Johannes Hofmann (geboren 1981 in Heilbronn) ist ein deutscher Musiker, Komponist und Sounddesigner.
Leben und Wirken Hofmann erhielt in der Kindheit Trompeten- und Klavierunterricht und spielte in verschiedenen Bands. 1998 gründete er die Ska-Band Nebrasska, schrieb für die Gruppe eine Reihe von Songs und Arrangements und war Koproduzent von vier CD-Publikationen. Nach dem Abitur absolvierte er eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton beim Bayerischen Rundfunk (BR) in München mit dem Schwerpunkt Tontechnik und Sounddesign. Beim BR komponierte und produzierte er aber auch bereits mehrere Klangcollagen, Hörspiele und Kurzfilme. Von 2005 bis 2006 war er dort als Tontechniker und Produktionsassistent angestellt und sammelte parallel dazu erste Erfahrungen als Bühnenkomponist in der Zusammenarbeit mit Philipp Becker.
Von 2006 bis 2010 studierte Hofmann Musik an der Universität der Künste Berlin (u. a. Komposition bei Daniel Ott und Trompete bei Konradin Groth) sowie Geschichte an der Humboldt-Universität. Bereits während seines Studiums begann eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Antú Romero Nunes, die sie unter anderem 2010 erneut in ihre gemeinsame schwäbische Heimat ans Theater Lindenhof in Melchingen führte, wo sie Kleists Michael Kohlhaas realisierten. An dieser Bühne arbeitete Hofmann auch mit dem Regisseur Philipp Becker zusammen, unter anderem für eine Experimentalfassung von Karl Schönherrs Der Weibsteufel.
Seit 2006 arbeitet er als Komponist, musikalischer Leiter und Produzent für Oper-, Theater- und Hörspielproduktionen. Unter anderem arbeitet er mit Anne Lenk, Tom Kühnel, Elsa-Sophie Jach, Anna Bergmann, Antú Romero Nunes, Philipp Becker, Peter Kastenmüller, Ronny Jakubaschk, Katrin Plötner, Armin Petras, Franziska Autzen, und Martin Laberenz zusammen. Diese Arbeiten führten ihn u. a. an die Komische Oper Berlin, Bayerische Staatsoper München, das Grand Théâtre de Genève, das Burgtheater Wien, das Schauspielhaus Zürich, das Thalia Theater Hamburg, das Maxim-Gorki-Theater in Berlin und ans Schauspiel Frankfurt sowie ans Staatstheater Stuttgart, Staatstheater Dresden, Bühnen Bern, Theater Basel und das NTGent, Schweizer Rundfunk und das Rikstheatern Schweden.
2019 wurde seine ‹Sinfonie Nr. 1, op. 56 für großes Orchester, Solo-Trompete, Solo-Cello und Solo-Marimbaphon› von der Württembergischen Philharmonie Reutlingen unter der Leitung von Gabriel Venzago uraufgeführt.
Werke
Klassische Werke
2019: Humanity, Opus 53 für Solo-Sopran, großen gemischten Chor und Orchester – ML: Uschi Krosch, HAW-Chor Hamburg, Rungholt Ensemble Hamburg, St. Johannis-Harvestehude Hamburg 2019: Sinfonie No 1, Opus 56 für großes Orchester, Solo-Trompete, Solo-Cello und Solo-Marimbaphon – ML: Gabriel Venzago, Württembergische Philharmonie Reutlingen, Solo-Trompete: Matthew Brown, Solo-Cello: Fried Dähn, Solo-Marimbaphon: Markus Kurz, PAUSA-Bogenhalle, Mössingen 2020: Nihil Esse Respondendum, Opus 60 für großen gemischten Chor, Saxophonquartett und Schlagwerkquartett, ML: Uschi Krosch, HAW-Chor Hamburg, clair obscur, elbtonal percussion, St. Johannis Harvestehude, Hamburg 2022: Loops & Reflections, Opus 7ß, für Blockflöten und Klaviertrio, i. A. von Spark, Bodenseefestival 2022. 2023: Konzert für Marimba & Orchester No1, Opus 80, I.A. Haller Sinfonieorchester + Lukas Zeuner, 2023, ML: Susanne Kolb, Solist: Lukas Zeuner, Haller Sinfonieorchester. 2025: Geschichten aus dem Wienerwald, Eine Pop-Oper von Johannes Hofmann, Regie: Tom Kühnel, Staatstheater Karlsruhe.
