mini|I: „Drham is’ drham.“, 1896 – Vers. 1902 mini|III: „D’r Schwåmmagieher.“, 1902. Eine der ersten Farblithographien mit Noten mini|IV: „Klippl-Lied.“, 1899 – Vers. 1903 mini|Nr. V: „D’r alta Bordnhannler oder Da guta alta Zeit.“, 1899 mini|VI „'s falischa Nannl!“, 1902 mini|VII „'s Eirück’n.“, 1902 mini|VIII „Dr Kukuk.“, 1902 mini|XIII „Da Vuglbeer“, 1903 mini|XIX „Mei' Vaterhaus.“, 1902. Vermutlich erste Farblitho
Das Verzeichnis der Liedpostkarten von Anton Günther enthält – soweit bekannt – alle im Selbstverlag herausgegebenen Versionen. Der erzgebirgische Volksdichter ließ erstmals 1895 einen kompletten Liedtext (noch ohne Noten) auf eine Postkarte drucken und gilt damit als Begründer der Liedpostkarte.
Verzeichnis Die Auflistung nennt die Titel der Liedpostkarten in der Originalschreibweise, das Veröffentlichungsjahr der jeweils ältesten bekannten Version, überlieferte Nummern und Besonderheiten. Sie enthält auch Landsturmlieder, Spruchkarten und Karten zu bestimmten Ereignissen.Verzeichnis Verlag Wilhelm Vogel (Schwarzenberg, 1938), Sammlung Siegfried Kandler (Sehma, 2005), René Röder (2009)
Drham is(') drham. (1896) o. Nr., I*, 1**(*einfarbige Lithographie ohne Noten; **ab ca. 1910 Farblithographie mit Noten) Groshahnerlied. (Groshahner) (1898) (II*), 2, 31, 31**(*auch ohne Nummer; **Groshaanerlied) D’r Schwåmmagieher. (1899) III* III**, 2**(*einfarbige Lithographie ohne Noten; **ab 1905 Farblithographie mit Noten) Klippl-Lied. (1899) IV, IV*, 3**(*einf. Motiv wie Vorkarte jeweils ohne Noten; möglicherw. 1902–1920; ** Farblithographie mit Noten) (D’r ålta Bord’nhannler oder) Da guta ålta Zeit. (1899) V*, 5**, 4**(*einfarbige Vorkarte ohne Noten; ** 1903 Farblithographie mit geänderten Motiv und Noten) ’s fållischa Nannl. (1899) VI, VI*, 5**(* einf. Motiv wie Vorkarte; ** einfarbig hoch, ca. ab 1920) ’s Ei’rück’n. (1899) VII, VII*, 6**(*einfarbiges Motiv wie Vorkarte; ** ca. 1920 Farblithographie) Dr Kukuk. (1900) (*), VIII**, VIII, VII, 7***, 7(*einfarbige Lithographie ohne Nummer; ** abweichendes Motiv; ***ab 1902 Farblitho; ****Kuckuk) Da Pfeif. (1900) o. Nr.*, 9**, 8**(*einfarbige Lithographie; **Farblithographie) Da Ufenbånk. (1901) X*, X**, 9**, 9***(*einfarb. Lithographie mit Keilberg; **Farb-Doppelkarte in versch. Vers.; ***Einzelkarte 1938) (Je) Mei' Zässichla. (1901) 11*, XI**, 10**(einfarbige Lithographie; **Farblithographie) Deitsch is mei Liedl. (1901) 12a*, XII**, XII**, 11**(*einfarbige Lithographie Frisch on frei, **Farblithographie, drei verschiedene Versionen mit schwarz-rot-goldene bzw. blaue Schleife am Motiv des Keilberghauses identisch mit Deitsch on frei) Deitsch on frei. XIIc(Farblithographie) 103 Lieder (1901) o. Nr.(Farblithographie ohne Noten – zweifarbig einfaches Motiv) ’s Schwårzbeergieh. (²) (1902) o. Nr.(ohne Noten) Gruß vom Jägerball (1901) o. Nr.