mini|hochkant|Ignati Grinewizki Ignati Ioachimowitsch Grinewizki (, , wiss. Transliteration ; * 17. Juni 1856 auf dem Landgut Basinruss. Басин, Landkreis Babrujsk, Gouvernement Minsk; † in Sankt Petersburg) war ein belarussischer Narodnik – genauer, ein polnischer Kämpfer innerhalb des Narodnaja Wolja (Volkswille). Der Terrorist warf 1881 Alexander II. eine Bombe vor die Füße. Deren Explosion verletzte den Herrscher tödlich.

Leben Ignati, Sohn des verarmten polnischen Adligen Joachim Grinewizki (), absolvierte das Realgymnasium Białystok und studierte ab 1875 an der TU Sankt Petersburgruss. Санкт-Петербургский государственный технологический институт Mathematik. In der studentischen revolutionären Bewegung des Narodnaja Wolja wurde Ignati unter dem Decknamen Michail Iwanowitsch sowie unter dem Spitznamen Kater bekannt. Ab 1879 arbeitete Ignati in einer illegalen Druckerei des Narodnaja Wolja als Autor und Setzer, druckte falsche Pässe, verteilte Druckschriften, beteiligte sich an Propagandakampagnen unter den Petersburger Studenten und Fabrikarbeitern. Er sammelte Geld für politische Gefangene. Ignati wohnte in Petersburg in der Simbirsker Straße 59russ. Улица Комсомола (Санкт-Петербург).

Am 13. März 1881 überlebte Alexander II. zunächst das Attentat des Bombenwerfers Nikolai Ryssakow. Kurz darauf wurde der Zar von der zweiten Bombe, geworfen von Ignati Grinewizki, tödlich verletzt. Auch der Attentäter selbst erlitt durch die Detonation so schwere Verletzungen, dass er am Abend desselben Tages im Krankenhaus bei den Kaiserlichen Pferdestallungenruss. в придворном Конюшенном госпитале starb. Vor seinem Tode soll er die Frage nach seinem Personenstand mit: „Ich weiß nicht“ beantwortet haben. Für lange Zeit konnte der Attentäter nicht richtig identifiziert werden. Die Behörden hielten ihn zunächst für Nikolai Sergejewitsch Tjuttschew.russ. Тютчев, Николай Сергеевич Letzterer lebte aber zu der Zeit in der sibirischen Verbannung.

Gedenken 1975–1988 trug die Leningrader Nowo-Konjuschenny-Brückeruss. Ново-Конюшенный мост, also der Tatort, den Namen Grinewizkis. Die Nachfolger des ermordeten Zaren ließen am Tatort die Auferstehungskirche erbauen.

Weblinks

31. Januar 2012: Christoph Gunkel im Spiegel: Bombe vor die Beine Eintrag bei hrono.ru/biograf (russisch) Eintrag bei slovari.yandex.ru (russisch) (russisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Mitglied der Narodnaja Wolja Kategorie:Person (polnische Geschichte) Kategorie:Person (belarussische Geschichte) Kategorie:Adliger Kategorie:Revolutionär Kategorie:Attentäter Kategorie:Belarusse Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1856 Kategorie:Gestorben 1881 Kategorie:Mann