Musiktheater Werke (Komposition) 2013: Don Giovanni. Letzte Party nach Lorenzo da Ponte und Wolfgang Amadeus Mozart – Thalia Theater Hamburg 2013: Alice nach Lewis Carroll – Schauspielhaus Zürich 2013: Ein Dorf im Widerstand von Franz Xaver Ott – Regie: Philipp Becker – Theater Lindenhof in Melchingen / Ruhrfestspiele Recklinghausen 2016: Der Vampyr nach Heinrich Marschner – Komische Oper Berlin 2016: Tell – ein Festspiel der Freiheit nach Friedrich Schiller, Regie: Philipp Becker, Telespiele Altdorf 2017: Mutter Courage und ihre Kinder von Bertolt Brecht, Musik: Paul Dessau, Chor-Kompositionen: Johannes Hofmann, Regie: Philipp Becker – Thalia Theater Hamburg 2019: Orpheus, Musiktheater nach dem Mythos – Thalia Theater Hamburg 2019: Max und Moritz von Wilhelm Busch – Berliner Ensemble 2019: Aufstieg und Fall einer Firma von Franz Xaver Ott, Regie: Philipp Becker, Theater Lindenhof in Melchingen 2020: Metamorphosen nach Ovid, Regie: Antu Romero Nunes, Theater Basel 2023: Garland, Regie: Katrin Plötner, Staatstheater Dresden 2024: Die Erfindung des Jazz im Donbass, Regie: Armin Petras, Theater Bremen 2025: Geschichten aus dem Wienerwald, Eine Pop-Oper von Johannes Hofmann, Regie: Tom Kühnel, Staatstheater Karlsruhe
Musiktheater Werke (Musikalische Leitung) 2012: Zeit zu Lieben / Zeit zu Sterben von Fritz Kater – Maxim-Gorki-Theater Berlin 2013: Don Giovanni. Letzte Party nach Lorenzo da Ponte und Wolfgang Amadeus Mozart – Thalia Theater Hamburg 2013: Alice nach Lewis Carroll – Schauspielhaus Zürich 2016: Tell – ein Festspiel der Freiheit nach Friedrich Schiller, Regie: Philipp Becker, Telespiele Altdorf 2017: Mutter Courage und ihre Kinder von Bertolt Brecht, Musik: Paul Dessau, Chor-Kompositionen: Johannes Hofmann, Regie: Philipp Becker – Thalia Theater Hamburg 2019: Orpheus, Musiktheater nach dem Mythos – Thalia Theater Hamburg 2019: Max und Moritz von Wilhelm Busch – Berliner Ensemble 2020: Metamorphosen nach Ovid, Regie: Antu Romero Nunes, Theater Basel 2023: Garland: Regie: Katrin Plötner, Staatstheater Dresden. 2024: Die Erfindung des Jazz im Donbass, Regie: Armin Petras, Theater Bremen 2025: Geschichten aus dem Wienerwald, Eine Pop-Oper von Johannes Hofmann, Regie: Tom Kühnel, Staatstheater Karlsruhe
Bühnenmusiken 2008: Lenz nach Georg Büchner – Regie: Philipp Becker – Stadttheater Bern 2009: Tell the Truth von Marcel Luxinger – Regie: Ronny Jakubaschk – Theater Basel 2009: Der Weibsteufel von Karl Schönherr – Regie: Philipp Becker – Theater Lindenhof in Melchingen 2009: Invasion von Jonas Hassen Khemiri – Regie: A. Romero Nunes Garage am Thalia Theater Hamburg 2009: Abgesoffen, nach dem Roman von Carlos Eugenio López (Uraufführung) Regie: A. Romero Nunes – Schauspiel Frankfurt 2009: Der Geisterseher nach Friedrich Schiller – Regie: A. Romero Nunes - Maxim-Gorki-Theater Berlin 2009: Mein Name sei Gantenbein von Max Frisch – Regie: Philipp Becker – Stadttheater Bern 2009: Angst obs wer merkt von Gerhild Steinbuch – Regie: Philipp Becker – Stadttheater Bern 2010: Das war ich nicht nach Kristof Magnusson – Regie: Ronny Jakubaschk – Theater Basel 2010: Atropa. Die Rache des Friedens von Tom Lanoye – Regie: A. Romero Nunes - Thalia Theater Hamburg 2010: Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist - Regie: A. Romero Nunes – Theater Lindenhof in Melchingen 2010: Das Prinzip Meese von Oliver Kluck – Regie: A. Romero Nunes - Maxim-Gorki-Theater Berlin 2010: Sinn von Anja Hilling – Regie: A. Romero Nunes - Schauspiel Essen 2010: Peer Gynt von Henrik Ibsen in der Übertragung von Regie: A. Romero Nunes – Schauspiel Frankfurt 2011: Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare – Regie: Ronny Jakubaschk – Theater Magdeburg 2011: Rocco und seine Brüder nach Luchino Visconti – Regie: A. Romero Nunes - Maxim-Gorki-Theater Berlin 2011: Merlin oder Das wüste Land von Tankred Dorst – Regie: A. Romero Nunes - Thalia Theater Hamburg 2011: Die Familie Schroffenstein von Heinrich von Kleist – Regie: A. Romero Nunes - Maxim-Gorki-Theater Berlin 2011: Der zerbrochene Krug von Heinrich Kleist – Regie: Ronny Jakubaschk – Theater Basel 2012: Barbarella nach Jean-Claude Forest – Regie: Petra Barcal – Theater Basel 2012: Solaris nach Stanislaw Lem – Regie: A. Romero Nunes - Schauspielhaus Zürich 2012: Die Räuber nach Friedrich Schiller – Regie: A. Romero Nunes - Maxim-Gorki-Theater Berlin 2012: Zeit zu Lieben / Zeit zu Sterben von Fritz Kater – Maxim-Gorki-Theater Berlin 2013: Don Giovanni. Letzte Party nach Lorenzo da Ponte und Wolfgang Amadeus Mozart – Thalia Theater Hamburg 2013: Ein Dorf im Widerstand von Franz Xaver Ott – Regie: Philipp Becker – Theater Lindenhof in Melchingen / Ruhrfestspiele Recklinghausen 2013: Alle Anderen nach Maren Ade – Regie: Ronny Jakubaschk – Theater Bielefeld 2013: Alice nach Lewis Carroll – Schauspielhaus Zürich 2013: Eva Braun – Regie: Petra Barcal – Treibstoff Basel 2013: Moby Dick nach Herman Melville – Regie: A. Romero Nunes - Thalia Theater Hamburg 2013: N’ Haufen Kohle, ein freies Projekt – Regie: A. Romero Nunes - Maxim-Gorki-Theater Berlin 2014: Das Geisterhaus von Isabel Allende – Regie: A. Romero Nunes - Akademietheater Wien 2014: Guillaume Tell von Gioachino Rossini – Regie: A. Romero Nunes - Bayerische Staatsoper München 2014: Der Ring: Rheingold/Walküre nach Richard Wagner Regie: A. Romero Nunes – Thalia Theater Hamburg 2014: Arsen und Spitzenhäubchen von Joseph Kesselring – Regie: Ronny Jakubaschk – Staatstheater Mainz 2014: Die Marquise von O./Drachenblut nach Heinrich Kleist / Christoph Hein – Regie: Armin Petras – Staatstheater Stuttgart 2014: Molly Sweeney von Brian Friel – Regie: Philipp Becker – Theater Lindenhof in Melchingen / Ruhrfestspiele Recklinghausen 2015: Der Ring: Siegfried/Götterdämmerung nach Richard Wagner – Regie: A. Romero Nunes - Thalia Theater Hamburg 2015: Die Macht der Finsternis von Leo Tolstoi – Regie: A. Romero Nunes - Akademietheater Wien 2015: Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht – Regie: A. Romero Nunes - Thalia Theater Hamburg 2015: Hotel Europa oder Der Antichrist, ein Projekt frei nach Joseph Roth – Akademietheater Wien 2016: Tell – ein Festspiel der Freiheit nach Friedrich Schiller, Regie: Philipp Becker, Telespiele Altdorf 2016: Dit Zijn De Namen nach dem Roman von Tommy Wieringa, Regie: Philipp Becker – NT Gent 2016: Das Schloßnach Franz Kafka – Regie: A. Romero Nunes - Thalia Theater Hamburg 2016: Richard 3 von William Shakespeare – Regie: A. Romero Nunes - Thalia Theater Hamburg 2017: Die Odyssee, nach Homer – Regie: A. Romero Nunes - Thalia Theater Hamburg (Eingeladen zum Theatertreffen 2018) 2017: Caligula, Albert Camus – Regie: A. Romero Nunes - Berliner Ensemble 2017: Auerhaus von Bob Bjerg, Regie: Franziska Autzen – Thalia Theater Hamburg 2017: Isabelle H. geopfert wird immer von Thomas Köck, Regie: Franziska Autzen – Thalia Theater Hamburg 2017: Mutter Courage und ihre Kinder von Bertolt Brecht, Musik: Paul Dessau, Chor-Kompositionen: Johannes Hofmann, Regie: Philipp Becker – Thalia Theater Hamburg 2018: Im Herzen der Gewalt von Eduard Louis, Regie: Franziska Autzen, Thalia Theater Hamburg 2018: Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist -Regie: A. Romero Nunes - Thalia Theater Hamburg 2018: Macbeth von William Shakespeare – Regie: A. Romero Nunes - Burgtheater Wien 2018: Der Steppenwolf von Hermann Hesse, Regie: Philipp Becker, Staatstheater Stuttgart, 2019: Max und Moritz von Wilhelm Busch – Regie: A. Romero Nunes - Berliner Ensemble 2019: Orpheus, Musiktheater nach dem Mythos – Regie: A. Romero Nunes - Thalia Theater Hamburg 2019: Aufstieg und Fall einer Firma von Franz Xaver Ott, Regie: Philipp Becker, Theater Lindenhof in Melchingen 2019: Dantons Tod von Georg Büchner, Regie: Armin Petras, Düsseldorfer Schauspielhaus 2019: Neverland von Anne Haug und Antu Romero Nunes, Regie: Antu Romero Nunes, Thalia Theater Hamburg 2020: Der Ursprung der Welt von Liv Strömquist, Regie: Franziska Autzen, Staatstheater Hannover 2020: Ode an die Freiheit nach Friedrich Schiller, Regie: Antu Romero Nunes, Thalia Theater Hamburg 2020: Metamorphosen nach Ovid, Regie: Antu Romero Nunes, Theater Basel 2020: Der Räuber Hotzenplotz von Ottfried Preussler, Regie: Jörg Pohl und Antu Romero Nunes, Theater Basel 2021: Katharina Blum nach Heinrich Böll, Regie: Franziska Autzen, Theater Konstanz