(einfarbige Festtagskarte ohne Lied und Melodie mit Zeichnung Anton Günthers) Gruß vom Guttsgewer Fast! (Jahr unbekannt) o. Nr.(einfarbige Lithographie ohne Noten) Da Vuglbeer. (1902) XIII, 12, 12*(*Farblithographie mit 6 Strofen/5. Strofe als Zudruck/Änderung) Hamweh. (1902) XIV, 13(Farblithographie – Änderungen beim Strophendruck) Ven alt’n Schlog. (1902) XV, 14(Farblithographie) (Js) ’s tuda Vöchele. (1902) XVI*, XVI, 15(*Farblithographie mit „Js“) ’s hot Jeder sei Freid. (1902) 16, 18(Farblithographie) Blüh' Schwarzbeer blüh. (1902) XVII, 17(Farblithographie) Mei' Våt(t)erhaus. (1902) XIX*, XIX**, XIX, 18, 18***(Farblithographie, * Våtterhaus Joh. Günther; ** Vaterhaus – Joh. Günther; dann Verlag Ant. Günther; *** geändertes Bild Vaterhaus statt Unruh am Keilberg – ab 1939: Mei Voterhaus) Bleib’n mr noch aweng do. (1903) XX*, 19*, 19**(* einfarbige Litho; ** farbige Litho Wohnhaus) Schmatz när zu. (1903) XXI*, XX*, 20*, 20(*einfarbige Litho; **farbige Litho Wohnhaus) Dr verliebta Boß. (Bursch.) (1903) XXII*, XXII*, 21**(* einfarbige Litho; ** farbige Litho) Hutznlied. (1903) 23 22 Da zwa Fenk’n. (1903) XXVII**, XXVII, 23, 23*, 23**, 23***(* Da zwa Fink’n; ** geändertes Bild *** de zwaa Fink’n) ’s Galöckl. (1903) 44, 24, 33 Da Draaksche(ä)nk. (1904) 37, 25, 25*, 25**(* Draakschänk; **Fremdbild durch Umbau) Weihnachtsfried’n. (1904) 26*, 26(* mit Golddruck) Dr alta Hannlsmah. 1904 31 27 ’s Lab’n is a Büchl (1904) 32*, 34, 28(*bis ca. 1907 – Rückseite Raum für…) Grüß dich Gott mei Arzgebe(i)rch (1904) 29, 24(Farblithographie) En Frühgahr. (1904) 32, 29 Wu da Walder hamlich rausch’n. (1905) 44, 30 ’s Annl mit’n Kannl. (1905) 23c, 32a Wie dr Schnawl s(ch)tieht. (1905) 33*, 34, 34*(*fünf unterschiedl. Porträts zu eigenen runden Geburtstagen) D’r Battlmah. (1905) 51, 35 Feierohmd. (1905) 30, 36 Mei Grußmütterla. (1906) 50, 37, 37**, 37*, 37(** Farb-Foto Großmutter 91.; *s/w-Foto Großmutter 92. u. 93. – 91. und 93. mit abweichendem Geburtsdatum 4., statt 1. Februar) Morgnlied. (1906) 52, 38 Hamwärts (1906) 40, 39 Allerhand ve dr Guttsgoh (1906) 39*, 40(* Doppelkarte) Wenn dr Schnee wag gieht (1907) 41 O seliche Weihnachtszeit (1907) 42(Farblithographie) Deitsch on frei wolln mr sei! (1908) XII, 43**, 43*, 43, o. Nr.(*schw.-rot-goldenes Wappen; ** schwarz-rot-gold Studentica mit Druckfehler) Hemmlschlüssela blüh. (1908) 44, 44*(* Himmlschlüssela) ’s Harz muß verschtandn warn. 1909 45 Muhtstacherlied. (Torfstecherlied.) (1909) 46*, 46(*Torfstechen, sonst r) Vergaß die Hamit net! 1910 47, 4**, 47*, o. Nr.