) sind im Schutzgebiet belegt: Amphibien, vor allem im engeren Kraterbereich vorkommend Bergmolch oder „Alpenmolch“ (Ichthyosaura alpestris) Erdkröte (Bufo bufo) Grasfrosch (Rana temporaria) Kreuzkröte (Epidalea calamita) Insekten bevorzugen die sich schnell aufheizenden Steinbruchwände, Blockschutthalden und Ruderalflächen Käfer Berg-Sandlaufkäfer (Cicindela sylvicola) Neuflügler Langfühleriger Schmetterlingshaft (Libelloides longicornis) Libellen-Schmetterlingshaft (Libelloides coccajus) Schmetterlinge Admiral (Vanessa atalanta) Aurorafalter (Anthocharis cardamines) Brauner Waldvogel (Aphantopus hyperantus) Gelbwürfeliger Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) Grüner Zipfelfalter (Callophrys rubi) Kleiner Fuchs (Aglais urticae) Mädesüß-Perlmuttfalter oder „Violetter Silberfalter“ (Brenthis ino) Pflaumen-Zipfelfalter (Satyrium pruni) Rostfarbiger Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) Rotbraunes Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion) Roter Scheckenfalter (Melitaea didyma) Rotrandbär (Diacrisia sannio) Senfweißling, auch „Tintenfleck-Weißling“ oder „Leguminosen-Weißling“ (Leptidea sinapis) Ulmen-Zipfelfalter (Satyrium w-album) Weißbindiges Wiesenvögelchen (Coenonympha arcania) Westlicher Scheckenfalter (Melitaea parthenoides) Zwerg-Bläuling (Cupido minimus) Vögel Kolkrabe (Corvus corax), regelmäßig brütend, Vorkommen besonderer Bedeutung in Baden-Württemberg Schwarzspecht (Dryocopus martius) Uhu (Bubo bubo) Wanderfalke (Falco peregrinus)

Siehe auch Liste der Naturschutzgebiete im Landkreis Tuttlingen Liste der Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

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