mini|hochkant=0.6|Wappen derer von Preuß. Eine Stammverwandtschaft mit den pommerschen von Preuß ist nicht nachgewiesen. Eine Abgrenzung vom gleichnamigen preußischen Geschlecht mit Wappen Leliwa ist ebenso erforderlich wie zum erloschenen schlesischen Adelsgeschlecht PreußLeopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2, Ludwig Rauh, Berlin 1856, S. 225. Digitalisat oder zum Thorner Patrizier- und späteren Adelsgeschlechts Preuß.Martin Opitz: Lateinische Werke, Band 3, 2015 (Digitalisat)George Adalbert von Mülverstedt, Adolf Matthias Hildebrandt: J. Siebmachers grosses und allgemeines Wappenbuch, Band 6, Abt. 4: Der abgestorbene Adel der Provinz Preußen, Bauer & Raspe E. Küster, Nürnberg 1874, S. 63–64, Tfl. 47. (Digitalisat)

Geschichte Preuß ist der Name eines kursächsischen Adelsgeschlechts. Mit Thammo de Pruz ist das Geschlecht am 1. Oktober 1206 erstmals urkundlich belegt.Clemens Freiherr von Hausen: Vasallen-Geschlechter der Markgrafen zu Meißen, Landgrafen zu Thüringen und Herzöge zu Sachsen. In: VHJ, 18, Berlin 1890, S. 561–562. Das Geschlecht leitete seinen Namen vom Rittergut Pruz her, auf dem sie seit 1336 nachgewiesen sind. Die gesicherte und durchgängige Stammreihe der Familie beginnt mit Georg Preuß († nach 1505), der 1460 mit seinem Bruder Konrad Preuß das Gut Kleba bei Dresden veräußerte und 1463 die Güter Cavertitz und Schöna erwarb.

Weiterer Gutsbesitz bestand zeitweise in Sachsen zu Bennewitz, Camitz, Ilkendorf, Kertitz, Kottewitz, Pulsitz und Rittmitz, Trebnitz sowie schließlich zu Wendischbora.

Mehrere Glieder des Geschlechts haben als Offiziere in der sächsischen ArmeeHeinrich August Verlohren: Stammregister und Chronik der Kur- und Königlich Sächsischen Armee. Degener & Co, Neustadt an der Aisch 1983, S. 417–418. oder im Forstdienst des Landes gedient.Dreßdnische Wöchentliche Frag- und Anzeigen. Dienstag, den 27. des Augustmonats, Unpagniert, An. 1754. No. XXXV. Zum letztgenannten Gut gehörte ein nach dem StifterAugust Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 12. Band. Schumann, Zwickau 1825, S. 658. benanntes gutsherrliches Preuss`sches Vorwerk.

Wappen Das gespaltene Stammwappen ist rechts blau und ledig und zeigt links in Blau zwei rote Querbalken. Auf dem Helm mit blau-roten Decken zwei Büffelhörner tingiert wie der Schild. mini|hochkant=0.6|Porträt d. Generalmajors d. Infanterie Thimo Albrecht von Preuss († 1723).

Angehörige Thimo Albrecht von Preuß († 20. August 1723), Lehnherr zuJohannes Georg Zirschke: Zuverläßige Beschreibung der Hohen Generalität oder ausführliche Nachrichten von den Hohen Kriegsbedienten, welche seit dem Jahre 1680(.) dem Hause Sachsen Albertinische Linie, gedientet. Band 2-Fortsetzung 1, Cap. IV. Generalmajors. Fickelschererischen Schriften, Görlitz 1756, S. 298. (Digitalisat) Wendischbora, polnisch-sächsischer Generalmajor, KommandeurGeorg von Schönberg: Geschichte des Königl. Sächsischen 7. Infanterie-Regiments Prinz Georg Nr. 106. Band 2: Von 1807 bis 1872, Beilage LXXVII. F. A. Brockhaus, Leipzig 1890, (Digitalisat) u. Kommandant von Senftenberg Friedrich Wilhelm Heinrich von Preuss (19. Jh.), Kgl. Sächs. Geheimrat u. Kammerherr, 26. Jan. 1851 Stifter d. v. Preuss`sche adelige Marienstiftung zu Dresden (Römisch-Katholisch).Maximilian Gritzner: Handbuch der im Deutschen Reiche, Oesterreich-Ungarn, Dänemark, Schweden und den Russischen Ostseeprovinzen bestehnden Damen-Stifter und im Range gleichstehender Wohlthätigkeitsanstalten, nebst Ordenszeichen der Ersteren. Verlag von Heinrich Keller, Frankfurt a. M. 1893, S. 61 f.

Literatur Deutsches Adelsarchiv, Christoph Franke et al. (Hrsg.): GHdA-Adelslexikon. Band XI, Band 122 der Gesamtreihe GHdA. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2000, S. 16–17. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 7, Friedrich Voigt, Leipzig 1867, S. 248. August Wilhelm Bernhardt von Uechtritz: Diplomatische Nachrichten adeliche Familien betreffend, Teil 6, Leipzig 1793, S. 66–73.

Einzelnachweise

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