Progressive Trance ist eine Form der Trance-Musik.
Charakteristik „Progressiv“ bedeutet „fortschreitend“, „aufbauend“. Damit ist der typische, sukzessive Aufbau der Kompositionen gemeint, der sich meist über mehrere Minuten erstreckt und stark im Gegensatz zur klassischen Strophe-Refrain-Struktur steht, die man auch oft bei Trance antrifft. In einer Geschwindigkeit von etwa 128 bis 134 BPM wird im 4/4-Takt jedes Viertel mit einer Bass drum betont. Hi-Hats und Snares sind typischerweise auf gerade (d. h. nicht punktierte) Sechzehntel verteilt. Diese Musikart charakterisiert weiterhin ein gewisses Maß an Innovation. Die Stücke sind meist minimalistischer ausgeprägt, vor allem aber sind sie gekennzeichnet durch eine feinere Ausarbeitung und mehr Detailvielfalt. Die Tonwahl orientiert sich an der Harmonik, vermittelt aber kaum klassische Melodien wie bei „traditionellem“ Trance.
Traditioneller Trance verlagert seinen Fokus mehr auf die Melodien und auf die perkussiven Klänge. Darüber hinaus kommen bei Trance schwerere Reverbs und Delays zum Einsatz und erzeugen so eine düstere Atmosphäre. Progressive Trance konzentriert sich mit einem stetigen Fluss stärker auf den progressiven Verlauf als die traditionelle Trance-Musik, welche auch aus spektakulären Build-Ups und ebenso spektakulären Pausen besteht.
Stiltypische Tracks: 2000: Goldenscan – Sunrise (Tiesto Remix) 2000: Push – Strange World 2001: Tiësto – Suburban Train 2003: Ticon – Back To Basic 2004: Tilt – The World Doesn't Know 2005: Markus Schulz feat. Airwave – Ballymena 2005: Above & Beyond vs. Andy Moor – Air For Life 2009: Gaia – Tuvan 2010: Arnej – They Need Us 2012: Stoneface & Terminal – Gallery Of Sound 2014: Tommy Johnson – Son Of Light 2018: Rio Lorenzo – Aurora
Bekannte Vertreter von Progressive Trance: Airwave Andy Moor Markus Schulz Above & Beyond Andrew Bayer
Progressive Psytrance In der Goaszene findet sich auch der Ausdruck Progressive Psytrance (auch unter den Namen Offbeat und Hamburg Psy bekannt), vollständige Enzyklopädie der Psytrance-Strömungen, abgerufen am 25. August 2019 der sich in der Regel durch eine rollende Bassline und einen Tempobereich von 136 bis 143 BPM auszeichnet sowie einem sich minimalistisch, progressiv aufbauenden Psytrance mit einer eher hüpfenden Bassline und oft flächigen oder knarzenden Sounds.
Stiltypische Tracks: 2011 Neelix – Expect What 2012 Astrix – Type 1 2012 Phaxe – Who Cares 2013 Ace Ventura – Presence
Bekannte Vertreter von Progressive Psytrance: Solid State - Welcome Home Neelix Interactive Noise Ace Ventura (hauptsächlich Psytrance, macht aber auch einzelne Progressive-Tracks) Astrix (hauptsächlich Psytrance, macht aber auch einzelne Progressive-Tracks) Phaxe Morten Granau Metronome Arctika Sphynx
Einzelnachweise
! Kategorie:Stil der elektronischen Tanzmusik
en:Trance music#Subgenres