mini|Katholische Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer in Bad Tatzmannsdorf mini|Innenansicht Die römisch-katholische Pfarrkirche Bad Tatzmannsdorf steht in der Gemeinde Bad Tatzmannsdorf im Bezirk Oberwart im Burgenland. Sie ist dem heiligen Johannes der Täufer geweiht und gehört zum Dekanat Pinkafeld in der Diözese Eisenstadt. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz ().
Geschichte Bad Tatzmannsdorf war bis 1942 eine Pfarrfiliale und anschließend eine Lokalseelsorgestelle. Seit 1987 ist Bad Tatzmannsdorf eine eigene Pfarre. Nördlich der 1898 errichteten und 1969 abgebrochenen Filialkirche entstand zur Behebung des Platzmangels in den Jahren 1965 bis 1968 ein modernes Kirchenbauwerk nach Plänen des Architekten Friedrich Mostböck. Geweiht wurde die Kirche am 13. Oktober 1968 durch Diözesanbischof Stephan László. An der Stelle der alten Filialkirche wurde in einer zweiten Bauetappe in den Jahren 1971 und 1972 Pfarrhof und Pfarrzentrum errichtet.Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 277–279. Von 2007 bis 2010 wurde die Kirche saniert. Dabei wurde ein neuer Steinboden verlegt und eine Fußbodenheizung installiert, betrieben durch eine neue Pelletheizung (Volksschule und Kindergarten werden auch mitbeheizt), die Glasfassaden und Seitenwände isoliert und die Kirche im Inneren ausgemalt.Homepage der Pfarre Bad Tatzmannsdorf (abgerufen am 28. Juli 2026)
Architektur Kirchenäußeres Der in schalreinem Stahlbeton ausgeführte Kirchenbau steht auf einem quadratischen Grundriss unter einem tief reichenden Satteldach, deren jeweils im Osten und Westen gelegene Giebelseite zur Raumbelichtung in farbig gefassten Gitterbetonsteinen ausgeführt ist. Die Erschließung des Ost-West orientierten Kirchenraumes erfolgt über das breite, dreigliedrige Hauptportal an der östlichen Giebelseite durch einen ins Innere führenden Windfang, der die kleine Orgelempore trägt.
Südlich, parallel zur Kirche, liegt der eingeschoßige Pfarrhof samt Pfarrzentrum mit dem ostseitig angebauten Glockenturm, der über einen Verbindungsgang mit der Kirche verbunden ist.
Kircheninneres Der Charakter des in der Dachinnenseite mit Gipsplatten verkleideten Satteldaches bleibt auch im Inneren gewahrt. Der durch Stufen erhöhte Altar befindet sich mittig in der nördlichen Kirchenhälfte und ist auf drei Seiten von den Sitzbänken für die Gläubigen umgeben.
Ausstattung mini|Orgelpositiv Die Marienstatue ist ein Werk des akademischen Bildhauers Josef Paulesich aus Draßburg. Altarbild und Kreuzwegstationen stammen vom burgenländischen Künstler Thomas Resetarits aus Wörterberg. Die Antoniusstatue aus dem Jahr 1930 wurde von Kurgästen aus Wien gespendet und aus der alten Kirche übertragen.
Orgel Im Oktober 1994 wurde die neue Orgel („Prof.-Josef-Mertin-Orgel“) mit 17 Registern geweiht, geplant von Josef Mertin und erbaut von Orgelbaumeister Wolfgang Bodem aus Leopoldsdorf. Das vollmechanische Orgelwerk mit zwei Keilbälgen im altitalienischen Stil (Temperierung Kirnberger III bei a1 = 440 Hz) hat zwei Manuale (Hauptwerk und Positiv) und Pedal mit insgesamt 17 Registern.
Glocken mini|Die Kirchenglocken Die drei Glocken wurden am 17. September 1972 eingeweiht und sind von der Firma Perner gegossen worden.
Literatur Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Burgenland. Bad Tatzmannsdorf, Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer. Bearbeitet von Adelheid Schmeller-Kitt mit Beiträgen von Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky und Hannsjörg Ubl. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 38. Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 277–279.
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Pfarre Bad Tatzmannsdorf
Einzelnachweise
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