(*anderes Motiv, gerastert – wohl nach 1930); (**Fehldruck – fehlende) Herwistlied. (1910) 48 Dr alta Musikant (1910)49 Ehrt da altn Leit! (1910) 50, 50*, 50**(*blaue statt rote Initialen **graue Initialen) ’s treia Madl. (1911) 51*(*gleiches Bild wie Schmatz när zu) Wenn da Lärich sengt. (1911) 52*, 52**(*sengt; **singt) A Liedl aus dr Hamit. (1913) 53*(*gleiches Bild wie Wannerlied) Da Landesschau en Komotau. (1913) 53, 54 Schneeschuhfahrer-Marsch. (1913) 55a, 54*, 54**, 53a, 54***(*Einzelkarte;** Doppelkarte, a. 53a/54;*** n. Motiv ca. 1930) Loßt uns Weihnachtn feiern. (1913) 55 Deitschböhmerlied (1914) 56*(* mit Golddruck) Dr Kaiser ruft ens Fald. (1914) 56, 56(zwei verschiedene Motive, Wappenanordnung) Da Völkerschlacht. 57 Gruß an da Kammeradn. Lsl. (1914) o. Nr.(als 58 eingestuft) Hurra, ’s gieht lus. (1914) 59, 59*(*unterschiedliche Wappenanordnung) Landstorm-Marsch 60, 38(Einfache einfarbige Doppelkarten) Loß ons batn (²) Gedicht Lsl. En Spital (²) Gedicht Lsl. (1914) – LPK 068 Da Hamit! Gedicht (Nr. 1) Lsl. 1914 Da Hamit! Gedicht (Nr. 2) Lsl. Dort wu du… (1914) Da Hamit! Gedicht (Nr. 3) Lsl. 1914 Da Hamit! Gedicht (Nr. 4) Lsl. Wie gruß is da… (1914) Da Hamit! Gedicht (Nr. 5) Lsl. (1914) Da Hamit! Gedicht (Nr. 6) Lsl. (1914) Morgngebat en Feindesland. Gedicht Lsl.(1914) Weihnachten in Fald. Lsl. LPK (1914) Gruß ah dr Hamit. (²) Gedicht (Nr. 7) (1915) Da Putala. (²) (Läuse) Gedicht Lsl. (1915) A Faldpostbrief. (²) Gedicht (Nr. 7) (1915) Krieg üwerol. (²) Lsl. (1915) Halt aus. (²) Gedicht Lsl. (1915) Mei Bart. (²) Gedicht Lsl. (1915) Galück auf. (²) Gedicht Lsl. (1915)(für Zeitschrift „Glück auf“, 1915) Da deitscha Trei. (²) Gedicht (Nr. 12) Lsl. (1915) Vereint. (²) Gedicht (1915) Oner Schild. (²) Gedicht Lsl. (1915) Heldentud.(Nachruf-Doppelkarte ohne Bild und Noten) An onneern Kaiser. (²) Gedicht Lsl. Ihr könnts doch net zwinge. (²) Gedicht Lsl. Of Postn. (²) Lsl. Gruß oh onner Kinner. (²) Gedicht Lsl. Ah meiner Fraa. (²) Gedicht Lsl. Ruh en Friedn. Für Hans Kriegelstein Gedicht Lsl.(1915) Zu Großmutters 93. Geb. Gedicht (1915)(Ersatzkarte wg. Fehldruck Geburtsdatum) Wie mr nochn Krieg labn Lsl. Gedicht (Nr. 10) 1915(Landsturmlieder und Gedichte (Nr. 10) einf. Doppelkarte) Dr erschte Schulgang – Erwin. Gedicht (Nr. 11) 1915 Mei Dank (²) Gedicht Lsl. (1915) A deitscher Gruss. Lsl.(1915) o. Nr.*, o.Nr.** – als Nr. 61 eingestuft(* E deitscher Gruss aus Oesterreich; **A deitscher Gruß – aus Sarajevo) Gruß ausn Fald! Lsl. (1915) o.Nr. – als Nr. 62 eingestuft Mei Pfeifl. Lsl. (1916) ohne Noten(Landsturmlieder und Gedichte… … im Feld 1916) Nu gieh du Madl aa zer Schul – Maria. Gedicht 1916 Am fernen Isonzostrand. Lsl. (1917) o.Nr. – als Nr. 63 eingestuft Gruß an Maria Au. (1918) o. Nr.*, o. Nr. – als Nr. 64 eingestuft(*VK ohne Noten, ohne Bild, 1918) Wiedr drham! (1918) 65(*zweifarbige Lithographie grün-schwarz) Scham dich fei! (1919) 66*, 66**(*zweifarbige Lithographie grün-schwarz; **Farblitho) Dr Grenzschutz! (1919) 67*, 67**(*zweifarbige Lithographie grün-schwarz; **Farblitho) Da fallischa Politik. (1920) 68 Kaa Licht. (1922) ohne Noten 68(einfache zweifarbige Lithographie) Dr Alte ven Barch. (1922) 69(Doppelkarte einfarbig) Wos da Starl