Die Burg Kōriyama (, Kōriyama-jō) befindet sich in der Stadt Yamatokōriyama, Präfektur Nara (früher Provinz Yamato). In der Edo-Zeit residierten dort zuletzt die Yanagisawa, die mit einem Einkommen von 151.000 Koku zu den größeren Fudai-Daimyō zählten.
Burgherren in der Edo-Zeit Ab 1616 Mizuno mit 60.000 Koku. Ab 1619 Matsudaira (Okudaira) mit 120.000 Koku. Ab 1639 Honda mit 150.000 Koku. Ab 1679 Matsudaira (Fujii) mit 80.000 Koku. Ab 1724 Yanagisawa mit 110.000 Koku.
Geschichte und Anlage der Burg mini|links|Plan der BurgDunkelblau: erhaltene Gräben1: Hommaru mit Burgturm2: Ni-no-maru mit Residenz3: San-no-maru. Weitere Angaben s. u.M: Minamimon, N: Nishimon, O: Oite-mon, S: Sakura-mon, Y: Yanagi-gomona: Ichian-maru, b: Bishamon-Unterbezirk, c: Grüner Unterbezirk. Die Burg Kōriyama wurde in der Sengoku-Zeit von Tsutsui Junkei (1559–1584), Toyotomi Hidenaga (; 1540–1591), Mashita Nagamori (; 1554–1615) und anderen genutzt. Zu Beginn der Edo-Zeit waren Burgverwalter eingesetzt, die Burg brannte jedoch im Zusammenhang mit der Belagerung von Ōsaka 1615 ab.
Als erster Burgherr übernahm Mizuno Katsunari (; 1564–1651) Kōriyama, der die Burg im folgenden Jahr wieder aufbaute. Bereits 1619 bezog Matsudaira Tadaakira (; 1583–1644) aus dem Okudaira-Zweig die Burg. Er gestaltete den Burgbezirk Ni-no-maru. Nach verschiedenen Burgherren übernahm im Jahr 1724 Yanagisawa Yoshisato (; 1687–1745) die Burg. Die Yanagisawa blieben Burgherren bis zur Meiji-Restauration 1868.
Die auf einer Anhöhe gelegene Burg hatte eine Ausdehnung von 300.000 m² und bestand aus den Bezirken Hommaru, Ni-no-maru, San-no-maru, die durch die Wassergräben Sakyō-bori (), Unagi-bori () und Uguisu-bori () geschützt waren. Weiter draußen war die Burgstadt von dem Außengraben, dem Soto-bori, geschützt. An der Südwestecke der Burg befand sich das Haupttor (, Ōte-mon), auch „Weidentor“ (, Yanagi-gomon) genannt. Weitere Tore waren das „Kirschblüten-Tor“ (, Sakura-mon) an der Nordostecke, das „Westtor“ (, Nishi-mon) an der Westseite des Ni-no-maru, und das „Südtor“ (, Minami-mon) an der Südwestecke, der Stadt zugewandt. Das Hommaru war von einem eigenen Wassergraben umgeben. Dort befand sich der fünfstöckige Burgturm.
Gegenwärtig befindet sich Burgbezirk Ni-no-maru das städtische Gymnasium, im San-no-maru das Rathaus der Stadt. Im Nordbereich befindet sich die Mittelschule der Stadt. Das Oitemon () und der zweistöckige Eck-Wachturm (, Mukai-yagura) in der Nähe wurden als Nachbau wieder hergestellt. Am Südrand des Ni-no-maru sind hohe Steinmauern und der Wassergraben erhalten.
Bilder
Weitere Angaben zur Burganlage
Literatur Hashiba, Akira: Kōriyama-jo. In: Masayuki Miura (Hrsg.): Shiro to jinya. Saikoku-hen. Gakken, 2006, ISBN 4-05-604379-5. Miyaji, Saichiro (Hrsg.): Bakumatsu shoshu saigo-no hanchu-tachi. Saikoku-hen. Jinbunsha, 1997, ISBN 4-7959-1905-4. Nishigaya, Yasuhiro (Hrsg.): Yamato Koriyama-jo. In: Nihon meijo zukan, Rikogaku-sha, 1993, ISBN 978-4-8445-3017-6.
Koriyama Kategorie:Bauwerk in der Präfektur Nara Kategorie:Rekonstruiertes Bauwerk in Japan Koriyama Kategorie:Yamatokōriyama