Hochstadt am Main (amtlich Hochstadt a.Main) ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels.

Geografie Geografische Lage Der Ort Hochstadt liegt etwa 7,5 km östlich von Lichtenfels. Die höchste Erhebung in der Gemeinde ist der Eulenberg mit .

Gemeindegliederung Es gibt neun Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

Geschichte Im Jahr 1182 wurde der Ort erstmals als Hohstat prope Meyn urkundlich erwähnt. Der Bamberger Bischof Otto II. erwarb durch Kauf und Tausch die Ansiedlung von den Edelfreien von Niesten und Reiffenberg und übereignete sie dem Zisterzienserkloster Langheim.

Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 wurden die Gemeinden Obersdorf mit den Gemeindeteilen Anger, Reuth und Thelitz sowie Wolfsloch mit Burgstall eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 1693 auf 1650 um 43 Einwohner bzw. um 2,5 %. Am 31. Dezember 1998 zählte Hochstadt am Main 1755 Einwohner.

Politik Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hochstadt-Marktzeuln mit Sitz in Marktzeuln. Eine Außenstelle der Verwaltungsgemeinschaft befindet sich im Ort Hochstadt.

Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit 2020 Max Zeulner (CSU). Vorgänger war Thomas Kneipp (CSU).

Gemeinderat Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder einschließlich des Ersten Bürgermeisters. CSU: 7 Sitze Freie Wähler: 3 Sitze SPD: 2 Sitze (Stand: Kommunalwahl am 15. März 2020)

Wappen

Baudenkmäler mini|Bezirksklinik, ehemaliges Amtshaus des Klosters Langheim Das klösterliche Amtshaus, ein repräsentativer Renaissancebau, wurde 1605 errichtet. Die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt geht auf eine Kapelle aus dem 14. Jahrhundert zurück.

Verkehr Der Bahnhof Hochstadt-Marktzeuln liegt an der Bahnstrecke Bamberg–Hof und ist Ausgangspunkt der Frankenwaldbahn. Hochstadt liegt direkt an der Bundesstraße 173. Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.

Persönlichkeiten Ernestine Reuter (1870–1934), Aktivistin der bürgerlichen Frauenbewegung Otto Schuhmann (1944–2025), Politiker (SPD)

Literatur Günter Dippold: Spuren des Klosters Langheim in Hochstadt am Main. In: Günter Dippold u. a. (Hrsg.): Streifzüge durch Franken. Band 3, Lichtenfels 2022, S. 13–18. Christian Porzelt: Ein Haus und seine Bewohner. Die jüdische Familie Reuter aus Hochstadt am Main. In: Vom Main zum Jura, Heft 31 (2022), S. 87–96. Hans Russnak: Hochstadt am Main. Lichtenfels: Obermain-Tagblatt, 1982. Eine kurze Chronik zum 800-jährigen Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung

Weblinks

Gemeinde Hochstadt am Main (PDF; 1,04 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Lichtenfels Kategorie:Obermainland Kategorie:Ort am Main Kategorie:Ersterwähnung 1182 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)