pfeifn. (1922) 69 Auf ze Gott! (1922) 70 Vergißmeinnicht. (1922) 70 A Mensch uhna Glauben! (1922) 71, 71*(* Änderung 2. Vers nach Verbot) Es kömmt fei amol de Gerachtigkeit! ohne Noten (1923) 71 Guck nauf ze da Sterla! (1923) 72*, 72(*ze de Sterla) Wahr on offn! (1923) 73(einfache zweifarbige Lithographie) Wenn’s Frühgahr kömmt. (1924) 73 Ehr dei Mütterla! (1925) 74 Da neia Moda. (1926) 75, 75*(* De neia Moda., dritte Strophe entfernt, ohne Fußnoten) Willkomma in Wiesntol (1927) 76 Arzgeberch wie bist du schü! (1927) 77 Feierwehr-Marsch. 78 ’s Mailüftl in Gebirch. 79 Wenn’s draußn regna tut 80 Seid friedlich ihr Leit! ohne Noten (1932) 81 Zen Neia Gahr! ohne Noten (1932) 82(zweifarbig gr.-schwarz, A. G. Verlag in…) An dr Grenz. 83 (1932) Wannerlied. 84 (1932) ’s Neia Haus. (1934) 85 Foosndlied. (1935) 86 Ben Ahfang on ben End (Bild dir nischt ei) (1935) 87*, 87**(*einf., Handgravur; **nach 1945 als Bild dir… A.G Verlag, Oberwiesenthal)
Abkürzungen: Lsl. – Landsturmlied; G – Gedichtkarte; SiS – Sinnspruchkarte; E – Ereigniskarte
Verlage Verlag von Joh. Günther 1898 bis 1901 (auch noch 1902) Verlag von Ant. Günther 1902 bis 1903 Ant. Günthers Selbstverlag 1903–1906 (einfarbig) – teilweise bis ca. 1920 Ant. Günthers Selbstverlag 1904–1936 (Farblithos) noch bis 1938 Einfarbige Vorab- bzw. Not-Karten (Krieg, Weltwirtschaftskrise) bis 1936 – ohne Verlagsangabe Fremdverlag oder Gestattungsdruck zu besonderen Anlässen z. B. Gedruckt bei C. M. Gärtner, Schwarzenberg/Sachsen – vermutlich 1935 Volksliedverlag Anton Günther 1939–1941 einfarbige braune bzw. graue Karten nach den Originallithographien mit Nummer und teilweise Vermerk des „Nachzeichners“ (z. B. Rudolf Schneider) Anton Günthers Selbstverlag (Sudetengau) 1939–1944
Die Karten wurden von 1920 bis 1944 durch Verlag Wilhelm Vogel, Schwarzenberg vertriebenAnton Günthers Liedpostkarten, René Röder, 2009
Rückseiten bis 1905: einteiliges Adressfeld, meist mit dem Vermerk Postkarte oder Post-Karte ab 1905 zweigeteiltes Feld mit dem Vermerk Post-Karte 1906: Postkarte verziert, Raum nur für Adresse und für schriftliche Mitteilungen ab 1907: „Dieses Lied wurde vom Verfasser...“ ab 1913: „Anton Günther ist in Inhaber des Königl. Sächsischen Ehrenkreuzes mit Krone.“ (verschiedene Schreibweisen) ab 1915: „Dem Verfasser wurde die hohe Ehre zuteil, vor Sr. Majestät dem König Friedr. August von Sachsen, als auch Sr. k.u.k. Hoheit Herrn Erzherzog Karl Franz Josef seine Lieder vorzutragen und wurde ihm dafür die Anerkennung und Freude der hohen Herrschaften ausgedrückt.“ ab 1917/18: Vermerk „Die Ausgaben für 1 Singstimme mit Gitarre, Klavier oder Zitherbegleitung u. für Männer, sowie gemischten Chor sind Verlagseigentum von Friedrich Hofmeister in Leipzig.“ ab 1938–1944 in Verlagsangabe Sudetengau statt Böhmisches Erzgebirge oder Böhmen
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