Kilian Ponheimer (genannt Kilian Ponheimer der Ältere)Zur Unterscheidung seines gleichnamigen Sohnes. (geboren am 26. April 1757 in Wien; gestorben am 5. August 1828Albert Ilg irrt, wenn er schreibt: „Er scheint in nicht glänzenden Verhältnissen gegen 1840 in Wien gestorben zu sein.“ ebenda), war ein österreichischer Kupferstecher.

Leben Kilian Ponheimer war der Sohn von Otto Heinrich Ponheimer (1729–1796), eines Wiener Hofmusikers. Sein Bruder war der Musiker Karl Ponheimer (1770–1806).1774 wurde er Schüler an der Akademie der bildenden Künste und wurde mit einem Preis dieser Akademie, für eine nach seinem Lehrer Friedrich August BrandAlbert Ilg nennt Christian Brand.Johann Georg Meusel: Miscellaneen artistischen Inhalts. Erfurt 1782, S. 248. Digitalisat gestochene Landschaft, ausgezeichnet. Ein weiterer Lehrer von ihm war Jacob Matthias Schmutzer, der Einfluss auf seine Technik ausgeübt hat. 1786 stattete Ponheimer das Werk Anfänge der Muskellehre von Joseph Barth mit zahlreichen Tafeln aus.Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek Digitalisat

Er fertigte Landschaften nach Brand, Schmutzer, Andreas Magnus Hunglinger, Anton Janscha, Jakob Philipp Hackert, Adam Johann Braun, Martin von Molitor, Franz Edmund Weirotter und Anderen. Für den bekannten Wiener Kaufruf schuf er einige Genrebilder nach Vorlagen von Georg Emanuel Opiz.

Er hatte drei Töchter und drei Söhne.Albert Ilg und H. Schöny kennen nur den Sohn Kilian Ponheimer (1788–1829) Maler und Kupferstecher. Nur sein gleichnamiger Sohn Kilian Ponheimer, der 1788 geboren wurde und der 1829 in Wien starb, wurde bekannt.Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst.

Werke (Auswahl) Karte von de Schweiz nach faden neu verzeichnet herausgegeben von Franz Joh. Jos. von Reilly; gestochen von Kil. Ponheimer. o. O., o. J. BnF Gallica Joseph Barth: Anfänge der Muskellehre. Anton Gassler, Wien 1786. Johann Kalchberg: Die Grafen von Cilli. eine Begebenheit der Vorzeit. Cilli, Gräz 1792, Franz Anton Schrämbl, C.R. Schindelmayer, Kilian Ponheimer: Neueste Generalkarte von Deutschland in XXIV Blättern nach Büschings Erdbeschreibung, nach Chauchards und anderen neuesten Karten. Joseph Philipp Schalbacher, Wien 1797. Franz Xaver Rudtorffer: Armamentarium Chirurgicum Selectum, Oder Abbildung Und Beschreibung Der Vorzüglichsten Älteren Und Neueren Chirurgischen Instrumente. Die Kupfertafeln gestochen von Ponheimer. Strauss, Wien 1817 [i. e. 1820]

Literatur Ponheimer, Kilian. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Zweyter Theil. Fünfter Abschnitt. Zürich 1810, Spalte 1132. books.google.de Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst. Band 14. Wien 1823, S. 684. books.google.de Ponheimer, Kilian. In: G. K. Nagler: Neues allgemeines Künstler-Lexicon; oder, Nachrichten von dem Leben und den Werken der Maler, Bildhauer, Baumeister, Kupferstecher, Formschneider, Lithographen, Zeichner, Medailleure, Elfenbeinschnitzer etc. Band 11, E.A. Fleischmann, München 1841, S. 489–490. books.google.de Katalog der historischen Ausstellung der Stadt Wien. Veranstaltet auf Grund der Beschlüsse des Gemeinderathes vom 22. Februar und 10. Mai 1872 im städtischen Pädagogium. Wien 1873, S. 50, 86, 104 und 105. books.google.de

Heinz Schöny: Wiener Künstler-Ahnen. Genealogische Daten und Ahnenlisten Wiener Maler. 1. Band. Selbstverlag der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft Adler, Wien, 1970.

Weblinks

Digitalisierte Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin Ponheimer, Kilian online Monumento della Reale Arciduchessa Christina Opera dell'immortale Cavaliere Canova; Mausoleum I. K. H. der Erzherzogin Christina erfunden und ausgeführt von Herrn Ritter Canova. (Virtuelles Kupferstichkabinett) Die Schule von Rodaun (Europeana)

Einzelnachweise

Kategorie:Kupferstecher (Österreich) Kategorie:Grafiker (Wien) Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804) Kategorie:Person (Kaisertum Österreich) Kategorie:Geboren 1757 Kategorie:Gestorben 1828 Kategorie:Mann