Erich Schwarz (* 14. Januar 1938 in Dortmund; † 4. Dezember 2014) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.
Leben Der gelernte Industriekaufmann Erich Schwarz besuchte die Schauspielschule Bochum und war zwischen 1958 und 1967 an Bühnen in Bielefeld, Mannheim, Köln und Lübeck, wo er seine spätere Frau Ulla kennenlernte, engagiert. 1967 verpflichtete Boleslaw Barlog ihn an das Berliner Schillertheater, dessen Ensemble er bis zur Schließung des Hauses 1993 angehörte. Schwarz gastierte danach an verschiedenen Bühnen Deutschlands und der Schweiz und war häufig Gast bei Literaturlesungen. Gemeinsam mit seinem Schauspielkollegen Manfred Eisner gründete Schwarz 2003 die Lesebühne „LesArt WIDERHALL“, daneben unterrichtete er leseschwache Kinder in einem von ihm mitbegründeten Legasthenie-Zentrum.
Ende der 1960er Jahre begann Erich Schwarz auch für Film und Fernsehen zu arbeiten und hatte Gastauftritte in bekannten Serien wie Liebling Kreuzberg, Der Alte, Polizeiruf 110, Praxis Bülowbogen und einigen Tatort-Episoden. Im Kino sah man Schwarz in den beiden Loriot-Filmen Ödipussi und Pappa ante portas jeweils in kleinen Rollen als Kellner. Darüber hinaus wirkte er bis Mitte der 1990er Jahre in einer Reihe von Hörspielproduktionen mit.
Erich Schwarz litt mit zunehmendem Alter an Demenz und verbrachte seine letzten Lebensmonate in einem Pflegeheim. Seine Frau Ulla war bereits im September 2014 verstorben. Gemeinsam ruhen sie im Kolumbarium auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof Berlin.
Filmografie 1967: Sherlock Holmes – Die Liga der Rothaarigen 1969: Asternplatz 10 Uhr 6 1970: Unternehmer 1972: Das Jahrhundert der Chirurgen – Das Patent 1972: Gelobt sei, was hart macht 1975: Lehmanns letzter Lenz 1975: Kleine Bank mit schlechten Noten 1976: Vera Romeyke ist nicht tragbar 1977: Tatort – Feuerzauber 1977: Gruppenbild mit Dame 1977: Kante 1977: Neues aus Uhlenbusch 1979: Tatort – Alles umsonst 1979: Denkste!? – Holger wohnt im Zoo 1980: Meister Timpe 1980: Gesucht wird… Drei Geschichten um nicht ganz ehrenwerte Herren 1980: Mein Gott, Willi! 1981: Und plötzlich bist du draußen 1981: Der Mann im Pyjama 1981: Jeans 1981: Recycling (Kurzfilm) 1983: Kommissariat 9 – Ein Köder aus viel Phantasie 1984: Der Snob 1984: Ich hatte einen Traum 1984: Die Platzanweiserin 1985: Gotcha! – Ein irrer Trip 1986: Didi – Der Untermieter – Freitag, der 13. 1987: Praxis Bülowbogen – Folgen: Schönes Wochenende und Ein Pfund Kirschen zu viel 1988: Ödipussi 1988: Liebling Kreuzberg – Hausbesuche 1989: Spreepiraten – Bye, bye, Mama! 1989: Der Leibwächter 1989: Drei unter einer Decke 1990: Der doppelte Nötzli 1990: Hitlerjunge Salomon 1990: Vorwärts 1991: Pappa ante portas 1991: Wie gut, daß es Maria gibt – Johannes der Büßer 1993: Unser Lehrer Doktor Specht – Eine Herzensangelegenheit 1994: Salto Postale – Urlaubs-Reife 1994: Liebling Kreuzberg – Wer schmeißt denn da mit Lehm? 1994: Der Alte – Mädchenfalle 1994: Polizeiruf 110 – Opfergang 1994: Frauenarzt Dr. Markus Merthin – Mechthilds Baby 1994: Stadtklinik – Wehrlos 1995: Tatort – Endstation 1995: Wolffs Revier – Das dritte Auge 1996: Mona M. – Mit den Waffen einer Frau – In der Falle 1996: Max Wolkenstein – In der Falle 1996: Stadtklinik – Klaras Opfer 2002: Rosa Roth – Die Abrechnung 2009: Helle (Kurzfilm)
Hörspiele 1966: Smog – Autor: Max von der Grün – Regie: Hans Gerd Krogmann 1982: Der Kunst in die Arme geworfen – Kantate für Sprechstimmen und das 19. Jahrhundert – Autorin: Ursula Krechel – Regie: Jutta Brückner 1983: Der rote Rollberg – Autor: Peter-Paul Zahl – Regie: Ulrich Gerhardt 1985: Die Soldaten – Autor und Regie: Barry Bermange 1985: Das Land des Truthahns und des Hirsches – Autor und Regie: Peter Michel Ladiges 1985: Das Volk von Grenada – Autor: Hubert Fichte – Regie: Peter Michel Ladiges 1986: Der moderne Tod der Maria Mall – Autorin: Angelika Stein – Regie: Ursula Weck 1987: Hinterhof Berlin Mitte – Autor: Josef Budek – Regie: Ludwig Schultz 1987: Die Feuerblume – Autorin: Gerlind Reinshagen – Regie: Ulrich Heising 1988: Pointer und die Herren im Dunkeln – Autor: Michael Stein – Regie: Bernd Lau 1988: Search/Auf der Suche – Autor: Peter Rosei – Regie: Ludwig Schultz 1988: Wie Mirabelle die Allerweltsstadt veränderte – Autorin: Gabriele M. Göbel – Regie: Ulli Herzog 1990: Das Alibi – Autor und Regie: Ludwig Schultz 1991: Schillers Leiche – Autor: Uwe Mengel – Regie: Holger Rink 1994: Ein selten Pergament nicht unbeschrieben – Autor: Hans Joachim Schädlich – Regie: Ulrich Gerhardt 1995: Kurtis Kunde – Autor: Peter Jacobi – Regie: Robert Matejka 1995: Der blonde Engel – Autor: Dirk Schmidt – Regie: Burkhard Ax 1995: Mein wunderbares Schattenspiel (2. Teil: Freud und Leid wird Wirklichkeit) – Autoren: Peter Steinbach und Christoph Busch – Regie: Holger Rink
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Person (Film, Dortmund) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1938 Kategorie:Gestorben 2014 Kategorie:Mann